Nachhaltiges Co-Location-Rechenzentrum Baustart für LEW Green Data Center in Augsburg

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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In Bayerisch-Schwaben ist der Startschuss für den Bau des „LEW Green Data Centers“ gefallen: LEW TelNet, die Telekommunikationssparte der Lechwerke AG, errichtet in Augsburg ein nachhaltiges Co-Location-Rechenzentrum mit einem modernem Energiekonzept.

So ist das „LEW Green Data Center“ geplant - direkt neben einer großen PV-Anlage. (Bild:  LEW Telnet)
So ist das „LEW Green Data Center“ geplant - direkt neben einer großen PV-Anlage.
(Bild: LEW Telnet)

Mit einem symbolischen Spatenstich tritt das LEW Green Data Center nun in die Bauphase ein. Das im Augsburger Stadtteil Oberhausen entstehende Co-Location-Rechenzentrum soll nicht nur besonders leistungsstark sein, sondern auch ein nachhaltiges Energiekonzept bieten – und damit das erste seiner Art in der Region werden. Die ersten beiden Serverräume sollen bereits in der zweiten Jahreshälfte 2024 ihren Betrieb aufnehmen können.

„Rechenzentren sind das Rückgrat der Digitalisierung. Und dabei hat die Digitalisierung in vielen Bereichen erst begonnen“, erklärt Sebastian Haggenmüller, Geschäftsführer von LEW TelNet. Es sei deshalb besonders wichtig, den CO2-Ausstoß der Rechenzentren zu reduzieren. Das LEW Green Data Center gehe den entscheidenden Schritt in diese Richtung. „Gleichzeitig erfüllt das Rechenzentrum alle Anforderungen hinsichtlich Verfügbarkeit, Sicherheit und Anpassungsmöglichkeiten für Unternehmen und Kommunen, die dort ihre IT-Systeme betreiben möchten“, so Haggenmüller.

Ganzheitliches Energiekonzept

Der Strombedarf des Rechenzentrums wird im Regelbetrieb zu 100 Prozent aus erneuerbarer Energie gedeckt. Eine benachbarte Freiflächen-Photovoltaikanlage liefert dazu im Verbund mit einer Dachanlage auf dem Green Data Center eine Leistung von 2,5 Megawatt. Zusätzlich benötigte Strommengen werden bei regionalen Wasserkraftwerken beschafft.

Zudem wird ein Verdunstungskühlsystem verbaut: Es sorgt dafür, dass keine Energie-intensive Kälte-Erzeugung nötig ist. Dabei wird Wasser bis zu einer Temperatur von 30 Grad zerstäubt und in den Luftkanal eingeblasen.

Bei höheren Temperaturen sorgen Wärmetauscher für die nötige Abkühlung. In den Serverräumen anfallende Abwärme wird zusätzlich als Nahwärme weitergenutzt. Dach- und Fassadenflächen des Gebäudes sind begrünt, was für natürliche Klimatisierung und Kompensationen der für den Bau genutzten Flächen sorgt.

Sicher und hochverfügbar

Das LEW Green Data Center soll künftig eine abgesicherte und hochverfügbare Infrastruktur bereitstellen. Unternehmen, Systemhäuser und Kommunen können dort ihre eigenen Server- und Speichersysteme betreiben. Energieversorgung, Kühlsysteme und Glasfaser-Anbindungen sind mehrfach redundant ausgelegt.

Brand-, Einbruch- und Wassermeldeanlagen sorgen für zusätzliche Sicherheit. Anbindungen an das Rechenzentrum sind mit mehreren hundert Gigabit pro Sekunde möglich. Zudem lassen sich alle relevanten Carrier einbinden. LEW Telnet hat zudem ein großes Portfolio an Mietoptionen und Services für Server-Hardware, IT-Security und Standortvernetzung im Programm.

Das Rechenzentrum in Augsburg-Oberhausen wird nach ISO/IEC 27001 und DIN EN 50600 zertifiziert. Es wird außerdem die strengen Vorgaben für sicherheitskritische Infrastrukturen erfüllen.

Im Endausbau sind auf 1.900 Quadratmetern vier Serverräume mit je rund 600 Racks vorgesehen. Jeder Sever-Raum ist dabei als eigener, separater Brandabschnitt ausgeführt. Der Bau selbst wird in zwei Phasen errichtet.

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