„Dare” bringt 38 Hard- und Softwarespezialisten zusammen 240 Millionen Euro für europäische HPC- und KI-Chips

Quelle: Pressemitteilung DARE SGA1 2 min Lesedauer

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Die EU und 14 Mitgliedstaaten investieren 240 Millionen Euro in die erste Phase des Projekts „Dare SGA1“. In zwei dreijährigen Förderungsphasen sollen 38 Projektpartner einen modularen europäischen Hardware- und Software-Stack für HPC und KI auf Basis der offenen „RISC-V“-Architektur entwickeln.

Drei modulare Chiplets für KI- und HPC-Lasten bilden das Herzstück des europäischen Großprojekts „Dare” (Symbolbild).(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Drei modulare Chiplets für KI- und HPC-Lasten bilden das Herzstück des europäischen Großprojekts „Dare” (Symbolbild).
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Die erste Phase eines sechsjährigen Projektes zur Entwicklung eines europäischen Hardware- und Software-Stacks für High Performance Computing (HPC) und Künstliche Intelligenz (KI) ist gestartet. Für die dreijährige Projekthälfte stellen die Europäische Union und 14 Mitgliederstaaten 240 Millionen Euro zur Verfügung.

Dare SGA1” – in Behörden-Europäisch: „The Digital Autonomy with RISC-V in Europe, Special Grant Agreement 1” – wird von 38 Instituten und Unternehmen quer durch Europa getragen, darunter auch von dem Jülich Supercomputing Centre und dem belgischen Forschungszentrum Imec. DARE wird von der bereits 2018 eingerichteten europäischen Supercomputing-Initiative „EuroHPC JU“ unterstützt und am Barcelona Supercomputing Center koordiniert.

Zusammen sollen die Projektpartner innerhalb von sechs Jahren eine neue Generation Energie-effizienter europäischer Chips sowie ein Software-Ökosystem für Hochleistungsberechnungen und KI produzieren. Damit soll Dare einen Beitrag zur technologischen Souveränität Europas leisten.

Drei modulare Chiplets für HPC- und KI-Lasten

Dare setzt auf die offene Prozessorarchitektur „RISC-V“ als Alternative zu den proprietären Technologien wie x86. Auf Basis von Risc-V wollen die Projektpartner drei modulare Recheneinheiten – Chiplets – entwickeln. Openchip, ein gemeinsames Unternehmen des Barcelona Supercomputing Center und GTD System & Software Engineering, wird die Entwicklung eines Vektorbeschleunigers für parallele Rechenlasten koordinieren.

38 Partner, Unternehmen und Forschungseinrichtungen, sollen zur Entstehung eines europäisches Hard- und Software-Stacks für KI und HPC beitragen. (Bild:  DARE SGA1)
38 Partner, Unternehmen und Forschungseinrichtungen, sollen zur Entstehung eines europäisches Hard- und Software-Stacks für KI und HPC beitragen.
(Bild: DARE SGA1)

An einem Artificial Intelligence Processing Unit (AIPU) werden die Projektpartner unter Leitung von Axelera AI arbeiten. Mit der „Metis“ AIPU vertreibt das niederländische Unternehmen bereits einen eigenen Inferenzchip.

Das dritte Chiplet, ein General Purpose Processor (GPP) mit Fokus auf Supercomputer, soll unter Federführung des Münchener Spezialisten für anpassbare RISC-V-Prozessoren Codasip entstehen. In Kombination mit modernen Fertigungsgrößen sollen so besonders effiziente und skalierbare Systeme möglich werden. Parallel wird auch ein umfassender Software-Stack auf Basis bestehender europäischer HPC- und KI-Anwendungen entwickelt.

Wie Osman Usal, Principal Investigator bei Dare, auf einem „Kickoff Meeting“ der Projektpartner in Barcelona betonte, ist das Projekt zudem eng mit parallel geförderten Hardware-Initiativen im Rahmen von EuroHPC verflochten.

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