BPM ist keine Frage des Entweder-oder

Cloud oder On-Premise? BPM erzwingt keine Entscheidung

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BPM On-Premise: Der klassische Weg

Klassische On-Premise-Lösungen etablierter Anbieter verfügen zwar bislang nach wie vor über die besten Möglichkeiten zur Integration einzelner Komponenten, sind aber im Hinblick auf die Offenheit gegenüber unterschiedlichen Plattformen beschränkt. Insbesondere für Unternehmen, die eine hohe Adaptions- und Veränderungsfähigkeit ihrer Kernprozesse aufrechterhalten müssen, kann hierin eine kritische Restriktion liegen, wenn immer wieder neue IT-Prozesse implementiert werden müssen: Beispielsweise wenn neue Kundensegmentierungen, Neustrukturierungen der Wertschöpfungskette, Veränderungen der Produktionsprozesse oder die Einführung neuer Bilanzierungs- oder Compliance-Regeln umzusetzen sind.

BPM vereint bekannte Welten, aber lässt auch die Entdeckung von Terra incognita zu.
BPM vereint bekannte Welten, aber lässt auch die Entdeckung von Terra incognita zu.
(Bild: michaeljayberlin/ Fotolia.com)

Gewisse Vorteile bieten hier auf offenen Standards basierende Lösungen. Allerdings sind auch sie an das spezifische Anforderungsprofil anzupassen und zu erweitern, was teilweise in hohem Ressourcenaufwand resultieren kann.

BPM aus der Cloud: Die Antwort auf die Komplexitätsexplosion

Eine mögliche Alternative bieten deshalb Cloud-basierte BPM-Lösungen. Deren Vorteile liegen insbesondere in der schnellen und kostengünstigen Anpassung an sich ändernde Bedarfe, da sowohl die Lizenz- und Hardwarekosten als auch die Leistungsanforderungen an die interne IT-Kompetenz deutlich niedriger sind.

Beispielsweise ist ein virtueller Server für spezifische, auslagerbare Aufgaben wie die Urlaubsplanung auch für kleine Unternehmen eine attraktive Variante. BPM-Angebote aus der Cloud bieten zudem eine wesentlich höhere operative Skalierbarkeit, was gerade im Hinblick auf volatile Märkte und Geschäftsmodelle ein wichtiger Faktor ist.

So lässt sich die verfügbare Rechenleistung zum Beispiel abhängig davon skalieren, ob bei regelmäßigen Prozessen wie Rechnungsläufen am Monatsende oder beim Jahresabschluss ein höheres Daten- beziehungsweise Rechenvolumen notwendig ist. Die meisten modernen Cloud-Lösungen lassen sich darüber hinaus inzwischen einfach in bestehende Umgebungen integrieren und standardisieren zuverlässige Schnittstellen wie etwa beim Identity-Management.

Ein weiterer wesentlicher Vorteil der Cloud-basierten Lösungen liegt in der verhältnismäßig einfachen Integration von unternehmensübergreifenden Abläufen: Die zunehmend enge Zusammenarbeit innerhalb der Wertschöpfungskette erfordert auch BPM-Ansätze, die nicht nur die eigenen Systeme, Datenbanken und Prozesse integriert, sondern kollaborative Management-Lösungen ermöglicht, die im Extremfall vom Rohstofflieferanten bis hin zum Endkunden-Vertrieb reichen. Eine Aufgabe, deren Bewältigung über On-Premise-Lösungen mit enormen technologischen, rechtlichen und finanziellen Herausforderungen einhergeht.

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