Datacenter Infrastructure Management von Sunbird Visualisierungs- und Automatisierungs-Funktionen reichern DCIM an

Von Ulrike Ostler 3 min Lesedauer

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Neue Facility-Funktionen und interaktive Einzeilendiagramme gehören zum aktuellen Release der DCIM-Software „DC-Track“ von Sunbird Software. Mit der Version 9.0 hat der Hersteller insgesamt die Asset-Management-Fähigkeiten erweitert, etwa indem Anlagenelemente unterstützt werden, die normalerweise von EPMS- oder BMS-Systemen (Energy Production Measures oder Batterie-Management) verwalten.

Screenshot aus dem DCIM-Tool „DC Track“ von Sunbird: Praktisch frei wählbare Farbcodierungen erleichtern die Suche nach Attributen oder auch nach Geräten einzelner Hersteller. (Bild:  Sunbird)
Screenshot aus dem DCIM-Tool „DC Track“ von Sunbird: Praktisch frei wählbare Farbcodierungen erleichtern die Suche nach Attributen oder auch nach Geräten einzelner Hersteller.
(Bild: Sunbird)

Nach Angaben von Sunbird Software können Kunden nun die elektrischen Eigenschaften und Verbindungen aller Anlagenelemente in ihrer AC- oder DC-Stromversorgungskette verfolgen, einschließlich Versorgungseinspeisungen, Generatoren und Treibstofftanks, Schaltanlagen, Schalttafeln, Transformatoren, Schalttafeln, DC-Kraftwerke und DC-Buchten. Diese neuen Anlagenteile können nun mit einzeiligen Diagrammen visualisiert werden, die automatisiert auf der Grundlage der vorhandenen Anlagen- und Stromkreisinformationen, die bereits im Tool enthalten sind, erstellt werden.

Es ist einfach, zu navigieren und die Details eines jeden Knotens zu sehen. Die aktuellen Leistungsmesswerte werden dem Einlinien-Diagramm für jeden Knotenpunkt überlagert, um die Soll- und Ist-Werte für Spannung, Strom, Nennleistung, höchste/niedrigste Phase und vieles mehr leicht zu verstehen. Diese Einlinien-Diagramme lassen sich per Drag-and-Drop bearbeiten und ausdrucken.

Screenshot eines so genannten Einlinien-Diagramms. (Bild:  Sunbird Software)
Screenshot eines so genannten Einlinien-Diagramms.
(Bild: Sunbird Software)

Herman Chan, Präsident von Sunbird Software, erläutert: „Die Manager von Rechenzentren stehen unter dem enormen Druck, die Betriebszeit und die effiziente Energienutzung aufrechtzuerhalten. Die neuen Anlagenelemente und das dynamische Einlinien-Diagramm von Sunbird ermöglichen eine bessere Planung der Stromkette und eine schnellere Fehlersuche, was die Redundanzplanung unterstützt und Ausfälle reduziert.“

Eine Karte zum Verständnis des Zustands aller Standorte

Eine neue Kartenfunktion visualisiert den Zustand aller Standorte nach Adresse oder GPS-Koordinaten mit einem klaren rot/gelb/grünen Gesundheitsstatus für jeden Standort. Kunden können sich damit durch die Welt navigieren und sich die Details ihrer Standorte anzeigen lassen.

Die Baumstruktur mit der Aufteilung Land, Rechenzentrum, Stockwerk und Raum erleichtert die Identifizierung verschiedener Standorte. Die Ansicht wird automatisch alle 30 Sekunden mit dem neuesten Status aktualisiert.

Nutzer:innen können mit dem Mauszeiger über einen beliebigen Standort fahren, um einen Tool-Tipp zu erhalten, der die letzten Ereignisse, das heißeste Rack, die Stromkapazität und die Stromauslastung anzeigt. Die Karte lässt sich bis auf die Straßenebene herunter „zoomen“, so dass die Anwender:innen die 3D-Etagenkarte eines Standorts, Standortdetails oder eine Liste der Anlagen aufrufen können.

Unterstützung der Automatisierung von Rechenzentren

„Die Karte bietet eine leicht verständliche Darstellung, die sowohl von Betreibern als auch vom Management geschätzt wird“, so Chan. „Die eingeblendeten Leistungsindikatoren für den Zustand und die Kapazität jedes Standorts machen es einfach, Zustände an jedem Standort rund um den Globus zu erkennen, die kostspielige Ausfallzeiten verursachen könnten.“

Sunbird stellt eine interaktive Weltkarte zur Verfügung, auf der alle Rechenzentren, die zu betreuen sind, abgebildet werden. (Bild:  Sunbid Software)
Sunbird stellt eine interaktive Weltkarte zur Verfügung, auf der alle Rechenzentren, die zu betreuen sind, abgebildet werden.
(Bild: Sunbid Software)

Zugleich gehört 'Automatisierung durch Integration' zu den wichtigen Säulen des Sunbird-Entwurfs einer umfassenden und handhabbaren DCIM-Software. Das Release 9.0 bietet zusätzliche Funktionen, die die Automatisierung des Rechenzentrums-Managements unterstützen.

So können „SQL-Grid-Widgets“ nun mit der beliebten Sunbird-Funktion zur automatisierten Planung und E-Mail-Versendung von Diagrammen und Berichten verwendet werden, die Funktion zur Anlagenprüfung ist nach Herstellerangaben verbessert worden und unterstützt nun auch Elemente, die sich nicht in einem Rack oder Blade befinden. Zudem stehen neue öffentliche APIs zur Verfügung, um die Teileverwaltung zu automatisieren und geladene Grundrisszeichnungen konfigurieren zu können.

Vereinfachung des Datacenter-Managements

Darüber hinaus lassen sich die gemessenen Leistungs- und Umgebungswerte aus einer integrierten Instanz des Sunbird-Produkts „Power IQ“ jetzt automatisiert in DCTrack in der Etagenübersicht, den Stromkreislaufdiagrammen, den Artikeldetails und bestimmten Diagrammen aktualisieren.

Chan spricht von Datacenter Infrastructure Management der „zweiten Generation“, dem die Sunbird-Software entspreche. Er sagt: „DCIM der ersten Generation scheiterte, weil das so genante swivel chair management (Drehstuhl-Management mit vielen Konfigurationsaufgaben) zu viel manuellen Aufwand erforderte. Mit Release 9.0 wird so etwas weiter eliminiert, damit unsere Kunden automatisierter und produktiver arbeiten können.“

Release 9.0 erlaubt, Schränke und Inhalte farblich zu kodieren. Nutzer:innen können nun nach Assets auf ihrer 3D-Karte suchen und filtern. Zum Beispiel ist eine Suche nach allen installierten Hewlett-Packard-Geräten am Standort A möglich, genauso wie diese Farblich zu kennzeichnen. Diese Funktion eines Digitalen Zwillings hilft dabei, die Details ihres Rechenzentrums leichter zu erkennen, zu kommunizieren und mit entfernten Teams und dem Management zusammenzuarbeiten.

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