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Dokumenten- und Datei-Verwaltung mit Windows 7 und Windows Server 2008 R2

Der optimierte Umgang mit Windows-Bibliotheken

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Die Steuerung der offline-Dateien für Netzfreigaben

Vom Server lässt sich die Nutzung von offline-Dateien über die Freigabe steuern. Beim Erstellen von Freigaben findet sich die Option Zwischenspeichern. Wenn Administratoren diese auswählen, lässt sich steuern, ob für Anwender das Zwischenspeichern von Dateien in dem freigegebenen Ordner zugelassen ist (siehe: Abbildung 4).

Wenn die Option Keine Dateien oder Programme der Freigabe sind offline verfügbar aktiviert ist, erscheint der Befehl Immer offline verfügbar auf dem Client nicht. Es werden drei Varianten für das Zwischenspeichern von Dokumenten unterschieden:

  • Mit „Nur von Benutzern“ angegebene Dateien und Programme sind offline verfügbar. Die Benutzer wählen diese Option aus, indem sie die entsprechende Option im Kontextmenü der Freigabe oder des Verzeichnisses innerhalb der Freigabe verwenden.
  • Alle Dateien und Programme, die Benutzer auf der Freigabe öffnen, sind automatisch offline verfügbar; das bewirkt, dass sich Benutzer nicht mehr darum kümmern müssen, die Dokumente offline verfügbar zu machen.
  • Über „Für hohe Leistung optimieren“ lässt sich festgelegen, dass ausführbare Dateien aus dieser Freigabe auf dem Client verfügbar bleiben, wenn sie einmal genutzt wurden. In diesem Fall sollten die Zugriffsberechtigungen für die Freigabe auf Lesen gesetzt sein, um zu verhindern, dass Windows veränderte Programme speichert.

Das zentrale Steuern von Bibliotheken mit Gruppenrichtlinien

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So praktisch Bibliotheken sind, so schnell sind wichtige Dokumente an falschen Orten abgelegt. Deshalb sollten sich Administratoren die Bibliotheken zentral verwalten. Das hilft zu vermeiden, dass Anwender die Daten an falschen Orten ablegen, nur weil Einstellungen in Bibliotheken falsch gesetzt sind.

Dokumentenbibliotheken verwenden zum Beispiel den lokalen Profilpfad des Benutzerkontos und das öffentliche Profil auf einem Client. Das heißt: Gespeicherte Dokumente sind nicht sicher auf dem Server gespeichert, sondern nur auf dem lokalen Client.

Mit Gruppenrichtlinien lassen sich die Pfade aber transparent für Anwender anpassen. Windows 7 bietet die Möglichkeit, verschiedene Ordner innerhalb des Profils auf ein Server-Laufwerk umzuleiten.

Umleitung erwünscht

Dadurch ist sichergestellt, dass die Daten der Anwender sicher auf einem Server gespeichert sind, aber dennoch transparent zugreifbar sind, wenn ein Anwender zum Beispiel seine Dokumenten-Bibliothek öffnet. Diese Ordnerumleitungen finden sich im Gruppenrichtlinienverwaltungs-Editor unter: Benutzerkonfiguration/Richtlinien/Windows-Einstellungen/Ordnerumleitungen (siehe: Abbildung 5)

Bei der Umleitung können Administratoren die Ordner in der Bibliothek in Verzeichnisse auf den Servern umleiten lassen (siehe: Abbildung 6).

Über die Registerkarte „Ziel“ legen Administratoren die Umleitungsoptionen fest. Einen Stammordner, also eine Freigabe auf die alle Anwender zentral zugreifen dürfen, müssen Administratoren daher zuvor anlegen. Innerhalb des Stammordners legt Windows Unterordner für die Benutzer an und konfiguriert automatisch entsprechende Rechte exklusiv für den Benutzer, genauso wie bei den Profilen (siehe: Abbildung 7).

weiter mit: Skripte passen Einstellungen und Symbole von Bibliotheken an

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