Aufbau einer europäischen Plattform gestartet Bain Capital und Aqulia Group nehmen nachhaltige Rechenzentren in den Fokus

Von Martin Hensel 2 min Lesedauer

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Die Investmentgesellschaften Bain Capital und Aquila Group haben eine Partnerschaft im Bereich Rechenzentren geschlossen. Im Fokus der milliardenschweren Allianz steht die beschleunigte Entwicklung nachhaltiger KI- und Hyperscale-Rechenzentren für Kunden in Europa.

Das Rechenzentrum von AQ Compute in Oslo.(Bild:  Aquila Group)
Das Rechenzentrum von AQ Compute in Oslo.
(Bild: Aquila Group)

Im Rahmen der Kooperation wird Bain Capital eine 80-prozentige Beteiligung an AQ Compute erwerben. Dabei handelt es sich um die Rechenzentrumstochter der Aquila Group. Das angestrebte Investitionsvolumen der strategischen Allianz umfasst mehrere Milliarden Euro. AQ Compute soll demnach nachhaltige Rechenzentren für Hyperscale- und KI-Kunden in ganz Europa entwickeln und betreiben.

AQ Compute wurde 2020 von der Aquila Group ins Leben gerufen und bietet seitdem modulare und KI-fähige Rechenzentrums- und Colocation-Dienste an, die hauptsächlich mit „grüner“ Energie betrieben werden. Erst in diesem Jahr nahm das Unternehmen sein erstes nachhaltiges Rechenzentrum in der Nähe von Oslo in Betrieb. Weitere Projekte unter anderem in Barcelona und Mailand sind bereits in Planung. Bain Capital bringt nicht nur Kapital ein, sondern unterstützt auch mit globaler Expertise zur Rechenzentrumsbranche. Im Ergebnis soll eine führende europäische Plattform für Rechenzentren entstehen, die soweit wie möglich auf „grüner“ Energie basiert.

Starke Nachfrage und Nachhaltigkeit im Blick

„Der europäische Markt für Rechenzentren weist ein attraktives Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage auf, das durch die starke Cloud-Nachfrage, den Bedarf an Hochleistungsrechnern und KI-Implementierungen sowie die Datenhoheit in der Region angetrieben wird“, erklärt Ali Haroon, Partner bei Bain Capital. Durch die Partnerschaft mit der Aquila Group wolle man einen differenzierten Blickwinkel auf erneuerbare Energien einbringen, um die ständig wachsenden Herausforderungen bei der Stromversorgung in diesem wichtigen Teil der europäischen Infrastruktur anzugehen.

„Das rasante Wachstum der Datennachfrage ist sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance - mehr Rechenzentren sind unerlässlich, aber sie müssen nachhaltig sein“, meint Aquila-CEO Roman Rosslenbroich. Aquila werde neben dem größeren Engagement von Bain Capital mehrere hundert Millionen Euro investieren, wobei Aquila Capital Co-Investitionen bereitstelle. „Durch eine aktiv geführte 20-prozentige Beteiligung tragen wir dazu bei, dass AQ Compute im Sinne unserer langfristigen Vision einer nachhaltigen Infrastruktur wächst. Gleichzeitig erschließen wir Synergien mit Aquila Clean Energy, einem führenden Entwickler und unabhängigen Produzenten im Bereich grüner Energie“, so Rosslenbroich.

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