Berechtigungen, Offline-Zugriffe, und optimierte Freigaben-Verwaltung

9 Tipps für den Einsatz von Windows Server 2012 R2 als Datei-Server

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Tipp 7: Offlinedateien für den mobilen Einsatz

Mit den so genannten Offlinedateien haben Anwender die Möglichkeit, Dateien aus dem Netzwerk auch dann verfügbar zu machen, wenn sie beispielsweise mit einem Notebook unterwegs sind und keinen Connect zum Firmennetzwerk haben. Dazu wird auf dem Notebook eine Kopie der entsprechenden Datei erstellt, so dass diese auch ohne Netzwerkverbindung zur Verfügung steht. Die Verwaltung der Offlinedateien unter „Windows 7/8/8.1“ findet über das „Synchronisierungscenter“ statt, das Anwender durch Eingabe von „mobsync“ aufrufen können (siehe: Abbildung 7).

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Vom Server aus kann die Nutzung von Offlinedateien über die Freigabe gesteuert werden. Beim Erstellen von Freigaben findet sich die Option „Zwischenspeichern“ in den erweiterten Einstellungen der Freigabe. Wenn Administratoren diese auswählen, können sie steuern, ob das Zwischenspeichern von Dateien in dem freigegebenen Ordner zugelassen ist.

Standardmäßig wird das manuelle Zwischenspeichern von Dateien zugelassen. Das heißt: Freigaben lassen es zu, dass Anwender die Offlinedateien von Clients aus konfigurieren (siehe: Abbildung 8). Wenn die Option „Keine Dateien oder Programme aus dem freigegebenen Ordner offline verfügbar machen“ aktiviert ist, erscheint der Befehl „Immer offline verfügbar“ auf dem Client nicht.

Tipp 8: Dateien und Freigaben auf Windows Server 2012 R2 migrieren

Eine wichtige Aufgabe bei der Migration ist die Übernahme der Dateien und der Freigaben auf neue Server. Microsoft empfiehlt die Übernahme der Daten mit „Robocopy“, welches zu den Bordmitteln von Windows Server 2012 R2 gehört:

robocopy \\<Quellserver>\<Freigaben> \\<Zielserver>\<Freigaben> /E /COPY:DATSOU /R:10 /LOG:C:\migration.txt

Tipp 9: Nur Freigaben und deren Rechte übernehmen

Sollen keine Daten kopiert, sondern nur die bestehenden Freigaben und Rechte vom Quell- auf den Zielserver übertragen werden, lässt sich das mit der Registry vornehmen:

  • 1. Admins öffnen auf dem Server die Registry durch Eingabe von „regedit“.
  • 2. Sie navigieren zu „HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\services\LanmanServer\Shares
  • 3. Sie exportieren diesen Schlüssel über das Kontextmenü.
  • 4. Sollen nicht alle Freigaben übernommen werden, öffnen sie die exportierte Datei und löschen die Einträge der Freigaben, die nicht übernommen werden.
  • 5. Die Datei werden auf den Zielserver kopierte und Admins klicken doppelt auf die Datei, um sie auf den Zielserver zu importieren. Zu achten ist aber darauf, dass dieser Import die Einträge der vorhandenen Freigaben auf dem Zielserver überschreibt.
  • 6. Anschließend ist der Server neu zu starten.
  • 7. Schließlich müssen die Administratoren auf dem Server überprüfen, ob die Freigaben vorhanden sind.

Der Autor:

Thomas Joos ist Autor von mehr als 50 Fachbüchern und Blogger. Seine Blog-Einträge sind in der Rubrik „Toms Admin-Blog“ zu finden.

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