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Das künftige Ethernet Was macht das Ultra Ethernet Consortium – UEC?

Von Manuel Masiero 2 min Lesedauer

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Netzwerk-Architekturen stoßen aufgrund von wachsenden Anforderungen durch KI und HPC immer mehr an ihre Grenzen. Das Ultra Ethernet Consortium (UEC) begegnet diesem Problem durch eine neue und leistungsfähige Kommunikationsarchitektur auf Ethernet-Basis.

Das Ultra Ethernet Consortium (UEC) will Ethernet nicht neu erfinden, aber optimieren, damit sich leistungsintensive Workloads damit effizienter bewältigen lassen. (Bild:  frei lizenziert: gerd Altmann /  Pixabay)
Das Ultra Ethernet Consortium (UEC) will Ethernet nicht neu erfinden, aber optimieren, damit sich leistungsintensive Workloads damit effizienter bewältigen lassen.
(Bild: frei lizenziert: gerd Altmann / Pixabay)

Künstliche Intelligenz (KI) und High-Performance-Computing-Workloads (HPC) entwickeln sich rasant weiter und lassen die Leistungsanforderungen an Netzwerke immer weiter steigen. Entsprechend groß ist der Optimierungsbedarf im Datacenter, denn von ihren Betreibern wird verlangt, dass sie die besten Möglichkeiten zur Verbesserung von Leistung und Effizienz ihrer Netzwerk-Architektur finden. Wichtige Aspekte sind dabei unter anderem eine größere Skalierung, eine höhere Bandbreitendichte sowie eine schnellere Reaktion auf Überlastungen.

Für KI-Workloads optimierte Netzwerke

Das Ultra Ethernet Consortium (UEC) will Rechenzentrums-Betreiber dabei unterstützen, diese Herausforderungen zu bewältigen. Da den bestehenden Netzwerkprotokollen für KI und HPC entscheidende Funktionen wie das Multipathing und einfache Konfiguration fehlen, setzt die im Juli 2023 gegründete UEC auf einen neuen Architektur-Ansatz, der entsprechende Lücken schließt.

Die UEC stellt eine Ethernet-basierte, offene, interoperable, leistungsstarke Architektur mit vollständigem Kommunikationsstapel bereit, die eine Vielzahl von Workloads bewältigt und dabei skalierbar und kostengünstig bleibt. Gleichzeitig wird eine einfache Konfiguration und Verwaltung angestrebt.

Dazu betrachtet die UEC von der physischen Ebene bis zur Software-Ebene sämtliche Netzwerk-Elemente, deren Leistung verbessert werden kann. Dabei legt sie den Fokus auch auf Funktionalität, Gesamtbetriebskosten sowie die Entwickler- und Endbenutzerfreundlichkeit. Netzwerk-Eigenschaften wie Bandbreite, Latenz und Skalierbarkeit will das Konsortium für künftige Arbeitslasten und Rechenarchitekturen optimieren und dabei gleichzeitig eine Ethernet-Interoperabilität zu weit verbreiten APIs sicherstellen.

Branchen-Schwergewichte als Gründungsmitglieder

Zu den Gründungsmitgliedern von UEC gehören AMD, Arista, Broadcom, Cisco, Eviden, HPE, Intel, Meta und Microsoft. Sie unterstützen das Konsortium mit Beiträgen in vier Arbeitsgruppen: Physical Layer, Link Layer, Transport Layer und Software Layer. Ziel ist es, die UEC-Technologie zu einem offiziellen Element Ethernet-basierter Technologien und Produkte zu machen.

Die technischen Ziele der UAC für Spezifikationen, APIs und Quellcode definieren die folgenden Bereiche:

  • Protokolle, elektrische und optische Signaleigenschaften, APIs und/oder Datenstrukturen für die Ethernet-Kommunikation.
  • Link-Level- und End-to-End-Netzwerktransportprotokolle, um bestehende Link- und Transportprotokolle zu erweitern oder um diese zu ersetzen.
  • Überlastungs-, Telemetrie- und Signaling-Mechanismen auf Verbindungsebene und End-to-End. Jedes dieser Verfahren eignet sich für künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen und HPC-Umgebungen.
  • Software-, Storage-, Management- und Security-Konzepte zur Erleichterung einer Vielzahl von Workloads und Betriebsumgebungen.

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