GitHub eignet sich auch für die Entwicklung von Wordpress-Sites, Plug-ins und Themes. Dazu müssen beide Dienste aber miteinander verbunden werden. Das ist zum Glück leicht zu bewerkstelligen – und bietet eine Reihe von Vorteilen.
Über den Umweg eines GitHub-Repositorys lassen sich komplette Wordpress-Installationen lokal und remote pflegen.
Wordpress ist nach wie vor das beliebteste Open-Source-CMS – und das nicht ohne Grund: Es gibt zahllose Plug-ins und Themes, die das Aufsetzen einer Wordpress-Seite zu einem Kinderspiel machen.
Für Entwickler und Entwicklerinnen bietet Wordpress ebenfalls enormes Potenzial: Durch die große Verbreitung lassen sich Premium-Plug-ins und -Themes auf Plattformen wie Envato oder über das Wordpress-Plug-in-System gut vermarkten und verkaufen. Das wiederum kann Unternehmen oder freien Web-Developern helfen, ein kleines Nebeneinkommen zu erwirtschaften – oder sogar das gesamte Geschäftsmodell auf Wordpress aufzubauen.
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Wordpress mit GitHub: Ein leistungsfähiges Team
Die Entwicklung von Wordpress-Zusätzen ist natürlich mit jedem Text-Editor möglich. Für die Pflege bietet sich hier jedoch – genau wie bei allen anderen Projekten – das Versionsmanagementsystem GitHub an.
Um sinnvoll mit GitHub für Wordpress zu entwickeln, ist es natürlich sinnvoll, beide Plattformen miteinander zu verbinden. Das geht natürlich im Live-Betrieb, deutlich einfacher ist aber das Aufsetzen einer Staging-Umgebung, wahlweise lokal oder auf dem Server, mit deren Hilfe reibungslos entwickelt werden kann, während die Live-Site zunächst unberührt bleibt.
Staging-Site erstellen
Eine Remote-Staging-System kann schnell mit Wordpress-Plug-in WP-Staging aus der bestehenden Seite gezogen werden. Eine lokale Staging-Umgebung für Wordpress lässt sich am einfachsten mit dem Wordpress-Stack von Bitnami aufsetzen: Dabei handelt es sich um einen lokalen XAMPP-Webserver, bei dem Wordpress bereits vorinstalliert ist und sich anschließend mit wenigen Handgriffen einrichten lässt.
Der nächste Schritt ist, Wordpress mit Github zu verbinden. Dazu muss zunächst ein GitHub-Repository für das neue Wordpress-Projekt auf GitHub erstellt werden. Anschließend kann das Repository mithilfe der GitHub-App in den Theme- oder Plug-in-Ordner des lokalen Wordpress-Staging-Site geklont werden. Dadurch wird das Theme bei Github direkt mit der Staging-Site verbunden.
Ist das Theme oder Plug-in bereits so weit entwickelt, dass es funktioniert, kann es auch direkt in der lokalen Wordpress-Installation aktiviert werden. Die Entwicklung erfolgt innerhalb des Theme- oder Plug-in-Verzeichnisses von Wordpress, die Änderungen werden bei Commit und Push automatisch auf GitHub übertragen.
Entwicklung auf die Live-Site übertragen
Die anschließende Entwicklung ist „business as usual“: Die Theme- oder Plug-in-Dateien lassen sich ohne Weiteres bearbeiten und synchronisieren. Soll ein Entwicklungsstand auf die Live-Site auf dem Webserver übertragen werden, kann wahlweise das Repo als ZIP geladen und in Wordpress hochgeladen werden.
Einfacher ist es aber, wenn auf dem Webserver schon Git installiert ist: Mit seiner Hilfe kann das Repo ganz einfach per Kommandozeile mit dem Befehl …
… aus dem Theme- oder Plug-in-Verzeichnis auf die Live-Site gezogen werden. Nach dem Live-Schalten läuft das Theme oder Plug-in mit dem aktuellen Entwicklungsstand auch auf der Live-Site.
Die Weiterentwicklung findet davon unbeeinflusst auf der Staging-Umgebung statt. Um den jeweils neuesten Stand auf die Live-Site zu übertragen genügt es, aus dem Plug-in- oder Theme-Verzeichnis heraus per Kommandozeile git pull auszuführen. Die Aktualisierung wird dann übertragen.
Lokal entwickeln und testen, schnell live schalten
Natürlich können mit dieser Vorgehensweise auch komplette Wordpress-Installationen lokal und remote über den Umweg eines GitHub-Repositorys gepflegt werden. Dazu muss das Repo nur auf die Hauptebene der Staging-Site verweisen. Das hat den Vorteil, dass sich auch Änderungen an Systemdateien des Themes niederschlagen – ideal für Entwickler, die vorhandene Lösungen anpassen und nicht selbst erstellen.
Wer seine Themes und Plug-ins nicht öffentlich auf GitHub sehen möchte, kann diese natürlich auch privat schalten. Insgesamt ergibt sich durch diesen GitHub-Workflow ein solides Entwicklungssystem, mit dessen Hilfe die Live-Site schnell aktualisiert werden kann.
Stand: 08.12.2025
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Aktuellen Stand der Website regelmäßig in die lokale Staging-Umgebung ziehen
Um den jeweils aktuellen Stand der Wordpress-Installation, inklusive Datenbanken, in die Staging-Site zu ziehen, bietet sich BlogVault an: Das kostenpflichtige Plug-in zieht ein vollständiges Backup des jeweiligen Standes der Live-Site inklusive Datenbanken und spielt dieses auf Wunsch mithilfe seines Staging-Features automatisch in die Staging-Umgebung.
Entwicklerinnen und Entwickler können dadurch jederzeit auf den aktuellen Stand der Seite zugreifen, um Themes und Plug-ins passend zu entwickeln. Ganz nebenbei erhalten sie durch Einsatz von BlogVault natürlich auch eine zuverlässige Backup-Funktion.