Daten-Künstler gesucht! Big Data schafft Jobs und neue Berufe – Data-Scientists und -Artists
Das Potenzial in Big Data zu entdecken, kann nicht eine Nebenaufgabe von IT-Verantwortlichen oder Mitarbeitern aus den Fachverfahren sein. Die Unternehmen müssen in spezifisch ausgebildete Mitarbeiter – Data-Scientists und Data-Artists – investieren und vorhandene Mitarbeiter qualifizieren und befähigen.
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Das Erforschen von Daten – und das mit allen Arten von Daten – ist wesentlicher Bestandteil des Berufsbildes eines „Data-Scientists“. Ergänzend wird das Berufsbild des „Data-Artists“ entstehen, dessen Aufgabe vor allem die Visualisierung der gewonnen Informationen ist. Bedingung für den Erfolg beider Berufsgruppen: Sie müssen kreativ, frei und möglichst bereichsübergreifend mit den Daten arbeiten, buchstäblich jonglieren, können. Dies erfordert aber bei vielen Unternehmen ein massives Umdenken.

Nur wenige bieten Qualifizierung an
Generell aber erstreckt sich die stärkere Nutzung von Unternehmensinformationen auf nahezu alle Fachbereiche. So werden die Logistikbereiche der befragten Unternehmen Unternehmensinformationen künftig fast genauso stark nutzen wie heute das Top-Management.
Unternehmensführung, Finanzen und Controlling sind allerdings heute und künftig noch immer die Bereiche, die am intensivsten mit den Geschäftsdaten arbeiten. Das Nutzungsverhalten steht somit in einer engen Korrelation zu den primär adressierten Zielgruppen.
Bislang gibt es jedoch nur wenige Unternehmen, die sich für die Ausbildung von Data-Scientists und -Artists engagieren. Datawarehouse-Spezialist SAS bietet beispielsweise im Rahmen eines dualen Studiums zehn Studierenden die Möglichkeit, sich auch in Richtung eines Big-Data-Analysts zu qualifizieren. EMC bietet mehrtägige Weiterbildungsseminare für IT-Spezialisten an, um sie für die Big-Data-Thematik „sprechfähig“ zu machen.
Gefragte Kenntnisse
Holm Landrock, Senior Advisor der Experton Group: sagt: „Data-Scientist und Data-Artist sind Berufsbilder, die im Rahmen einer zwei- bis dreijährigen Berufsausbildung vermittelbar sind, die aber aufgrund ihres Querschnittscharakters heute noch nicht existieren.“
Der Data-Scientist benötige eine Querschnittsausbildung, beispielsweise mit Kenntnissen über Mathematik (Statistik), IT (Grundlagen der Programmierung, SQL und Datenbanken, Grundlagen der Informationstechnik, Kenntnisse über Netzwerke), Unternehmensstrukturen und Unternehmensführung, Psychologie, Technik (zum Beispiel Verkehr, Medizin, Food & Beverage) und Medien. Zur Ausbildung zum Data-Artist gehören beispielsweise Grafikdesign, Psychologie, Mathematik, IT und Kommunikation.
Der ICT-Branche empfiehlt die Experton Group gemeinsam mit Bildungseinrichtungen, wie den Berufsakademien, Fachschulen und mit den Branchenverbänden, aber auch den IHKs, baldmöglichst neue Berufsbilder zu schaffen.
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