Das ursprünglich kanadische KI-Unternehmen Cohere dürfte hierzulande noch weitgehend unbekannt sein. Doch das dürfte sich insbesondere wegen jüngst verkündeter Kooperationen mit SAP und Dell Technologies vermutlich alsbald ändern. Der Unternehmensfokus liegt auf der Bereitstellung von großen lernenden Sprachmodellen für den Unternehmenseinsatz.
Die KI-Modelle von Cohere lassen sich mithilfe von Low-Code in Kunden-Workflows integrieren, einem Fein-Tuning unterziehen, ermöglichen die Integration verschiedener Datenquellen, sind Cloud-unabhängig und nun bei Dell Technologies sowie SAP zu finden.
(Bild: Cohere)
Das Unternehmen, das in Toronto und San Francisco beheimatet ist, aber auch Büros in London und New York unterhält, wurde 2029 von Aidan Gomez, Ivan Zhang und Nick Frosst gegründet. Es entwickelt leistungsfähige Large Language Models (LLMs), die Unternehmen bei Aufgaben wie Textzusammenfassungen, Klassifikationen, Informationssuche und der Erstellung von Inhalten unterstützen.
Die Modelle sind über APIs zugänglich, Das vereinfacht prinzipielle eine einfache Integration in bestehende Systeme und flexible Bereitstellungsoptionen, einschließlich On-Premises, Private Cloud und über Plattformen wie „Amazon Sagemaker„ sowie „Google Vertex AI“. Das vielleicht bisher bekannteste Projekt ist „Aya", ein Sprachmodell, das über 100 Sprachen unterstützt und in Zusammenarbeit mit über 3.000 Forschern weltweit entwickelt wurde.
Die jüngsten Kooperationen zielten darauf, so Cohere, gemeinsam intelligente und effiziente agentenbasierte KI-Plattformen und -Modelle in die stark regulierten Sektoren bringen, die Dell Technologies und SAP bedienen, und Kunden dabei unterstützen, KI-Agenten schnell in ihrer Belegschaft zu skalieren. In den SAP-News heißt es dazu: „Die Einführung von KI in Unternehmen erfordert mehr als nur leistungsfähige Modelle; sie erfordert Vertrauen, Skalierbarkeit und praktische Anwendbarkeit.“ Und weiter wird Cohere als „Anbieter von sicherer, unternehmenstauglicher KI“ bezeichnet.
Die Cohere-Software „Cohere North“ wird Bestandteil von „Dell AI Factory“.
(Bild: Cohere)
Die Partnerschaft mit Dell Technologies
Die Kooperation mit Dell Technologies dreht sich um Agentic AI, optimiert für die „Dell AI Factory“. Diese Zusammenarbeit umfasst die Integration der KI-Workspace-Plattform von „Cohere North“ in die Infrastruktur von Dell, um so ein End-to-End-Angebot zu schaffen.
Die „Dell Technologies World“, die vor Kurzem in Las Vegas stattgefunden hat und auf der die Bekanntgabe der Zusammenarbeit erfolgt ist, drehte sich in großen Teilen um „Repatriation“, also die Rückkehr von Unternehmensdaten und -anwendungen aus Public Clouds. So ist Dell ist der erste OEM, der die On-Prem-Fähigkeiten von Cohere North für Unternehmen bereitstellt. Los geht es mit einer Single-Node-Bereitstellung. Kombiniert werden dazu „Poweredge“-Server, in die Nvidia-GPUs eingebaut sind, und Optionen für „Powerscale“-Speicher sowie „Powerswitch“-Netzwerke. Weiterhin macht die Factory Nvidia-Software und Managed Services aus.
Allerdings können Unternehmen auch vergleichsweise nahtlos On-Premises- und Cloud-basierte Datenquellen verbinden. Sie können KI-Agenten und autonome Workflows erstellen und so Aufgaben automatisieren und Abläufe rationalisieren. Positive Erwähnung hat zudem gefunden, dass die Cohere-Software bereits Sicherheitsmaßnahmen wie Pass-Through-Identität und rollenbasierte Zugriffe mitbringt.
Zu den Vorteilen, die Cohere und Dell Technologies nennen, gehören neben einer schnelle Bereitstellung
der Support - praktische Anleitung und Dell-Support sollen sicherstellen, dass die Kunden bei der Einbindung, Integration und Wartung erfolgreich sind
Kosteneffizienz - der Single-Node-Formfaktor ermögliche es Kunden, fortschrittliche KI-Funktionen ohne große Vorabinvestitionen zu testen und einzuführen
Ihab Tarazi, SVP, ISG CTIO bei Dell, sagt: „Wir sind stolz darauf, der erste Anbieter zu sein, der die Fähigkeiten von Cohere North für Unternehmen vor Ort bereitstellt. [...]. Es geht darum, eine sichere Lösung mit intelligenten Einblicken, optimierten Arbeitsabläufen und einer robusten Kontrolle darüber, wo die Daten gespeichert werden, zu liefern." Die North-Plattform von Cohere biete ein Framework, das intelligente, autonome Workflows unterstütze und KI-Agenten mit Entscheidungsfunktionen kombiniere.
Dell hat seine 'AI Factory' im Mai des vergangenen Jahres vorgestellt und hat bis zur DTW 2025 in diesem Mai bereits 3.000 Kunden gewinnen können. Während der Konferenz hat der Hersteller neue Poweredge-Server mit „Nvidia Blackwell Ultra“-GPUs zum Angebot hinzugenommen.
Die Modelle von Cohere unterstützen die agentenbasierte KI für die „SAP Business Suite“ und stehen den Kunden über den generativen KI-Hub in „SAP AI Core“ zur Verfügung.
(Bild: Cohere)
Die SAP-Kooperation
Ebenfalls zur Dell Technologies World hat Cohere heute seine Partnerschaft mit SAP bekannt gegeben. Die Modelle von Cohere werden in die „SAP Business Suite“ eingebettet. Außerdem ist geplant, die Modelle über den generativen KI-Hub in „SAP AI Core“ auf der „SAP Business Technology Platform“ (SAP BTP) zur Verfügung zu stellen.
Stand: 08.12.2025
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Somit können Unternehmen, die bereits SAP nutzen, die Modelle in ihre bestehenden Arbeitsabläufe einbinden. Cohere verweist darauf, dass die generativen Modelle der „Command“-Reihe sowie die Such- und Abfragemodelle „Embed“ und „Rerank“ mehrsprachig sind und für domänenspezifische Anwendungsfälle optimiert. Das mache sie insbesondere für die globale SAP-Kunden in regulierten Branchen wie dem Finanzwesen, dem Gesundheitswesen und der Fertigung relevant.
SAP-Verantwortliche sehen darin eine „Erweiterung des Portfolios vertrauenswürdiger KI-Modelle von SAP“. Auf der Unternehmenseite heißt es: „SAP Business AI basiert auf Vertrauen. Unsere Kunden erwarten und verdienen KI, die ihren Datenschutz respektiert, in ihre betrieblichen Abläufe passt und den Kontext und die Komplexität ihrer Branchen versteht. Cohere's Fokus auf Sicherheit, Effizienz und Unternehmensanwendbarkeit passt perfekt zu SAP's Ansatz für Business AI und unserem generativen AI Hub.“
SAP ist Partner für Cohere Reasoning-Modelle
Im Rahmen der Partnerschaft plant SAP zudem, als einer der ersten Partner das kommende Reasoning-Modell von Cohere anzubieten, ein speziell entwickeltes, hocheffizientes Modell, das für agentenbasierte Anwendungsfälle entwickelt wurde. Reasoning-Modelle können mehr oder weniger selbsttätig 'Schlussfolgerungen" ziehen.
Dazu meldet SAP: „Wir sehen hier ein enormes Potenzial.“ Die Vision von zusammenarbeitenden KI-Agenten, die in der Lage sind, komplexe, mehrstufige Aufgaben systemübergreifend zu automatisieren, erforderten, nicht nur Größe, sondern auch 'logisches Denken', egal ob es darum gehe, Berater bei der Konfiguration eines Systems oder den Kundenservice bei der Lösung von systemübergreifenden Problemen zu unterstützen. „Das Argumentationsmodell von Cohere ist genau dafür ausgelegt.“