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Load Balancing
Zentral sind weiterhin Load-Balancing-Technologien. Ihnen fällt es zu, die Komplexität der Worklaods zu managen. Load Balancer sogen für die Verteilung der angeforderten Services in einer Cloud auf zur Verfügung stehende Hosts. Sie starten automatisch Failover bei dem Ausfall eines Knoten. Eine Herausforderung für das Netzwerk bei Cloud Computing besteht darin, nicht nur eine virtuelle Umgebung alleine mit den entsprechenden virtuellen Netzwerkschnittstellen zu versorgen. Vielmehr müssen in Zukunft auch die komplexen logischen Verbindungen zwischen virtuellen privaten und öffentlichen Rechenzentren bewältigt werden.
Darüber hinaus arbeiten Hersteller wie Cisco, Brocade oder Egenera an vereinheitlichten Netzen. Hier spielt unter anderem der FCoE-Standard (Fibre Channel over Ethernet) eine wichtige Rolle. Cisco hat beispielsweise mit VMware den VN-Link entwickelt, der Netzwerk- und Storage-Services für virtuelle Umgebungen bietet. Dadurch wird es möglich, VMs mit Netzwerk- und Sicherheitspolicies sowie Storage-Diensten zu koppeln. So können sie mit allen Ressourcen in der Cloud verschoben werden.
Storage-Virtualisierung
Auch die Storage-Virtualisierung ist nicht neu, aber gewinnt jetzt eine bedeutende Rolle. Sie erst ermöglicht es, VMs und Daten unabhängig von einem bestimmten Speicherort zu sichern und damit die Kapazität der Cloud voll auszunutzen.
Die SNIA (Storage Networking Industry Association) hat bereits einen eigenen Bereich für Cloud Storage gegründet. Prinzipiell ist die Idee auch durchaus elegant. Der Speicher im eigenen Unternehmen lässt sich klein halten. Die Speicherung von großen Datenmengen wird bei Storage-as-a-Service an einen Dienstleister ausgelagert, den man nur für tatsächlich genutzte Kapazitäten und Bandbreiten entlohnt.
Über Technologien wie Tiered Storage und Thin Provisioning lässt sich eine bedarfsgerechte und schlanke Speicherzuweisung ermöglichen, die die Kosten gering hält. Darüber hinaus sichern Technologien wie Ausfallsicherheit, Hochverfügbarkeit, Snapshots und Disaster Recovery die Verfügbarkeit der Daten in virtuellen Umgebungen. VMware bietet beispielsweise mit Storage VMotion die Möglichkeit der dynamischen Verschiebung von Platten virtueller Maschinen ohne Unterbrechung. Damit wird ein kontinuierlicher Betrieb gewährleistet, auch wenn Dateien verschoben werden müssen.
Anwendungsvirtualisierung
Nachdem die gesamte physikalische Hardware virtualisiert ist, benötigt man in der Cloud auch gekapselte Anwendungen, die als Service on Demand mit den Anwenderkonfigurationen sowie Ausführungsparametern gestartet und ausgeführt werden. Nur so ist es möglich, dass ein Anwender auf jedem Endgerät, sei es Desktop, mobiler Client oder Thin Client immer seine persönliche Anwendung mit den entsprechenden Daten erhält.
Auch hier haben sich viele Technologien herausgebildet, viele sind bereits altbekannt wie die Terminalservices. Auch die Web-Container-Technologie als Teil von Applikationsservern existiert schon länger, wie Apache Tomcat, eine populäre, Open-Source-basierte Technologie.
Das GlassFish-Projekt bietet darüber hinausgehende Funktionen wie Persistenz, Clustering, Failover, Messaging oder Enterprise Java Beans (EJB). VMware hat soeben mit Springsource auch eine Web-Entwicklungsplattform für sein Cloud-Environment eingekauft, Microsoft wird sein .Net-Framework für seine Azure-Plattform nutzen.
Während heute noch eine Betriebssystemplattform die Anwendung beherrscht, wird die Entwicklung in der Cloud dazu führen, dass Anwendungen zunehmend für Programmierumgebungen entstehen, die ein höheres Abstraktionsniveau bieten als alte Betriebssysteme.
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