Die Coronakrise stellt Reiseveranstalter aktuell auch im Bezug auf den Datenverkehr vor besondere Herausforderungen. Für die reise- und datenarme Zeit zieht Dunkel IT Daten der Ferien Touristik GmbH deshalb vorübergehend vom stattlichen Daten-Resort in zwei kleine, krisenkonforme Daten-Räume um.
Axel Dunkel, Geschäftsführer von DunkelIT, vergleicht das Konzept gern mit einem Urlaubsresort: „Die Heizung im großen Resort ist im Moment nur heruntergefahren. Nach der Krise springt die Temperatur nahtlos wieder an!“
Die reisestille Zeit kostet Reiseunternehmen ein Vermögen. Massenweise Stornierungen und Rückführungen fluten auf sie ein, Umbuchungen auf spätere Termine finden selten, Neubuchungen fast gar nicht statt. Dementsprechend schwillt der Datenverkehr auf dem Mid-Office-System an und Home-Office fordert starke VPN-Leistung. Auf der Webseite und im Reisebuchungssystem hingegen herrscht lähmende Leere – die ungebremst kostet. Wie überbrücken Reiseanbieter diese Zeit? In ein kleines, günstigeres Rechenzentrum umsteigen und dafür Migrationsaufwand in Kauf nehmen? Auf Sparflamme hosten? Automatisierungstools für Massenanpassungen und -stornierungen programmieren, die sich ohne Umstellungsmühe ins System fügen?
„Abtauchen ist keine Lösung“, findet Cloud-Experte Axel Dunkel und entwirft für seinen langjährigen Kunden Ferien Touristik ein Corona-Konzept: Er vermietet ihm zwei zusätzliche, kompakte Daten-Räume für kleines Geld in der Cloud, während das bisher genutzte Hochleistungs-Rechenzentrum mietfrei weiterläuft. Der Ausbau verlief ohne Systemumstellungen oder Migrationsprozesse; alle Mitarbeiter arbeiten nahtlos in ihrer gewohnten Umgebung weiter.
Ist-Zustand bis Mitte März
Seit 18 Jahren vertreibt Ferien Touristik in rund 6.000 Reisebüros und über zahlreiche Portale individuelle und flexible Pauschalreisen. Neben Linien-, Low-Cost- und Charterflug-Preisen kombiniert der Düsseldorfer Reiseveranstalter fest eingekaufte Flugplätze mit ausgewählten Hotels; dabei kommt ihm seine Zugehörigkeit zur OTI-Gruppe zugute. Er beschäftigt rund 60 Mitarbeiter und verkauft täglich saisonabhängig zwischen 500 und mehreren tausend Reisen – normalerweise.
Vier virtuelle Rechenzentren für reibungslosen Daten- und Reiseverkehr
Fürs Hosten der Daten und den reibungslosen Verkehr ist IT-Leiter Henrik Behrens verantwortlich. Behrens und sein Team bewahren die Daten je nach Ziel und Zweck in1 vier virtuellen Rechenzentren auf: Eine Distributionsplattform nimmt Buchungen entgegen. Zur Weiterverarbeitung landen die Buchungen im touristikspezifischen Midoffice-System Midoco; auch Umbuchungen, Storno und Teilstorno, Rückführungen, der Dokumentendruck und das Rechnungswesen finden in diesem zentralen System statt. Die gesamte Finanzbuchhaltung bewahrt das FiBu-Center, gehostet von Dunkel IT, auf. Die Arbeitsteilung dabei: Der Cloudanbieter liefert sicheren, hochskalierbaren Raum und Ferien Touristik die Einrichtung, denn das Programm zum Aufbereiten der Daten für die FiBU entwickelte der IT-Leiter selbst.
Ebenfalls im Rechenzentrum von Dunkel IT läuft das Intranet des Reiseveranstalters. Zentrales Werkzeug bildet eine von Henrik Behrens selbstentwickelte Datenbank, die unter anderem alle Infos aus dem Midoffice speichert und diese Daten um auswertungsrelevante Strukturen und Funktionen anreichert. Ihre Kapazität ist entsprechend hoch. Die Internetpräsenz ferien-touristik.de wird in einem besonders ausfallsicheren Bereich im virtuellen Rechenzentrum bei Dunkel betrieben. Hier sorgen State-of-the-art Mechanismen für reibungslosen Hochverfügbarkeitsbetrieb.
Ausbau statt Abbau: die coronale Extra-Power
Der Vertrag für FiBu, Intranet, Internetpräsenz und weitere Funktionen siedelt in der höchsten Leistungsklasse an. Er legt eine bestimmte Leistungskapazität und damit auch eine bestimmte Abnahme an Rechnerleistung fest. Diese Power benötigt Ferien Touristik momentan jedoch nicht annähernd – wo keine Buchung, da keine Daten, und Visits auf der Webseite lassen sich quasi persönlich mit Handschlag begrüßen.
Damit das Unternehmen kein Geld für unangetastete Leistung zahlen muss, schuf Dunkel IT ein ausgefeiltes Konzept: Sie eröffnete neben den beiden existierenden Hochleistungsdatenräumen zwei kleine virtuelle Anbauten. Diese spiegeln exakt den Inhalt der Stammhäuser wider. Diese akkurate Dopplung schafften die Cloud-Profis ohne eine Sekunde Migrationsaufwand, weder stockte also der Workflow des Ferien Touristik Teams, noch griff eine Systemumstellung ins Daily Business ein. Weil die beiden Anbauten deutlich weniger Informationsbewegung verzeichnen, erbringen sie je nur ein Viertel der Prozessorleistung und Festplattengeschwindigkeit. Zusätzlich schlummern sie nachts, weil sich in der Nacht niemand auf eine Reiseseite verirrt. Weniger Rechenleistung und weniger Platz heißt deutlich weniger Miete. Konkret bezahlt Ferien Touristik 60 Prozent weniger als zuvor.
Flexible Skalierbarkeit in der Cloud
Die große Stärke der Cloud ist bedarfsgerechte, wendige Skalierbarkeit per Klick. Das entspannt die Lage und zahlt auf die aktuelle Situation ein. IT-Leiter Behrens beschreibt dies praktisch: „Kommt die leistungsreduzierte FiBu oder das Datawarehouse kurzzeitig mit dem Arbeitsaufkommen nicht klar, schiebe ich die Leistung mit einem Klick über VPN ins große Stamm-Zentrum zurück und arbeite flüssig weiter.
Stand: 08.12.2025
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Auch für den hoffentlich bald wieder eintretenden Anstieg des Buchungsaufkommens sind wir mit der flexiblen Lösung von Dunkel bestens gerüstet und können bedarfsgerecht die Leistung, und damit natürlich die Kosten, wieder in den Normalbetrieb hochfahren.“ Dass alle Mitarbeiter derzeit im Home-Office arbeiten, macht das VPN auch in dem niedrigen Leistungssegment elastisch mit.
Webseite: läuft
„Abtauchen ist keine Lösung“, findet Cloud-Experte Axel Dunkel und entwirft für seinen langjährigen Kunden Ferien Touristik ein besonderes Corona-Konzept.
(Bild: DunkelIT)
Flexibel Schritt hält auch das Traffic-Management, das den Datendurchsatz vom Ferien-Rechenzentrum ins Internet regelt. Bei steigendem Webseitenbesuch, drohender Überlastung oder wenn ein Server ausfällt, springt flugs der zweite Server ein. So bleiben alle Daten jederzeit vollständig und der Internetauftritt sichtbar. Das ist wichtig, denn eine Internetseite, auf der vorübergehend nicht erreichbar prangt, ruft beim Besucher Zweifel hervor und verprellt nachhaltig.
Und nach Corona?
Was kommt nach Corona? Axel Dunkel ist sich sicher: „Die Heizung im großen Resort ist im Moment nur heruntergefahren“, so der IT-Fachmann. „Nach der Krise springt die Temperatur nahtlos wieder an!“