Siemens-Studie zeigt Zusammenhänge auf Datenmangel in Unternehmen erschwert Dekarbonisierung

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Eine aktuelle Studie von Siemens zeigt, dass Verfügbarkeit und Zugang zu den richtigen Daten als zentrale Herausforderungen bei der Dekarbonisierung gelten. KI wird als einflussreichste Technologie hinsichtlich Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz bewertet.

Probleme mit der Datenverfügbarkeit bremsen die Dekarbonisierung laut einer aktuellen Siemens-Studie aus.(Bild:  Siemens)
Probleme mit der Datenverfügbarkeit bremsen die Dekarbonisierung laut einer aktuellen Siemens-Studie aus.
(Bild: Siemens)

Auf Basis einer Umfrage unter 650 Führungskräften hat Siemens Smart Infrastructure die Studie „Digital Transformation, Sustainable Returns: The New Pathway of Infrastructure“ veröffentlicht. Sie untersucht, wie Digitalisierung die Dekarbonisierung beschleunigt und die weltweite Infrastruktur transformiert – insbesondere in den Bereichen Energie, Gebäude und industrielle Prozesse. Eines der wesentlichen Ergebnisse: Trotz erheblicher Fortschritte in den vergangenen Jahren zeigt sich immer noch enormes ungenutztes Potenzial, vor allem in Hinsicht auf datengesteuerte Betriebsabläufe.

„Die Digitalisierung ist ein zentraler Treiber für Nachhaltigkeit, wobei die Dekarbonisierung unserer Gebäude, Netze und Infrastruktur bereits mit den heute verfügbaren Lösungen in greifbarer Nähe ist. Da beispielsweise das IoT die Kosten für intelligente Gebäudetechnologie reduziert, können wir Systeme vernetzen, den Energieverbrauch reduzieren und enorme Einsparungen erzielen“, erklärt Thomas Kiessling, CTO von Siemens Smart Infrastructure. Um die Dekarbonisierung zu beschleunigen und wichtige Klimaziele zu erreichen, müsse man digitale Technologien wie KI und IoT transformativ nutzen. „Die Lösungen dafür existieren bereits, die Einsparungen sind offensichtlich – es gibt keinen Grund, nicht jetzt zu handeln“, so Kiessling.

Großes Potenzial, aber auch große Hindernisse

Digitale Technologien spielen eine entscheidende Rolle bei der Dekarbonisierung, einem optimierten Ressourceneinsatz und der Integration erneuerbarer Energien. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) sieht hier erhebliches oder enormes Potenzial. Allerdings sehen die restlichen 45 Prozent wenig oder gar kein Potenzial. Dies deutet laut Siemens darauf hin, dass das Zusammenspiel von Digitalisierung und Dekarbonisierung möglicherweise nicht vollständig bewusst ist.

54 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass ihre Unternehmen ausgereifte oder weit fortgeschrittene datengesteuerte Betriebsabläufe aufweisen. Die Datenverfügbarkeit stellt dabei eine der größten Herausforderungen für Dekarbonisierungsmaßnahmen dar: 46 Prozent haben keine Leistungsdaten ihrer Anlagen und Maschinen, 44 Prozent verfügen über keinerlei Emissionsdaten und 30 Prozent fehlt es an Energieverbrauchsdaten. Doch selbst bei verfügbaren Daten können Unternehmen oftmals die Informationen aus verschiedenen Quellen nicht effektiv verwalten, analysieren und nutzen. Die Befragten sind sich einig, dass die Datenmenge erhöht sowie deren Qualität und die Verfügbarkeit verbessert werden müsse, um fundierte Entscheidungen für bessere Effizienz- und Nachhaltigkeitsergebnisse zu treffen.

Die Studie zeigt außerdem, dass von KI die größte positive Auswirkung auf Dekarbonisierung und Ressourceneffizienz erwartet wird. 33 Prozent meinen, dass KI in den kommenden drei Jahren den größten Einfluss haben wird. Ebenfalls große Auswirkungen haben Lösungen wie IoT, digitale Zwillinge, intelligente Netze und Edge-Technologien.

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