Private Fotos und Videos, Software as a Service oder die Migration ganzer Enterprise Ressource Planning oder Core Banking Systeme – die ganze Welt drängt in die Cloud. Dass sich hinter dem poetischen Begriff „Cloud“ tatsächlich kein nebulöser Ort in der Erdatmosphäre, sondern ganz konkrete Rechenkapazitäten verbergen, ist den wenigsten Nutzern wirklich bewusst. Für die Betreiber ist der aktuelle Trend zur Cloud allerdings Segen und Herausforderung zugleich.
Auf den Dächern des Facility-Gebäudes und eines der Rechenzentrumsgebäude von Telehouse in Frankfurt am Main.
(Bild: Ulrike Ostler)
Die stetige Zunahme der Cloud-Nutzung als Speicherplatz, Rechenkapazität und Softwarebasis ist für die Betreiber großer Rechenzentren selbstverständlich eine äußerst erfreuliche Entwicklung. Ermöglicht wurde diese auch durch einen deutlichen Zuwachs an Datensicherheit, der das Vertrauen der Nutzer in die Cloud nachhaltig erhöht hat.
Gleichzeitig bedeuten die gestiegenen Sicherheitsanforderungen aber auch Mehraufwand und Mehrkosten. Und natürlich lockt der „Cloud-Boom“ neue Player an, die versuchen, unter anderem über den Preis zu punkten. In dieser Situation wird das Energie-Management für die Betreiber zum zentralen Thema, weil es sowohl sicherheits- und kostenrelevant ist als auch die Verfügbarkeit des Rechenzentrums erhöht.
Sicherheitsanforderungen steigen nicht nur virtuell
Wenn es um Datensicherheit geht, nimmt in der öffentlichen Wahrnehmung das Thema Cyber-Sicherheit den größten Raum ein. Leicht in Vergessenheit gerät dabei die Herausforderung, die physische Sicherheit eines Rechenzentrums zu gewährleisten. Denn tatsächlich sind rund fünfzig Prozent der drohenden Gefahren auf physische Ursachen zurückzuführen.
Und gar nicht selten steckt menschliches Versagen dahinter, sei es durch mangelnde Wartung oder beispielsweise Social Fishing. Da ist es nur logisch, dass neue Sicherheitsstandards, wie die EU-Norm EN50600 oder die internationale Norm internationale Norm ISO/IEC 27001:2013 die Sicherstellung der Verfügbarkeit von IT-Systemen und -Prozessen sowie der Vertraulichkeit der Informationen und eine lückenlose Dokumentation verlangen.
Energie-Effizienz ist der erfolgsentscheidende Kostenfaktor
Der mit Abstand größte Kostenblock beim Betrieb eines Rechenzentrums ist die elektrische Energie. Sie wird nicht nur gebraucht, um ein große Anzahl an Hochleistungsservern zu betreiben, Rechenzentren bestehen aus einer Vielzahl von Einzelkomponenten, die ein gemeinsames System bilden. Je nach Größe und Zweck eines Rechenzentrums kann der Aufbau sehr unterschiedlich sein.
Server, Speicher und Netzwerk werden genauso für den Betrieb benötigt, wie Kühlung/Klimatisierung und Brandschutzeinrichtungen. Letztendlich entscheidet die Energieeffizienz darüber, zu welchem Preis ein Betreiber seine Rechenleistung auf dem Markt anbieten kann. Stromsparen wird also zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Software-basiertes Monitoring hilft Energie zu sparen
Nur wer seinen Energieverbrauch kontinuierlich im Blick hat, kann eine optimale Effizienz sicherstellen. Ziel ist es, die Infrastruktur per Monitoring auf Ihren idealen Arbeitspunkt zu fahren kann. Auch Stromverbrauch und Temperatur-Management können mit intelligentem Monitoring ökonomisch effizient gesteuert werden.
Dabei bezieht sich das Monitoring nicht nur auf die Rechner, sondern auch auf Kältetechnik, Zutrittskontrollen und alle anderen elektrischen Komponenten. So können mit den meisten DCIM-Tools (Datacenter Infrastructure Management) sowohl einzelne Verbraucher als auch Verbrauchergruppen und das Gesamtsystem in vorgegebenen Zyklen gecheckt werden, um die Power Usage Effectiveness (PUE) und die partial Power Usage Effectiveness (pPUE) jederzeit im Blick zu haben. Bei Abweichungen des Energieverbrauchs oder Überschreitung zuvor definierter Schwellwerte erfolgt umgehend eine Warnung.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Effizienz-Managements ist der Austausch von Rechnern zum wirtschaftlich und energietechnisch optimalen Zeitpunkt. Alle wichtigen Faktoren dieser Entscheidung, wie Einsatzzeit, Prozessorgeneration, pPUE können mit moderner Management-Software jederzeit übersichtlich abgerufen werden. Auch Wartungskonzepte und Planungen können hier hinterlegt werden, so dass entsprechende Anforderungen automatisch erfolgen.
Lückenlose Dokumentation = Sicherheitsstandard
Moderne Energie-Management-Tools, Zum Beispiel der AT+C Verbindungsmanger „VM.7“ erledigen gleichzeitig die regelkonforme Dokumentation. Denn die Sicherheit ist die zweite wichtige Säule des Rechenzentrums-Managements. So müssen sämtliche Zutritte, Eingriffe und Veränderungen jederzeit lückenlos nachvollziehbar sein.
Intelligente Software-Tools, wie VM.7 bieten eine automatische Dokumentation sämtlicher Vorgänge. Dazu ermöglichen sie auch die Anbindung von spezialisierten Wekzeugen Dritter, um alle Daten an einer zentralen Stelle abrufen und administrieren zu können. Selbst komplexe Dokumentationsanforderungen können damit erfüllt werden.
Automatisches Infrastruktur Management (AIM) reduziert die Fehlerquote
Auch beim Patchen an sicherheitskritischen Verteilern leisten moderne Monitoring-Werkzeuge Unterstützung. Das Erkennen der Verbindungskabel und ihrer jeweiligen Stecker erfolgt via RFID-Identifikation, so dass Verwechslungen ausgeschlossen werden.
Und auch die Dokumentation erfolgt automatisch. Die äußerst fehlerhafte und unsichere „lebende Dokumentation“ auf Papierzetteln im Verteilerschrank gehört damit ebenso der Vergangenheit an wie die unübersichtliche und oft auch unvollständige Protokollierung in externen Programmen wie Excel.
Stand: 08.12.2025
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* Die Autorin Cora Rosenkranz hat diesen Beitrag im Auftrag von AT+C erstellt.