Sicher von A nach B Weg damit! Fehler beim Dateitransfer sind hausgemacht

Quelle: Pressemitteilung Progress Software GmbH 3 min Lesedauer

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Sie sind aus dem IT-Alltag nicht wegzudenken: Dateitransfers. Allerdings kosten fehlerhafte Übertragungen Zeit, Geld und Nerven. Und manchmal gibt es Compliance-Probleme.

Alte Gewohnheiten und Tools sind schwer auszurotten, wie FTP beim File-Transfer. Doch führt das zu Fehlern, die vermeidbar wären. (Bild: ©  Who is Danny - stock.adobe.com / KI-generiert)
Alte Gewohnheiten und Tools sind schwer auszurotten, wie FTP beim File-Transfer. Doch führt das zu Fehlern, die vermeidbar wären.
(Bild: © Who is Danny - stock.adobe.com / KI-generiert)

Wer schon einmal eine Datei mit sensiblen Informationen an die falsche Person geschickt hat, kennt dieses einzigartig beklemmende Gefühl der Hilflosigkeit, das sich direkt nach dem Klick auf „Senden“ einstellt. Gerade im beruflichen Alltag können die Konsequenzen schnell unangenehm werden. Probleme beim Dateitransfer betreffen Unternehmen jeglicher Größe und es sind häufig die gleichen Fehler, die immer wieder passieren.

Die gute Nachricht: Unternehmen können etwas dagegen unternehmen; denn die meisten Probleme sind hausgemacht. Oft passieren sie, weil Prozesse veraltet oder Ressourcen überlastet sind und ein eher trügerisches Vertrauen in bewährte Systeme und Workflows besteht. Progress, unter anderem Anbieter von KI-gestützten Digital Experiences- und Infrastruktursoftware, hat die fünf signifikantesten Probleme identifiziert und passende Ansätze parat zur Fehlervermeidung parat.

Fehler #1: Unsichere Transfermethoden

In zu vielen Unternehmen kommt noch das File Transfer Protocol (FTP) zum Einsatz, ein Netzwerkprotokoll zur Übertragung von Dateien über das Internet. Es wurde in den 70er-Jahren entwickelt und übermittelt sämtliche Informationen im Klartextformat: Passwörter, sensible Kundendaten, Bankverbindungen und so weiter.

Dem FTP mangelt es nicht nur an einer ausreichenden Verschlüsselung, das Protokoll kann sogar aktiv Sicherheitslücken verursachen, etwa durch die dynamische Port-Vergabe, die Firewalls de facto nutzlos macht. Auch Integritätsprüfungen gibt es nicht, so dass beschädigte Dateien unbemerkt übertragen werden können.

Die Lösung: Ein Wechsel auf aktuellere und sicherere Protokolle wie SFTP, FTPS oder HTTPS, die TLS-1.3-Verschlüsselung als Standard nutzen.

Fehler #2: Compliance gilt als „optional“

Das aktive Ignorieren von Compliance ist aus mehreren Gründen ein Spiel mit dem Feuer. Nicht nur könnte ein Audit plötzlich nach vorne verschoben werden, was ein großes Stresspotenzial mit sich bringt. Wer Vorschriften wie die DSGVO, PCI DSS, HIPAA oder SOX stiefmütterlich behandelt, dem drohen auch Strafen, die bis zu vier Prozent des Jahresumsatzes betragen können.

Und eines ist sicher: Aufsichtsbehörden interessieren sich nicht für Ausreden oder Entschuldigungen.

Neben hohen Geldstrafen droht zudem ein geschäftsschädigender Reputationsverlust, wenn herauskommt, dass aktiv gegen geltende Sicherheitsbestimmungen verstoßen wurde.

Die Lösung: Compliance muss ein zentraler Punkt in der Sicherheitsstrategie sein. Führende File-Transfer-Lösungen integrieren sie direkt in das Systemdesign und bieten manipulationssichere Protokolle, Multi-Faktor-Authentifizierung und umfassende Reporting-Tools, die bei der Vorbereitung von Audits helfen.

Fehler #3: Individuelle Skripte

Aus einem simplen Skript mit 50 „Powershell“-Codezeilen für Dateitransfers wird auch schon einmal eine 2.000 Zeilen starke Monstrosität, die praktisch nicht mehr zu überblicken und zu warten, geschweige denn abzusichern ist. Zudem erstellen die Urheber selten eine kohärente Dokumentation, so dass bei ihrem Ausscheiden aus dem Unternehmen keiner mehr nachvollziehen kann, was genau das Skript wann und wie tut.

Und jedes undokumentierte Skript ist eine Katastrophe mit Ansage.

Die Lösung: Unternehmen sollten auf individuelle Skripte verzichten und stattdessen auf eine No-Code-Automatisierungs-Engine umsteigen. Gute Produkte bieten eine intuitiv nutzbare Web-Oberfläche und erstellen automatisiert Dokumentationen zu den mit ihnen entwickelten Workflows.

Fehler #4: Die Akzeptanz suboptimaler Systeme

Herkömmliche und veraltete Dateitransfersysteme kosten Mitarbeitenden viel Zeit. Oft müssen sie, wenn eine Übertragung fehlschlägt, manuell eingreifen. Manchmal verschwinden Dateien auch komplett, was hektische Telefonate mit Kunden, Kollegen sowie dem IT-Support nach sich zieht.

Trotzdem geben sich Unternehmen viel zu oft mit suboptimalen Systemen zufrieden. Dabei kosten schon 15 fehlgeschlagene Dateitransfers pro Woche einem Unternehmen ungefähr 585 Arbeitsstunden.

Die Lösung: Anwendungen für Managed File Transfer (MFT) sorgen nicht nur dafür, dass Dateien sicher an ihrem Bestimmungsort ankommen. Sie bieten auch umfangreiche Monitoring- und Tracking-Funktionen, um die Übertragung zu überwachen. Sollte ein Transfer einmal nicht funktionieren, stoßen sie eine automatisierte Neusendung an.

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Fehler #5: Eigenentwickelte File-Transfer-Systeme

In jedem Unternehmen gibt es Entscheidungsträger, die alles selbst bauen (lassen) wollen. „Wie schwer kann es schon sein?“ ist ihr Motto. Wenn es um Dateitransfers geht, lautet die Antwort allerdings ausnahmslos: „Schwerer als man glaubt“.

Allein für die Grundfunktionalität müssen Entwickler Monate aufwenden, obwohl es diese bereits in kommerziellen Lösungen von der Stange gibt. Die Systeme sicher zu machen und zu betreiben, wird zum Vollzeitjob und jede Stunde, die mit dem System „Marke Eigenbau“ verbracht wird, fehlt an anderen Stellen.

Die Lösung: Unternehmen sollten sich auf ihr Kerngeschäft besinnen und sich auf MFT-Plattformen verlassen, die von Expertinnen und Experten über Jahre entwickelt und verfeinert wurden.

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