Anbieter zum Thema
Das Einsparungspotenzial
Die Einführung von Cloud-Technologien ist kein Selbstzweck. Dahinter steht das Versprechen realer Kosteneinsparung. Die Virtualisierung und Bereitstellung von Software, Speicher, Rechenleistung und IT-Infrastrukturen über das Internet könnte Unternehmen nach Analysen von A.T. Kearney bis zu 25 Prozent ihrer IT-Kosten einsparen.
„Die Vorteile von Cloud Computing liegen auf der Hand: Unternehmen müssen nur noch genau die IT-Leistung bezahlen, die sie auch wirklich nutzen, da alle Services bedarfsgerecht skaliert und aus Fixkosten variable Kosten werden“, sagt Michael Römer, Prinzipal bei A.T. Kearney und Autor der Studie.
Barrieren bei der Nutzung
IT-Managern fehlt bisher das Vertrauen in die Daten-Sicherheit und sie sehen Cloud als unvereinbar mit unternehmensinterner IT-Compliance an. Als weiteres Manko wird in den IT-Organisationen die fehlende Transparenz vor allem in Bezug auf die IT-Kosten pro IT-Service genannt – eine Grundvoraussetzung zum Nachweis der Wirtschaftlichkeit einer Verlagerung von Services in das Internet.
„Die Gründe dafür liegen jedoch nicht allein in den IT-Abteilungen“, sagt Dr. Marcus Eul, Partner bei A.T. Kearney und Experte für strategisches IT-Management: „Beim Thema Verlagerung von IT-Services an IT-Dienstleister sind in den meisten Fällen die Konzepte der IT-Dienstleister noch nicht ausreichend formuliert und gegen bereits bestehende Services und Produkte abgegrenzt.“
So zeigt die Studie von A.T. Kearney, dass 30 Prozent der Unternehmen Cloud Computing als einen von der IT-Industrie generierten Hype ansehen, um Outsourcing zu beschleunigen. „Am Ende fragen CIOs nach dem Mehrwert von ‚Cloud Computing‘ gegenüber dem klassischen Outsourcing. Ist dieser nicht überzeugend, wird die Priorität des Themas gleich herabgesetzt“, sagt Eul.
Ganz besonders für geschäftskritische Applikationen wie beispielsweise für die Bereiche Billing, Forschung und Entwicklung sowie Produktion räumen die befragten IT-Manager Cloud Computing-Services sowohl mittelfristig als auch in den nächsten fünf Jahren nur ein geringes Realisierungspotenzial ein. Eine hohe Relevanz wird dagegen in den Bereichen CRM, ERP, eMail und Video Conferencing sowie Call Center-Lösungen gesehen.
„Sollte Cloud Computing – insbesondere im IT-Infrastrukturbereich – an Akzeptanz gewinnen, wird sich der bereits jetzt schon intensive Konsolidierungsprozess der IT-Dienstleistungsindustrie weiter verschärfen, denn nur Anbieter mit den niedrigsten Stückkosten werden überleben, und das sind die großen Player mit Zugang zu Technologie und billiger Energie“, sagt Holger Röder, Partner und Leiter des Bereichs IT-Strategieberatung von A.T. Kearney.
(ID:2044298)