26-MW-KI-Rechenzentrum Chinesisches Datacenter entsteht in Finnland

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Mit einem neuen Projekt in Südfinnland erweitert ein chinesisch gestützter Investor seine Präsenz im europäischen Rechenzentrumsmarkt. Der Standort Mikkeli rückt damit in den Fokus.

Feierliche Vertragsunterzeichnung in Mikkeli: Dr. Tingjun Yang, CEO von 3 E Network, und Topiantti Äikäs, Leiter der Flächennutzung der Stadt, besiegeln den Pachtvertrag für das Rechenzentrumsareal.(Bild:  Stadt Mikkeli)
Feierliche Vertragsunterzeichnung in Mikkeli: Dr. Tingjun Yang, CEO von 3 E Network, und Topiantti Äikäs, Leiter der Flächennutzung der Stadt, besiegeln den Pachtvertrag für das Rechenzentrumsareal.
(Bild: Stadt Mikkeli)

Das Unternehmen Aurora Core Technology plant den Bau eines Rechenzentrums im Industriegebiet „Pellosniemi“ südlich der Stadt Mikkeli. Aurora Core Technology ist eine finnische Tochtergesellschaft des chinesischen IT-Anbieters 3 E Tech. Die entsprechende Vereinbarung mit der Stadt wurde im Dezember 2025 unterzeichnet.

Das geplante Areal umfasst rund 101.000 Quadratmeter. Die erste Ausbaustufe sieht eine IT-Leistung von 6 Megawatt vor. In den Folgejahren sollen jährlich mindestens weitere 10 Megawatt hinzukommen.

Nach Angaben der Stadt liegt das Grundstück in unmittelbarer Nähe zu Energieinfrastruktur, die perspektivisch eine Netzanschlussleistung von bis zu 50 Megawatt ermöglichen könnte. Auf der Webseite des chinesischen Anbieters 3 E Network Technology ist die Rede von einem 26-MW-KI-Datacenter.

Für die Realisierung arbeitet 3 E Tech mit dem finnischen Unternehmen Orka Technologies zusammen. Beide Firmen kooperieren bereits seit dem vergangenen Jahr bei einem weiteren Rechenzentrumsprojekt in Finnland. Orka Technologies übernimmt dabei die lokale Projektentwicklung und Schnittstellen zu Behörden und Versorgern.

Finnland als Ziel internationaler Betreiber

Finnland entwickelt sich seit einigen Jahren zu einem bevorzugten Standort für Rechenzentren. Gründe dafür sind ein vergleichsweise stabiles Energiesystem, niedrige Durchschnittstemperaturen sowie politische und regulatorische Verlässlichkeit. Während sich viele bestehende Rechenzentren im Großraum Helsinki konzentrieren, gewinnen zunehmend auch regionale Standorte an Bedeutung.

Etablierte Betreiber wie Verne, Equinix und Atnorth sind bereits im Land vertreten. Parallel planen neue Anbieter wie Polarnode, FCDC, Arcem und Hyperco mehrere Projekte. Auch internationale Akteure wie QTS, Pure und Day One prüfen oder realisieren derzeit Investitionen.

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