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Cloud-Betriebssysteme
Anbieter wie VMware, Citrix und Red Hat haben ihre Hypervisoren in der Zwischenzeit mit vielen zusätzlichen Funktionen und Managementtols erweitert, um sie zu Cloud-Betriebssystemen auszubauen. Die vollständigste Vision eines Cloud-Betriebssystems hat derzeit wohl VMware mit seinem vSphere-Porfolio. Neben Lastverteilung, Automatisierung, Sicherheit, Billing enthält vSphere 4 beispielsweise auch eine zentral managebare verteilte virtuelle Switching-Architektur.
Citrixs Cloud Center (C3) vereint ebenfalls eine Palette an Infrastruktur-Komponenten, um Cloud-basierte Services zu hosten, zu verwalten und bereitzustellen. C3 beinhaltet eine Referenzarchitektur, die die individuellen Funktionen mehrerer Citrix-Technologien verbindet.
Netzwerk-Virtualisierung
Das Netzwerk wird im Cloud Computing zu einem entscheidenen Faktor. Benötigt werden hohe Bandbreiten und Technologien, die die Verfügbarkeit aller Dienste im Netz sicherstellen.
Die zunehmende Dichte der virtuellen Maschinen legt die Migration auf 10 Gigabit Ethernet nahe, um die I/O-Anforderungen bewältigen zu können. Spezielle I/O-Virtualisierungslösungen wie sie in Blades zum Einsatz kommen, aber auch von Cisco und anderen angeboten werden, sorgen bei hochgepackten konsolidierten Servern für den benötigten Durchsatz auf Maschinenebene. Die Virtualisierung des I/O, bei der die Netzkarten durch virtuelle I/O-Ressourcen ersetzt werden, reduziert die die Kosten um bis 50 Prozent. Virtuelle NICs und HBAs sehen dabei für Hypervisoren genau wie physikalische Karten aus. Ein Kabel reicht aus für alle VM-Verbindungen und das Management. VMs lassen sich aus Sicherheitsgründen bei Bedarf mit spezifischen I/O-Ressourcen verknüpfen. Und virtueller I/O lässt sich zwischen Servern migrieren und unterstützt damit ebenso die Migration von virtuellen Maschinen.
Load Balancing
Zentral sind weiterhin Load-Balancing-Technologien. Ihnen fällt es zu, die Komplexität der Worklaods zu managen.
Load Balancer sogen für die Verteilung der angeforderten Services in einer Cloud auf zur Verfügung stehende Hosts. Sie starten automatisch Failover bei dem Ausfall eines Knoten. Eine Herausforderung für das Netzwerk bei Cloud Computing besteht darin, nicht nur eine virtuelle Umgebung alleine mit den entsprechenden virtuellen Netzwerkschnittstellen zu versorgen. In Zukunft müssen auch die komplexen logischen Verbindungen zwischen virtuellen privaten und öffentlichen Rechenzentren bewältigt werden.
Darüber hinaus arbeiten Hersteller wie Cisco, Brocade oder Egenera an vereinheitlichen Netzen. Hier spielt unter anderem der FCoE-Standard (Fibre Channel over Ethernet) eine wichtige Rolle. Cisco hat beispielsweise mit VMware den VN-Link entwickelt, der Netzwerk- und Storage-Services für virtuelle Umgebungen bietet. Dadurch wird es möglich, VMs mit Netzwerk- und Sicherheitspolicies sowie Storage-Diensten zu koppeln. So können sie mit allen Ressourcen in der Cloud verschoben werden.
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