Es gibt viele Szenarien, in denen es notwendig ist Postfächer von „Exchange“-Servern in PST-Dateien zu exportieren oder Daten von PST-Dateien in Exchange zu importieren. Bei Migrationen, Wiederherstellungen oder zum Backup macht das durch aus Sinn. Hier gibt es auch Zusatz-Tools.
Das Verwalten von Postfächern kann ganz schön trickreich sein; nicht so mit dem Tool „Stellar Converter for EDB“, erläutert Autor Thomas Joos.
Der „Exchange Server 2019“ von Microsoft ist sehr flexibel, wenn es darum geht, Daten aus den einzelnen Postfächern zu PST-Dateien zu migrieren. Auch der Import von PST-Dateien in Exchange ist möglich.
Die Vorgänge können in der Exchange Management Shell oder mit Zusatzwerkzeugen wie „Stellar Converter for EDB“. Das Tool ist auch in der Lage, Daten aus den EDB-Dateien der Exchange-Datenbank zu lesen und direkt in PST-Dateien zu speichern.
Die Erlaubnis für Benutzer und Admins
Bevor ein Anwender oder Admin Daten aus Exchange in eine PST-Datei exportieren oder von einer PST-Datei zu Exchange importieren darf, muss er in der „Exchange Management Shell“ die entsprechenden Rechte erhalten. Das geht zum Beispiel mit:
auch eine Gruppe berechtigt werden. Ob die Zuweisung funktioniert kann zum Beispiel mit dem folgenden Befehl überprüft werden:
Get-ManagementRoleAssignment "Denver Help Desk" | Format-List
Das Exportieren von Exchange-Postfächern in PST-Dateien
Nach der Rechtezuweisung stehen für jeden jeweiligen Benutzer die CMDlets New-MailboxExportRequest und New-MailboximportRequest zur Verfügung. Dazu muss die Exchange Management Shell aber neu gestartet werden. Um Postfächer zu exportieren, kann ebenfalls die Exchange Management Shell verwendet werden, zum Beispiel mit dem Befehl:
Da der Export einige Zeit dauern kann, ist es auch möglich, mehrere Export-Requests auf einmal durchzuführen. Der Status der einzelnen Requests lässt sich mit dem Cmdlet Get-MailboxImportRequest. Bereits abgeschlossene Exports erhalten den Status Completed.
Bereits vorhandene Requests können mit dem Cmdlet Remove-MailboxExportRequest entfernt werden. Durch die Unterstützung der Pipeline in der Exchange Management Shell ist es auch möglich alle aktuellen Requests abzufragen und zu löschen:
Admins haben auch die Möglichkeit, mit einem kurzen Skript alle Postfächer eines Servers in .pst-Dateien zu exportieren. Dafür gibt es die nachfolgenden Befehle. Aber: Keine Datenbank angeben! Dann werden alle Postfächer aller Datenbanken auf diesem Weg exportiert.
$Export = Get-Mailbox -Database <Name der Datenbank>$Export|%{$_|New-MailboxExportRequest -FilePath "<UNC-Pfad>\$($_.alias).pst"}
Das Importieren von Daten aus PST-Dateien zu Exchange
Umgekehrt ist es auch möglich, Daten aus PST-Dateien in Exchange-Postfächer zu importieren. Dazu wird das Cmdlet New-MailboxImportRequest verwendet. Die Steuerung ist identisch, nur der Weg geht in die andere Richtung. Der Befehl sieht zum Beispiel folgendermaßen aus:
Mit Help New-MailboxExportRequest -Examples und Help New-MailboxImportRequest -Examples zeigt die Exchange Management Shell Beispiele an. Die zu importierenden .pst-Dateien müssen über eine Dateifreigabe zur Verfügung stehen, da die Cmdlets nur UNC-Pfade akzeptieren. Um eine .pst-Datei zu importieren, wird zum Beispiel der folgende Befehl verwendet:
Neben der Möglichkeit, die komplette .pst-Datei zu importieren, können auch einzelne Ordner ausgewählt werden, die importiert werden sollen:
New-MailboxImportRequest -Mailbox <Name> -FilePath <UNC-Pfad und Name der .pst-Datei> -IncludeFolders <Name des Ordners aus der .pst-Datei>
Stellar Converter for EDB für den Export von Exchange und Microsoft 365
Mit dem Tool Stellar Converter for EDB ist es möglich, mit einer grafischen Oberfläche Daten aus EDB-Dateien und damit auch Exchange-Postfächer in PST-Dateien zu exportieren. Der Export EDB zu PST ist mit dem Tool besonders einfach.
„Stellar Converter for EDB“ kann auf „Exchange“ und auf Offline-EDB-Dateien zugreifen.
(Bild: Joos)
Für das Tool können die Datenbanken bereitgestellt bleiben. Dadurch können einzelne Postfächer in PST-Dateien exportiert werden, während andere Benutzer noch mit Exchange arbeiten. Teilweise kann das Tool Postfächer zu PST-Dateien exportieren, wenn die oben gezeigten Befehle in der Exchange Management Shell nicht funktionieren.
Mit dem Toolerlaubt zudem, parallel Daten aus Exchange zu exportieren und in „Exchange Online“ mit „Microsoft 365“ zu importieren. Dadurch ist ein sehr flexibler Datenaustausch in hybriden Umgebungen möglich und auch Migrationen zu Microsoft 365.
Neben Exchange Server 2019 unterstützt Stellar Converter for EDB alle aktuellen Exchange-Versionen ab Exchange 5.5. Das Tool kann kostenlos getestet werden. Wer dauerhaft PST-Dateien mit dem Programm exportieren will, kann sich ab etwa 300 Euro pro Jahr eine Lizenz erwerben.
Der Export von Daten ist in „Stellar Converter for EDB“ auch von Offline-EDB-Dateien aus möglich.
(Bild: Joos)
Um das Tool zu nutzen, müssen die oben genannten Rechte für das Exportieren von Postfächern ebenfalls zugewiesen werden. Das geht auch über das Erstellen einer neuen Rollengruppe und dem anschließenden Zuweisen der Rechte zum exportieren und importieren an diese Rolle. Danach müssen nur noch die Benutzer hinzugefügt werden, zum Beispiel der Administrator:
Stand: 08.12.2025
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* Der Artikelschreiber Thomas Joos ist IT-Berater und freier Autor. Auf DataCenter-Insider schreibt er seinen eigenen Blog: Toms Admin Blog. Hier finden sich Tipps und Tricks für Admins.