Gartner-Magie für integrierte Systeme

Virtuelle SANs statt Komponentenpakete - das ist State of the Art

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Etablierte Anbieter mit Paketangeboten

Laut Schätzungen der Analysten auf Basis der Umsatzzahlen des Jahres 2013 wird der Gesamtmarkt für integrierte Systeme 2014 ein Volumen von über sechs Milliarden Dollar aufweisen und damit im Jahresvergleich um 50 Prozent zugelegt haben. Gartner hat nun auch einen ersten magischen Quadranten für die integrierten Systeme vorgelegt.

In dem Bericht heißt es: „Der Markt für integrierte Systeme entsteht auf dem Fundament von Innovationen und zieht zahlreiche Startup-Unternehmen an. Diese sehen ein großes Potenzial, auf dem Rechenzentrumsmarkt Fuß zu fassen, der ansonsten von den etablierten Anbietern beherrscht wird.“

Die Marktforscher unterteilen die Angebote in mehrere Hauptkategorien, wobei die „klassischen“ Anbieter vor allem in der Gruppe der integrierten Stack-Systeme (ISS) und integrierten Infrastruktursysteme (IIS) zu finden sind. ISS umfasst vorkonfigurierte Kombinationen von Server-, Speicher- und Netzwerk-Hardware, die mit einer Anwendung (etwa Datenbank) in einer Appliance ausgeliefert werden.

Dazu gehören etwa „Oracle Exadata Database Machine“, „IBM Pure Application System“ und „Teradata“. IIS wiederum bieten eine gemeinsam nutzbare Infrastruktur aus Server-, Speicher- und Netzwerk-Hardware. VCE („Vblock“), IBM („Pureflex“) und HP („Converged System“) gehören unter anderen dazu.

Die Komponenten

Die meisten dieser integrierten Systeme bauen auf Blade-Server mit eng gekoppelten Storage Area Networks (SAN) und Network-Attached Storage (NAS), die Boot-from-Disk für alle physischen und virtuellen Knoten ermöglicht. „Die Mehrheit dieser integrierten Systeme stellt eigentlich eine effiziente Bündelung der genannten Komponenten dar, die auch als separate Produkte verkauft werden“, so die Gartner-Analyse.

Als Marktführer in diesem heiß umkämpften Segment haben die Marktforscher VCE aus der Kategorie der ISS ausgemacht. Es ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Cisco, EMC und VMware und kombiniert „Cisco UCS Server Blades“ und Netzwerkkomponenten mit Speicher von EMC und Virtualisierung von VMware. Diese Komponenten sind über das selbst entwickelte „Vision Intelligent Operations-Management“ miteinander integriert. Auf der einen Seite profitiert VCE von der Marktmacht der drei Unternehmen, aber auf der anderen Seite sind Interessenskonflikte zwischen den Partnern vorprogrammiert.

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