Der offene Hypervisor für Enterprise-Virtualisierung Der Open Source-Virtualisierer XCP-ng für das Rechenzentrum

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Virtualisierung bleibt ein zentrales Element von IT-Infrastrukturen, doch nicht jedes Unternehmen will sich an proprietäre Lizenzmodelle binden oder auf externe Cloud-Anbieter angewiesen sein. „XCP-ng“ setzt genau hier an.

„XCP-ng“, ein Fork von der Citrix-Software „Xenserver“ etabliert sich als quelloffener Hypervisor für die Enterprise-Virtualisierung. (Bild:  Thomas Joos)
„XCP-ng“, ein Fork von der Citrix-Software „Xenserver“ etabliert sich als quelloffener Hypervisor für die Enterprise-Virtualisierung.
(Bild: Thomas Joos)

Als vollständig offene Plattform kombiniert das Tool XCP-ng leistungsfähige Virtualisierung mit zentralem Management, integrierten Backup-Funktionen und einem wachstumsfähigen Ökosystem. Entstanden ist es aus einem Community-getriebenen Fork von „Citrix Xenserver“.

Nun hat sich er ursprünglich als Nachfolger der „Xen Cloud Platform“ zu einer stabilen Alternative im Enterprise-Bereich entwickelt, unter anderem durch technische Eigenständigkeit, kontinuierliche Community-Einbindung und langfristige Unterstützung durch die Linux Foundation. XCP-ng positioniert sich als vollständige, quelloffene Virtualisierungsplattform mit direkter Anbindung an den „Xen“-Hypervisor und zentralem Management über „Xen Orchestra“. e

Architektur und Verwaltungskonzept

Die Plattform setzt vollständig auf Bare-Metal-Installationen und bindet sich nahtlos in bestehende Infrastruktur ein. Über die zentrale API-Architektur kommuniziert der Verwaltungs-Stack mit dem 'Pool Master', so dass alle Clients, ob stateless oder stateful, nur einen Einstiegspunkt benötigen.

Die technische Basis bildet der Xen-Hypervisor, ergänzt durch native Unterstützung für Agentless-Backup, Lifecycle-Verwaltung und orchestriertes VM-Monitoring. Xen Orchestra fungiert als umfassende Oberfläche für alle administrativen Aufgaben: von der grafischen Steuerung über Live-Migration bis hin zu rollenbasierten Zugriffskontrollen und Cluster-Überwachung.

Von der Appliance zur skalierbaren Plattform

Die Installation erfolgt über ein schlankes ISO-Abbild, das als vorkonfigurierte Turnkey-Lösung bereitgestellt wird. In der aktuellen „Version 8.3 LTS“ stehen sowohl ein vollständiges als auch ein reduziertes „Netinstall“-Image zur Verfügung. Die Plattform erfordert keine tiefergehenden Linux-Kenntnisse, kann aber bei Bedarf über CLI und Automatisierungs-Tools wie „Ansible“, „Terraform“ oder „Packer“ erweitert werden.

XCP-ng ist auf Modularität und Skalierbarkeit ausgelegt. Durch horizontale Erweiterung der Host-Infrastruktur lässt sich eine eigene Cloud-Umgebung aufbauen, die Live-Migration zwischen Knoten weltweit unterstützt, ohne Betriebsunterbrechung und unabhängig von Drittanbietern oder proprietären Schnittstellen.

Als offizielles Xen-Projekt unter dem Dach der Linux Foundation verfolgt XCP-ng das Ziel, eine zugängliche, auditierbare und erweiterbare Plattform für professionelle Virtualisierungs-Workloads bereitzustellen. Architektonisch lehnt sich XCP-ng an das VMware-Modell an, verzichtet aber vollständig auf kommerzielle Einschränkungen oder Lizenzmechanismen.

Funktionen wie Hochverfügbarkeit, zentralisiertes Management, Multi-Host-Setups und Backup sind nativ verfügbar. Die Migration von VMware-Systemen wird aktiv unterstützt, ebenso der Umstieg von Citrix XenServer-Umgebungen.

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