Edge-Computing und Abwärmenutzung Bitheat verbindet Immersionskühlung mit Gebäudewärme

Quelle: Pressemitteilung Lindner Group 2 min Lesedauer

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Serverwärme aus Edge-Modulen direkt in Heizsysteme von Büros oder Hotels einspeisen: Genau das ist der Ansatz hinter dem Modul „Bitheat“. Die Lindner Group verknüpft dafür Immersionskühlung, lokale Rechenleistung und Wärmenutzung im Gebäude. Der Marktstart für „Bitheat Model One“ ist für 2027 vorgesehen.

Aktuell laufen Pilotinstallationen in Hotels und Bürogebäuden. Geprüft wird die Kompatibilität mit diversen Heizsystemen und das Verhalten unter Dauerlast.(Bild:  Lindner Group)
Aktuell laufen Pilotinstallationen in Hotels und Bürogebäuden. Geprüft wird die Kompatibilität mit diversen Heizsystemen und das Verhalten unter Dauerlast.
(Bild: Lindner Group)

Die Lindner Group stellt mit Bitheat ein kompaktes Edge-Cloud-Modul vor, das Rechenleistung und Wärmenutzung im Gebäude zusammenführt. Das erste Modul, „Bitheat Model One“, soll Rechenleistung vor Ort bereitstellen und die entstehende Abwärme für Heizung oder Warmwasser nutzbar machen.

Damit zielt das Unternehmen auf eine dezentrale IT-Infrastruktur, die klassische Rechenzentren ergänzt und Daten am Entstehungsort verarbeitet. Lindner ordnet Bitheat als Baustein für mehr digitale Souveränität ein.

Kompaktes Modul für den Vor-Ort-Einsatz

Proof of Concept: Das Plug-and-Play-Modul „Bitheat Model One“ kann direkt an den Kreislauf angeschlossen werden und durch seine kompakte Größe an vielen Orten in Einsatz kommen. (Bild:  Lindner Group)
Proof of Concept: Das Plug-and-Play-Modul „Bitheat Model One“ kann direkt an den Kreislauf angeschlossen werden und durch seine kompakte Größe an vielen Orten in Einsatz kommen.
(Bild: Lindner Group)

„BitHeat Model One“ ist ein Plug-and-Play-Modul mit Abmessungen von rund 610 × 624 × 1.220 Millimetern. Die Einheit liefert laut Hersteller bis zu 3 Kilowatt (kW) Leistung und lässt sich dort einsetzen, wo ein Anschluss an ein bestehendes Heizsystem möglich ist. Als erste Zielgruppe nennt Lindner kleine und mittlere Unternehmen sowie Hotels.

Technisch verknüpft das System IT-Infrastruktur mit Gebäudetechnik. Der Strom soll vorrangig aus lokal erzeugter erneuerbarer Energie stammen. Diese Energie wird am Standort unmittelbar in Rechenleistung und nutzbare Wärme überführt. Weil Erzeugung, Verarbeitung und Nutzung am selben Ort zusammenlaufen, sollen so Transport- und dabei entstehende Transformationsverluste sinken.

Die Immersionskühlung

Dank der Immersionskühlung, also das Eintauchen der Server in ein nicht leitendes Kühlöl, kommt das Modul dadurch laut Lindner ohne weitere separate Kühleinheit aus. Das Öl bleibt in einem geschlossenen Kreislauf.

Zusätzliche Kühlwasser- oder Kältemittelströme sind nicht vorgesehen. Die entstehende Abwärme wird über einen Wärmetauscher in den Heizkreislauf des Gebäudes übertragen.

Das geschlossene System schützt die Hardware zudem vor Staub und Schmutz. Das soll die Lebensdauer der verbauten Komponenten auf etwa sechs bis acht Jahre erhöhen. Das Modul ist als ergänzendes Heizsystem ausgelegt. Bitheat übernimmt die Grundlast und die vorhandenen Heizsysteme sollen weiterhin zur Abdeckung von Spitzenlasten dienen.

Entstanden ist Bitheat im Rahmen des Projekts „„Bigreen““, ausgeschrieben: „Building Integrated Green Edge Cloud Native“. Das Vorhaben ist Teil der europäischen „8ra“-Initiative, die im Umfeld von „Ipcei-Cis“, also „Important Project of Common European Interest – Cloud Infrastructure and Service“, eine dezentrale Cloud-Architektur in Europa voranbringen soll. Lindner verortet Bitheat damit ausdrücklich in einem europäischen Infrastrukturansatz.

Aktuell laufen Pilotinstallationen in Hotels und Bürogebäuden. Dort prüft das Unternehmen unter anderem die Kompatibilität mit unterschiedlichen Heizsystemen sowie das Verhalten unter Dauerlast und rechenintensiven Workloads, darunter CPU-basierte Large Language Models, also Sprachmodelle. Bitheat Model One befindet sich zudem im CE-Zertifizierungsprozess. Der Markteintritt ist für 2027 geplant.

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