TNS Infratest und T-Systems studieren: Wer braucht HANA?

Big Data und In-Memory sind zwei Paar Schuhe

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SQL Server 2012 schlägt HANA

Immer schneller müssen Unternehmen aus Unmengen von Daten entscheidungsrelevate Informationen extrahieren.
Immer schneller müssen Unternehmen aus Unmengen von Daten entscheidungsrelevate Informationen extrahieren.
(Bild: TNS Infratest/T-Systems)
Wenn es um In-Memory-Produkte geht, hat das Marketing von SAP offenbar einen guten Job gemacht. Das Produkt „SAP HANA“ ist jetzt seit rund einem Jahr auf dem Markt und bereits 63 Prozent der Befragten kennen die Technik, 28 Prozent der Entscheider bauen eine In-Memory-Strategie darauf auf.

Damit liegt HANA im Bekanntheits-Ranking auf Platz 2, hinter dem Microsoft-Produkt „SQL Server 2012“, das seit dem jüngsten Release In-Memory-fähig ist. Die Studienmacher geben allerdings zu bedenken, „dass der Begriff SQL per se den Anschein von Bekanntheit vermittelt, da es sich hierbei um einen Standard im Bereich der Datenbanken handelt.“

Mit einbezogen in die Liste der bekanntesten In-Memory-Datenbanken wurden auch „Solid DB“ von IBM sowie „Times Ten“ von Oracle. Ein Viertel gibt an, „ASE 15.5“ von Sybase (gehört mittlerweile zu SAP) sowie „Gemstone“ von VMware zu kennen (siehe: Abbildung 12).

SAP plant ...

Allerdings gehen die Erwartungen von SAP an HANA und die der Anwender weit auseinander: SAP plant mit der In-Memory-Technologie das gesamte hauseigene Softwareportfolio zu erneuern. Schon mittelfristig will SAP die Technik als grundlegende Datenbank für alle neuen SAP-Applikationen nutzen.

Das entsprechende Projekt „Orange“ soll 2013 abgeschlossen sein und den Anwendern ermöglichen, bestehende Datenbanken für das bisherige „SAP Business Information Warehouse“ (BW) zu ersetzen. Die HANA-Appliance würde damit zum „single point of entry“.

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Doch das Potenzial könnte noch größer sein. Insbesondere die Positionierung von SAP HANA als Datenbank für die gesamte SAP Business Suite ab 2013 sei eine Entwicklung, die einen Paradigmenwechsel in der Nutzung und grundsätzlichen Architektur komplexer Datenbanklandschaften für transaktionale Systeme initiieren könnte, lautet die Überlegung der Studie.

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