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2. Funktionalität
Intelligente Rack-PDUs müssen drohende Probleme schon melden können, bevor diese eintreten. Einstellungen für Warnungen und kritische Schwellenwerte für den Strom stellen sicher, dass keine Überlastbedingungen auf Rack-PDUs einwirken, die den Schutzschalter auslösen und die angeschlossenen Verbraucher abschalten könnten.
Beim Einstellen der Stromkonfiguration muss darauf geachtet werden, dass die Schwellwerte auf unter 50 Prozent festgelegt werden. Nur so kann im Redundanzfall die volle Last von der zweiten Rack PDU übernommen werden.
3. Fehlertoleranz
Intelligente Rack-PDUs müssen so konstruiert sein, dass der Verlust einer Phase nicht zum Stromabfall in den restlichen Phasen führt. Auch bei anderen Störungen, zum Beispiel: defektes Netzteil, defekte Relais oder ein Ausfall der externen Kommunikation, muss weiterhin die grundlegende Stromversorgung sichergestellt bleiben.
4. Wartungsfreundlichkeit
Rechenzentrumsausfälle sind für Betreiber nicht nur unangenehm, sondern zudem auch teuer. 2013 befragte das Ponemon Institute mit Unterstützung von Emerson Network Power Mitarbeiter von Rechenzentren in den USA. Die Ergebnisse lassen aufhorchen: Komplettausfälle werden im Durchschnitt nach 119 Minuten, Teilausfälle erst nach 56 Minuten behoben.
Hier wird deutlich, dass es sinnvoll und wichtig ist, die mittlere Reparaturzeit bei Rack-PDUs zu minimieren. Von Vorteil ist beispielsweise, wenn die modulare Kommunikationskarte ohne Unterbrechung des Betriebs und der grundlegenden Stromversorgung ausgetauscht werden kann.
Bei einigen Rack-PDUs sind auch die Stromein- und -ausgänge modular ausgelegt. Der Vorteil: Modularität in Kombination mit Hot-Swap-Fähigkeit stellt eine kürzere MTTR sicher.
5. Anpassbarkeit
Rasante Veränderungen im Rechenzentrum verlangen nach einer Anpassbarkeit der Komponenten. Um beispielsweise eine höhere Rack-Dichte zu realisieren, muss die Änderung nahtlos erfolgen und vorhandene Investitionen müssen geschützt werden. Mit intelligenten, anpassbaren Rack-PDUs ist eine schnelle Reaktion auf diese Veränderungen möglich.
Modulare, Hot-Swap-fähige Komponenten sichern ursprüngliche Investitionen und minimieren die Ausfallzeiten, wenn sich die Serverarchitektur innerhalb des Racks ändert. Auch ein modularer PDU Verteilerschrank kann, als Schnittstelle zwischen der Niederspannungs-Stromversorgung und den Rack-PDUs, Veränderungen unterstützen. Durch ihre Flexibilität können Rack-Layouts ergänzt oder verändert und Schnittstellenanforderungen geändert werden, ohne Ausfallzeiten in der Stromversorgung riskieren zu müssen.
* Dr. Peter Koch,arbeitet als SVP Engineering & Product Management, Racks and Integrated Solutions für Emerson Network Power in Europe, Middle East and Africa.
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