IT-Architekturen im Unternehmen Was ist und was tut ein Enterprise Architect?
Die großen Linien und die strategisch optimale Unterstützung sind im Gegensatz zum technischen Detail die Domäne des Enterprise Architects. Damit ist diese Rolle für erfolgreiche Digitalisierung besonders wichtig.
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Von den strategischen Rollen innerhalb der IT ist die des Enterprise Architekt besonders wichtig. Denn er ist dafür zuständig, dafür zu sorgen, dass IT und Unternehmensstrategie zusammenpassen. Gerade in Zeiten forcierter Digitalisierung, wo viele Unternehmen über komplett neue Geschäftsmodelle auf Basis von Datenanalyse nachdenken, kann sich das als sehr herausfordernd entpuppen.
Enterprise Architect: Zwischen IT und Kerngeschäft
Denn der Enterprise Architekt muss sich in zwei Welten auskennen: Erstens muss er die Kernbranche seines Unternehmens sehr genau verstehen. Er muss wissen, inwiefern IT-Einsatz innerhalb dieses Geschäftsfelds neue Potentiale und Wettbewerbsvorteile erschließen könnte.
Um das überhaupt zu können, brauchen Enterprise Architects einen exzellenten Überblick über aktuelle Technologietrends. Sie müssen diese nicht nur im Grundsatz verstehen, sondern auf die eigene Unternehmenssituation abbilden. Nur so können sie entscheiden, ob eine Technologie fürs eigene Unternehmen ein Potential für Verbesserungen birgt oder aber lediglich teure Investitionen ohne Nutzeffekt bedeuten würde.
Den Markt im Blick
Sie sollten auch wissen, welche Technologien und Techniken die wichtigsten Konkurrenten am Markt einsetzen und welche Wettbewerbsvorteile sie durch den Einsatz bestimmter Technologien generieren, oder ob sie auf diesem Gebiet eher Schwächen haben.
Außerdem brauchen sie einen exzellenten Überblick über die IT-Anbieter und die Dienstleisterlandschaft. Nur so können sie angesichts einer strategischen Lösungsidee einschätzen, ob und welche Lieferanten hier möglicherweise in Frage kommen und welche Dienstleister oder Berater bei der Umsetzung helfen könnten. Wird am Ende ein Projekt ausgeschrieben, ist dieses Know-how wichtig, um das beste Angebot zu finden.
Vom Konzept zur Roadmap
Gestützt auf dieses Wissen, entwickeln Enterprise Architects zukunftsgerichtete Architekturmodelle und Roadmaps zu deren Umsetzung. Sie werden sich allerdings meistens nicht mit der konkreten Umsetzung, also beispielsweise der Formulierung von Ausschreibungen oder dem Aufbau von PoCs befassen. Dafür bewahren sie den Überblick auf einer hohen Abstraktionsebene.
Damit ihre Lösungsvorschläge eine realistische Umsetzungschance haben, brauchen sie, ob ihre Position eher strategisch-beratend oder operativ ausgelegt ist, einen guten Draht zur obersten Führungsebene, mindestens aber zum CIO. Denn dieser respektive die oberste Untenrehmensleitung stellt schließlich die nötigen Mittel zur Verfügung.
Überblick auch über das Budget und Kosten
Es versteht sich von selbst, dass ein Enterprise Architect auch eine Vorstellung über Anschaffungs- und Betriebskosten vorgeschlagener Strategien haben sollte. Gleichzeitig wäre es gut, wenn Enterprise Architects ihre Vorschläge so an die umsetzenden Ebenen kommunizieren könnten, dass sie diese von ihren Ideen tatsächlich überzeugen.
Zu unterscheiden sind Enterprise Architects von Solution Architects und Technical Architects, mit denen Enterprise Architects natürlich zusammenarbeiten. Technical Architects spezialisieren sich meist auf die Implementierung bestimmter Lösungen. Solution Architects sind für die konkrete Umsetzung der IT-architektonischen Pläne des Enterprise Architect zuständig.
Daneben gibt es noch ein Softwareprodukt mit der Bezeichnung „Enterprise Architect“ von Sparx, mit dem sich unter anderem Geschäftsprozesse modellieren lassen. Allerdings wendet sich die Lösung in erster Linie an Software-Architekten und -Entwickler.
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