Eine Roadmap für die Verkabelung, Teil 1 Die gute Planung für eine zukunftsfähige Dateninfrastruktur

Von Dr. Jakob Jung 3 min Lesedauer

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Unter dem Titel „Mastering Connectivity: A Roadmap To Building An Agile, Reliable And Future-Proofing Cabling Infrastructure“ stellt Legrand auf 20 Seiten eine Roadmap für die Verkabelung vor. DataCenter-Insider nimmt den Faden auf und beleuchtet das Thema in einer sechsteiligen Serie.

Für die Verkabelung im Rechenzentrum ist sorgfältige Planung unerlässlich. (Bild:  Jakob Jung; mit KI Bildverarbeitung erstellt)
Für die Verkabelung im Rechenzentrum ist sorgfältige Planung unerlässlich.
(Bild: Jakob Jung; mit KI Bildverarbeitung erstellt)

Der erste Schritt zum Aufbau eines effizienten strukturierten Verkabelungssystems ist eine vorausschauende Planung. Eine gute Planung ist auch der Schlüssel, um beim Aufbau eines strukturierten Verkabelungssystems Zeit und Geld zu sparen. Zugleich ist einer der Hauptvorteile sorgfältiger Planung die Verringerung des Risikos von Ausfallzeiten.

Trivial ist das nicht. Viele Faktoren müssen dabei berücksichtigt werden und es kann ratsam sein, einen erfahrenen Spezialisten heranzuziehen.

Heute ist ein strukturiertes Verkabelungssystem das Rückgrat jedes modernen Unternehmens, da es die Konnektivität bereitstellt, die für den Betrieb kritischer Geschäftsprozesse erforderlich ist. Ein Ausfall oder eine Störung in der Verkabelungsinfrastruktur kann schwerwiegende Folgen für ein Unternehmen haben und zu kostspieligen Ausfallzeiten, Produktivitätsverlusten und einer möglichen Rufschädigung führen.

Nicht gehudelt

Umgekehrt gilt aber: Wenn sich Anwender beziehungsweise deren Auftragnehmer die Zeit nehmen, Ihren Verkabelungsbedarf zu ermitteln und einen umfassenden Plan zu erstellen, können Sie sicherstellen, dass Ihre Verkabelungsinfrastruktur den spezifischen Anforderungen Ihres Unternehmens entspricht. Dies kann wiederum dazu beitragen, die Leistung des Netzwerks zu verbessern, das Risiko von Fehlern oder Irrtümern bei der Installation zu verringern und sicherzustellen, dass Ihre Verkabelungsinfrastruktur für maximale Effizienz und Zuverlässigkeit optimiert ist.

Gut durchdacht kann die Planung dann dazu beitragen, die Installationszeit und -kosten zu reduzieren. Denn auch die Installation eines strukturierten Verkabelungssystems kann ein komplexer und zeitaufwändiger Prozess sein, der sorgfältige Planung und Aufmerksamkeit für Details erfordert.

Durch die Erstellung eines umfassenden Plans, der Verkabelungsanforderungen, Ausrüstung und Geräte sowie zukünftiges Wachstum und Erweiterungen berücksichtigt, erlauben es sicherzustellen, dass die Verkabelungsinfrastruktur so effizient und kostengünstig wie möglich ist. Das reduziert

den Zeit- und Kostenaufwand für die Installation und erlaubt den Unternehmen ihre Netzwerkinfrastruktur schnell in Betrieb zu nehmen.

Planung in die Zukunft

Eine sorgfältige Planung berücksichtigt zudem, dass die Verkabelungsinfrastruktur möglichst zukunftssicher ist. Die Bedürfnisse und Anforderungen eines Unternehmens mögen sich im Laufe der Zeit ändern. Die Verkabelungsinfrastruktur aber muss in der in der Lage sein, diese Änderungen und Upgrades zu unterstützen - sobald sie auftreten.

Indem Sie zukünftiges Wachstum und Erweiterungen berücksichtigen, können Unternehmen sicherstellen, dass ihre Verkabelungsinfrastruktur für zukünftige Änderungen und Upgrades ausgelegt ist. Das vermeidet umgekehrt kostspielige Upgrades und Ersatzbeschaffungen.

Erfahrenes Fachpersonal ist anzuraten. (Bild:  Jakob Jung)
Erfahrenes Fachpersonal ist anzuraten.
(Bild: Jakob Jung)

Deshalb sollten sich Unternehmen sich bereits bei der Planung an internationalen (kommenden) Standards orientieren: Die wichtigsten sind die folgenden:

  • TIA/EIA-568: Diese Norm enthält Richtlinien für das Design und die Installation von Twisted-Pair-Kupferverkabelungssystemen, einschließlich Cat 5e-, Cat 6-, Cat 6a- und Cat 7-Kabeln. Sie definiert Pinbelegungen, Kabelkategorien und maximale Kabellängen, um die Interoperabilität und einheitliche Leistung von Netzwerkgeräten zu gewährleisten.
  • ISO/IEC 11801: ISO/IEC 11801 ist eine internationale Verkabelungsnorm, die verschiedene Medientypen wie Twisted-Pair-Kupferkabel, Multimode- und Singlemode-Glasfaserkabel umfasst. Sie spezifiziert die Leistungsanforderungen, Anschlüsse und Installationspraktiken für die Datenübertragung über große Entfernungen.
  • ANSI/BICSI-002: ANSI/BICSI-002 bietet Richtlinien für die Planung, das Design und die Implementierung der Telekommunikationsinfrastruktur von Rechenzentren, einschließlich der Verkabelungssysteme, und trägt zur Schaffung einer strukturierten und organisierten Verkabelungsumgebung bei. Sie konzentriert sich auf die Anforderungen an Wege, Räume, Verkabelung und Erdung.

Zusätzlich zu diesem übergeordneten Rahmen für gute Verkabelungspraktiken gibt es einige allgemeine Richtlinien für die Trennung von Strom- und Datenverkabelung. Die Isolierung der Verkabelung gegen elektrische Störungen ist nicht nur für die Leistung, sondern auch für die Sicherheit und die Einhaltung der Vorschriften von größter Bedeutung.

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