Viele Unternehmen wollen umweltfreundlicher wirtschaften. Wer sich dabei an wissenschaftlich validen Zielen orientieren möchte, ist bei der Science-based Targets Initiative (SBTI) gut aufgehoben.
Firmen, die der Non-Profit-Organisation Science-based Target Initiative (SBTI) beitreten, setzen sich wissenschaftlich fundierte Nachhaltigkeitsziele und berichten regelmäßig über die Umsetzung.
Die internationale Non-Profit-Organisation CDP wurde im Jahr 2000 in Großbritannien gegründet. SIe hilft Unternehmen, Städten, Staaten, Regionen und öffentlichen Auftraggebern, ihren Umwelteinfluss zu verringern. Ihre Mitglieder berichten regelmäßig über Fortschritte diesbezüglich. Teilnehmer sind gehalten, ihr Risikomanagement stetig zu verbessern.
Der United Nations Global Compact wurde ebenfalls 2000 gestartet und ist eine freiwillige Vereinbarung. Sie wendet sich an Firmen, die weltweit nachhaltig und sozial verantwortlich arbeiten und darüber berichten wollen. Bislang haben 13.000 Unternehmen und andere Interessenten in mehr als 170 Ländern den Global Compact unterzeichnet.
Das World Resources Institute (WRI) ist ein globales, nicht profitorientiertes Forschungsinstitut. Es wurde 1982 gegründet und befasst sich damit, wie die Menschheit besser mit Ressourcen versorgt werden und sie besser verwalten kann. Dabei geht es um Nahrung, Wälder, Energie, Städte und Klima. Das Institut studiert nachhaltige Praxen weltweit und verbreitet diese weiter.
Die internationale Non-Governmental Organisation World Wildlife Fund (WWF) wurde 1961 gegründet, hat ihren Sitz in der Schweiz und kümmert sich um den Naturschutz und die Verringerung des menschlichen Einflusses auf die Natur.
Finanzierung: Amazon zahlt mit
Die Finanzierung der SBTI stammt unter anderem von der Ikea-Stiftung, Amazon, dem Bezos Earth Fund, der We Mean Business-Koalition, dem Rockefeller Brothers Fund und der UPS-Stiftung.
Im Oktober 2021 gab SBTI den ersten Net-Zero-Standard heraus. Er umfasst ein Framework und Werkzeuge für Unternehmen, die das 1,5-Grad-Ziel einhalten wollen.
Tausende freiwillige Verpflichtungen
Mittlerweile haben sich laut Website (18.12.2023) 6849 Unternehmen zu Maßnahmen verpflichtet. Davon haben 4146 wissenschaftsbasierte Ziele definiert und 2687 verbindlich verkündet, das Net-Zero-Ziel anzustreben. Angesprochen werden sowohl KMUs als auch Großunternehmen.
Dabei geht es anscheinend nicht nur ums Image oder drohende Regulierungen. Vielmehr spricht die Erfahrung dafür, dass sich Nachhaltigkeit auszahlt.
Die Initiative berichtet, dass entsprechende Maßnahmen die Profitabilität steigern. Außerdem heben sie das Vertrauen von Investoren, beschleunigen Innovation, verringern regulatorische Unsicherheiten und stärken den Markenruf.
Unterschiedliche Ziele für KMU und Großunternehmen
Die Zieldefinition unterscheidet sich zwischen großen Firmen und KMU. Als KMU gilt, wer weniger als 10.000 Tonnen Kohlendioxid im Rahmen des Produktionsprozesses oder mit Nebentätigkeiten vor Ort (Scope 1 und 2) erzeugt, keine Seefahrzeuge oder nicht nachhaltigen Kraftwerke besitzt oder kontrolliert. Außerdem dürfen KMU nicht zur Finanz-, Öl- oder Gasbranche gehören und keine Tochterfirma eines Großunternehmens sein.
Zudem müssen für KMU zwei der folgenden Merkmale erfüllt sein: weniger als 250 Mitarbeiter, Umsatz geringer als 50 Millionen Euro, Unternehmensvermögen unter 25 Millionen Euro und nicht zur Forst- oder Landwirtschaft gehörig, zu der eigene Zieldefinitionen gehören.
So geht die SBTI vor
Firmenspezifische Ziele werden in Übereinstimmung mit wissenschaftsbasierten Kriterien entwickelt. Außerdem stellt SBTI ausführliche Handreichungen zur Verfügung, nach denen die eigenen Ziele festgelegt werden können.
Nach der Festlegung werden diese Ziele regelmäßig gemessen, an SBTI berichtet und veröffentlicht. Zum Beispiel können Unternehmen ihre Aktivitäten und deren Ergebnisse in ihren Nachhaltigkeitsberichten verwenden.
Wissenschaftsbasierte Nachhaltigkeitsberatung als Geschäftsmodell
Nicht zu verwechseln ist die SBTI mit dem deutschen Startup Right – based on Science. Die Firma hat eine Methodik („XDC“) entwickelt, mit der man feststellen kann, wie weit das gegenwärtige Unternehmenshandeln, wenn sich alle so verhielten, das Klima erwärmen würde. Anschließend lassen sich mittels eines KI-Modells Veränderungen im Unternehmenshandeln und deren Auswirkungen simulieren.
Stand: 08.12.2025
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Außerdem hat das Unternehmen eine eigene Community (right.open) entwickelt. Es will mit der Community branchenübergreifend und unter Einbezug von Wissenschaft und Forschung wissensbasierte Lösungsansätze „für eine vom Klimawandel geprägte Welt“ (Right - Based on Science) entwickeln.