300-MW-Campus in Mailand Apto plant Italiens größtes Rechenzentrum

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Im Großraum Mailand entsteht ein neues Rechenzentrumsprojekt: Apto plant in Lacchiarella einen Hyperscale-Campus mit bis zu 300 Megawatt (MW) Leistung. Auf einer Fläche von 228.000 Quadratmetern soll dort Italiens größter Rechenzentrumsstandort entstehen.

Wird Mailand zum neuen Rechenzentrumscluster? Der geplante Apto-Campus soll über 300 MW IT-Kapazität verfügen.(Bild:  Apto)
Wird Mailand zum neuen Rechenzentrumscluster? Der geplante Apto-Campus soll über 300 MW IT-Kapazität verfügen.
(Bild: Apto)

Das Projekt ist Teil von Aptos europäischer Expansionsstrategie und folgt auf den kürzlich gestarteten Campus in Athen. Der neue Standort im Süden Mailands ist für bis zu fünf eigenständige Rechenzentren ausgelegt. Diese sollen auf rechenintensive Workloads wie KI-Anwendungen und Public-Cloud-Dienste ausgerichtet sein. Diese Expansion stärkt Mailands Rolle als wachsendes Rechenzentrumscluster.

Technisch setzt Apto auf ein hohes Maß an Skalierbarkeit, Energie-Effizienz und Dichte. Der Campus wird direkt an internationale Glasfaserverbindungen wie „Bluemed“ und „2Africa“ angebunden. Darüber hinaus ist ein Teil der Versorgung mit Strom aus erneuerbaren Quellen gesichert. Auf den Dächern sollen Photovoltaikanlagen mit bis zu 2.725 Kilowatt-Peak (kWp) Leistung installiert werden.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung als Standortfaktoren

Das Gelände liegt in einem bereits ausgewiesenen Industriegebiet und profitiert von bestehender Infrastruktur. Apto plant, den Campus gemäß LEED-Gold-Standards zu errichten und emissionsarme Baustoffe zu verwenden. Zusätzlich sind Umwelt- und Mobilitätsmaßnahmen vorgesehen – unter anderem die Renaturierung landwirtschaftlicher Quellen, also Wiederherstellung von Ökosystemen, neue Rad- und Fußwege sowie eine Verbesserungen im Nahverkehr.

Der Standort ist nicht nur technologisch, sondern auch strategisch bedeutend: Italien will im Rahmen der EU-Digitalziele bis 2030 unter anderem 75 Prozent der öffentlichen Verwaltung in die Cloud bringen. Apto sieht sich als Enabler dieser Transformation.

CEO Russell Poole sagte: „Mailand ist ein Wachstumsmarkt, und wir sind stolz darauf, dass wir uns einen so strategisch gelegenen Standort mit direktem Zugang zu den wichtigsten Netzen und langfristigem Entwicklungspotenzial gesichert haben“.

Arbeitsmarkt und Fachkräftemangel im Blick

Begleitend zum Bauvorhaben sollen Partnerschaften mit lokalen Universitäten und Schulen entstehen, um digitale Kompetenzen in der Region zu stärken. Schon heute fehlt es in Europa an qualifiziertem Personal für den Betrieb moderner Rechenzentren – Initiativen wie diese zielen darauf ab, Talente zu fördern.

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