Eine integrierte Entwicklungsumgebung oder IDE stellt Programmierern eine Sammlung der wichtigsten Werkzeuge zur Softwareentwicklung unter einer Oberfläche zur Verfügung. Die Arbeit für die Erstellung von Programmen wird dadurch vereinfacht.
Integrierte Entwicklungsumgebungen sollen Programmierern die Arbeit mithilfe verschiedenster Tools und Automatismen erleichtern.
(Bild: Tirza van Dijk - Unsplash.com)
Die wichtigsten Merkmale einer integrierten Entwicklungsumgebung
Die integrierte Entwicklungsumgebung, abgekürzt IDE (Integrated Development Environment), sammelt unter einer gemeinsamen Oberfläche die wichtigsten Tools für das Erstellen von Software. Zu diesen Tools zählen beispielsweise der Editor mit Quelltextformatierung und Syntaxhervorhebung, Compiler und Linker, Debugger, Interpreter, Werkzeuge für das Erstellen von grafischen Oberflächen, Versionsverwaltungen und weitere Tools.
Da die einzelnen Werkzeuge untereinander Informationen austauschen können, lassen sich viele Arbeitsgänge beim Programmieren vereinfachen und beschleunigen. Beispielsweise ist es möglich, Fehler bei der Ausführung der Programme direkt im Quelltext zu markieren und dadurch einfacher zu beheben. Ohne die Nutzung einer integrierten Entwicklungsumgebung müssten verschiedene Programme getrennt voneinander ausgeführt und manuell synchronisiert werden.
Da IDEs dem Programmierer bzw. Software-Entwickler viel Komfort bei der Arbeit bieten und wichtige Arbeitsschritte zusammenfassen, sind sie in vielen Bereichen zu unentbehrlichen Hilfsmitteln geworden. Sie nehmen dem Entwickler häufig wiederkehrende Arbeiten ab und entlasten ihn von formalen Tätigkeiten wie die Verwaltung von Arbeitsergebnissen oder Programmversionen. Dem Softwareentwickler fällt es dank der IDEs wesentlich leichter, sich auf seine eigentliche Arbeit, das Programmieren, zu konzentrieren.
Die ersten IDEs etablierten sich in den 80er Jahren. Sie lösten das bis dahin übliche Arbeiten mit verschiedenen getrennten Tools und Kommandozeilen-orientierten Oberflächen ab. Eine der ersten weit verbreiteten integrierten Entwicklungsumgebungen war Turbo Pascal. Eine Aufstellung aktuell wichtiger IDEs findet sich am Ende dieses Textes.
Über die Jahre hinweg entwickelten sich IDEs von textbasierte Anwendungen hin zu visuellen Programmierumgebungen mit leistungsfähigen grafischen Benutzeroberflächen. Integrierte Entwicklungsumgebungen stehen unter anderem für Sprachen, Betriebssysteme und Plattformen wie Visual Basic, .NET, Java, iOS, Android oder PowerScript zur Verfügung.
Die wichtigsten Bestandteile einer integrierten Entwicklungsumgebung
Wie bereits erwähnt, gehören folgende Komponenten zu den wichtigsten Bestandteilen einer integrierten Entwicklungsumgebung:
Editor mit Quelltextformatierung und Syntaxhervorhebung
Compiler
Interpreter
Linker
Debugger
Werkzeuge zur Erstellung grafischer Benutzeroberflächen (GUI-Builder)
Versionsverwaltungen
Leistungsfähige Editoren sind in der Lage, schon beim Eintippen den Kontext zu erkennen, und bieten Funktionen zur automatischen Vervollständigung des Programmcodes. Programmierer müssen deshalb nicht mehr die komplette Syntax aller Befehle, Felder oder Variablen exakt kennen, sondern können diese direkt beim Tippen passend auswählen. Editoren verbessern überdies die Lesbarkeit und Übersichtlichkeit des Codes, indem sie ihn strukturieren und Befehle oder Variablen eindeutig kennzeichnen.
Debugger in IDEs bieten in vielen Fällen grafische Schnittstellen und ermöglichen es, Haltepunkte (Breakpoints) direkt im Editor zu markieren. Gleichzeitig stellen sie die aktuellen Werte von Variablen und Parametern in Tabellenform dar.
Die Werkzeuge zur Erstellung grafischer Benutzeroberflächen arbeiten meist nach dem Drag-and-Drop-Verfahren und gestatten es, die Benutzeroberflächen anhand vordefinierter Eingabefenstern und Masken visuell per Maus zusammenzufügen. Aus der grafischen Darstellung erzeugt das Tool automatisch den entsprechenden Code. Dieser lässt sich anschließend anpassen und an den entsprechenden Stellen in das eigentliche Programm einfügen.
IDEs für verschiedene Anwendungsfälle inklusive einiger Beispiele
Integrierte Entwicklungsumgebungen existieren für zahlreiche Programmiersprachen, Plattformen und Anwendungsfälle. Einige IDEs sind sogar in der Lage, mehrere Programmiersprachen gleichzeitig zu unterstützen. Mögliche Anwendungsfälle sind die Programmierung von Webanwendungen, Spielen, Datenbank- und Systemanwendungen und Apps für verschiedene mobile Betriebssysteme wie iOS oder Android.
Einige IDEs sollen den Einstieg in das Programmieren erleichtern und erlauben die Programmerstellung auf einer fast vollständig grafischen Benutzeroberfläche. Programme werden in diesen integrierten Entwicklungsumgebungen durch das grafische Kombinieren und Verbinden von einzelnen Elementen entworfen. Der Programmierer selbst benötigt praktisch keinerlei Kenntnisse einer Programmiersprache mehr und muss keinen Code eingeben.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
Für das Programmieren in der Cloud sind IDEs verfügbar, die das gemeinsame und gleichzeitige Arbeiten an einem Projekt von mehreren Programmierern an unterschiedlichen Orten ermöglichen. Teilweise laufen diese IDEs direkt in einem Browserfenster und machen die Installation aufwendiger Softwarepakete überflüssig.
Für die Entwicklung von Websites sind ebenfalls eigene integrierte Entwicklungsumgebungen erhältlich. IDEs wie DreamWeaver oder FrontPage integrieren alle benötigten Funktionen und automatisieren viele Vorgänge. Die bekanntesten IDEs für die objektorientierte Programmiersprache Java sind die als Open-Source-Software verfügbaren Anwendungen NetBeans und Eclipse.
Im Bereich der App-Entwicklung für mobile Betriebssysteme wie iOS oder Android stehen IDEs wie Xcode von Apple oder Googles Android Studio zur Verfügung. Mit den Xcode Tools lassen sich neben Apps für iOS auch Programme für die weiteren Betriebssysteme von Apple wie macOS, tvOS oder watchOS erstellen.
Übersicht über wichtige IDEs
Hier ist eine erweiterte Übersicht über einige wichtige integrierte Entwicklungsumgebungen (IDEs) mit ihren Schwerpunkten, Verbreitungen, unterstützten Programmiersprachen und Stärken, wobei letztere immer subjektiv sind:
Sprachen: unterstützt Java, C++, PHP, Python, Perl und viele andere
Stärken: große Community und Unterstützung, starke Java-Unterstützung, viele Plug-ins verfügbar
5. Apple Xcode – auf das Apple-Ökosystem ausgerichtet, iOS- und macOS-Entwicklung
Sprachen: Swift, Objective-C
Stärken: hervorragende Integration für iOS- und macOS-Entwicklung sowie Apple watchOS und tvOS, integrierte Benutzeroberflächentools, hervorragende Debugging-Tools