Schlüsselfertig bis zu 50 Megawatt Vertiv stellt den Datacenter-Baukasten „One Core“ vor

Quelle: Pressemitteilung Vertiv 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Vertiv hat die globale Verfügbarkeit des Infrastruktursystems „One Core“ angekündigt. Der Baukasten bündelt Innenmodule und Außencontainer für Stromversorgung, Kühlung und IT-Overhead mit einer Stahl-Außenhülle zu einem standardisierten, vormontierten und schlüsselfertigen Datacenter-Paket.

Mit einer flexiblen Stahlaußenhülle und konfigurierbaren Innen- und Außenblöcken sollen sich Vertiv-Kunden ein schlüsselfertiges Datacenter zusammensetzen können. Im Bild: ein Referenzdesign mit vier Datenhallen und Flüssigkeitskühlung für 50 Megawatt IT-Leistung.(Bild:  Vertiv)
Mit einer flexiblen Stahlaußenhülle und konfigurierbaren Innen- und Außenblöcken sollen sich Vertiv-Kunden ein schlüsselfertiges Datacenter zusammensetzen können. Im Bild: ein Referenzdesign mit vier Datenhallen und Flüssigkeitskühlung für 50 Megawatt IT-Leistung.
(Bild: Vertiv)

Fabrikseitig getestete, skalierbare Module und kurze Installationszeiten durch Außencontainer und einschiebbare Innenraumkomponenten von Core One sollen laut Vertiv „den Aufbau von Rechenzentrumskapazitäten in großem Maßstab beschleunigen“. Dabei übernimmt der Hersteller ebenfalls die Koordination des gesamten Entwicklungsprozesses vom Entwurf bis zur Installation.

Den Baukasten bietet Vertiv anpassbar an Anforderungen von Unternehmens-, Co-Location-, Sovereign-Cloud- und KI-Rechenzentren an. Ein besonderer Fokus richtet sich auf Rechenzentren mit diversen Lastenprofilen und auf besonders leistungsdichte Umgebungen. So soll eine Core One-Datenhalle 5 bis 50 Megawatt IT-Leistung in 96 bis 944 Racks beherbergen können.

Konfigurierbare Innenraum-Module und Container für den Außeneinsatz

Die Kernmodule in einer Beispielkonfiguration des „Vertiv One Core“-Rechenzentrums. (Bild:  Vertiv)
Die Kernmodule in einer Beispielkonfiguration des „Vertiv One Core“-Rechenzentrums.
(Bild: Vertiv)

Den Kern des Angebots bilden zum Teil bereits verfügbare Innenraumkomponenten: das Overhead-Modul für Rack-Reihen „Vertiv Smart Run“ ebenso wie USV-Systeme, Batterien, die Stromversorgung sowie Kühlsysteme. Alle Komponenten werden auf fabrikseitig montierten Montage-Einheiten gruppiert.

Im Rahmen von One Core können diese Module nun großflächig für den Einsatz in bestehenden Gebäuden skaliert oder mit einer neu entwickelten und in verschiedenen Größen herstellbaren Stahl-Außenhülle für die Datenhalle sowie mit standardisierten Außenmodulen kombiniert werden. Damit können sich Betreiber einen schlüsselfertigen Datacenter-Neubau zusammenstellen.

In den Außenmodulen können so je nach Bedarf Elemente der Stromverteilung, Hydraulik und des Brandschutzes, aber auch Büroräume untergebracht werden. Ebenfalls als bereits konfigurierte Außenmodule bietet Vertiv seine Wärme-Abfuhrsysteme mit integrierten Speichertanks für eine thermische Notfallreserve an.

Kühlungstechniken für diverse Workloads und Klimazonen

Die Stromversorgung unterstützt dabei in sämtlichen Ausführungen Mittelspannungen von 11 bis 35 Kilovolt und eine 3-phasige Wechselstromversorgung mit 400 bis 480 Volt. Kunden können je nach Anforderungen der IT-Hardware und der Klimazone (One Core ist für den Betrieb bei -20 bis 55 Grad ausgelegt) aus mehreren Kühlungsoptionen und Wärme-Abfuhrsystemen wählen, inklusive Flüssigkeitskühlungen wie der „Vertiv Cool Chip CDU“.

Das Vorstellungsvideo für den Datacenter-Baukasten „Vertiv One Core“.

Monitoring, Verwaltung und Automatisierung des Rechenzentrums soll die Software „Vertiv Unify“ übernehmen, die Steuerungssysteme für Stromversorgung, Kühlung und Gebäude-Infrastruktur in einem Interface integriert. Vertiv-Servicecenter und ein Netzwerk von Feldtechnikern sollen Kunden dabei die Inbetriebnahme sowie Wartungsprogramme und Support-Leistungen anbieten.

Im Rahmen des Konzepts eines „Prefabricated Modular Data Center“ bietet Vertiv bereits seit 2023 fabrikgefertigte Overhead- und Infrastruktur-Module an. Damals allerdings sollten 50 Megawatt IT-Kapazität nur in „hybriden“ Kombinationen mit nicht-modularen Infrastrukturen erreichbar sein; ein modulares One Core-Datacenter hingegen soll 50 Megawatt Leistung alleine bewältigen können. Hinzugekommen sind zudem neue und weiterentwickelte Module, die Stahlstruktur sowie das vereinheitlichte Gesamtkonzept inklusive integrierter Steuerung und erweiterten Dienstleistungen.

(ID:50515389)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung