Mit Certutil.exe lassen sich Zertifikate verwalten und Fehler beheben Troubleshooting von Zertifizierungsstellen in der Befehlszeile

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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„Certutil.exe“ ist ein Befehlszeilen-Tool, das in „Windows“ integriert ist und für die Verwaltung von Zertifikatsdiensten genutzt wird. Dieses Tool ist vielseitig einsetzbar, von der Überprüfung von Zertifikaten bis hin zur Konfiguration von Zertifikatsdiensten.

Das Windows-Tool Certutil.exe erlaubt, Rechenzentrumszertifikate zu verwalten und Fehler zu finden. (Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Das Windows-Tool Certutil.exe erlaubt, Rechenzentrumszertifikate zu verwalten und Fehler zu finden.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Der Einsatz des Tools CertUtil.exe bietet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten in der IT-Administration. Nachfolgend sind einige Beispiele aufgeführt:

Mit Certutil.exe können Zertifikate auf Gültigkeit und Konsistenz geprüft werden. Mit dem Befehl "certutil -verify MyCertificate.cer" kann das Zertifikat „MyCertificate.cer“ überprüft werden. Sollten Probleme mit dem Zertifikat auftreten, gibt das Tool eine entsprechende Fehlermeldung aus.

Mit Hilfe von Certutil.exe können auch Zertifikatsanträge erstellt werden. Mit dem Befehl "certutil -new request.inf request.csr" wird eine neue Zertifikatsanforderung aus der Konfigurationsdatei „request.inf“ erzeugt und das Ergebnis in „request.csr“ gespeichert.

Certutil.exe ermöglicht den Export von Zertifikaten und privaten Schlüsseln aus dem Zertifikatsspeicher. Mit dem Befehl "certutil -exportPFX -p Password MyCertificate.cer MyPFXFile.pfx" kann ein Zertifikat zusammen mit seinem privaten Schlüssel in eine PFX-Datei exportiert werden.

Certutil.exe kann zudem zur Konfiguration von Zertifikatsdiensten verwendet werden. Beispielsweise kann mit dem Befehl "certutil -setreg CA\CRLPeriod Weeks" das Intervall für die Veröffentlichung von Certificate Revocation Lists (CRLs) auf wöchentlich gesetzt werden.

Status von Zertifikaten überprüfen

Admins können Certutil.exe auch verwenden, um den Status eines ausgewählten Zertifikats zu überprüfen. Dazu dient der Befehl "certutil -verify <Zertifikatsdatei>" ein. Dieser zeigt, ob das Zertifikat gültig ist und ob es Probleme mit der Zertifikatskette gibt. Das deutet auf Probleme mit den Zertifikatsdiensten hin, da sich Probleme oft auf die Zertifikate auswirken.

Sie können Certutil dazu verwenden, um den Inhalt eines bestimmten Zertifikatsspeichers zu überprüfen. Der Befehl "certutil -store <Speichername>" zeigt alle Zertifikate im angegebenen Speicher an. Damit können sie überprüfen, ob ein Zertifikat korrekt installiert ist oder ob es abgelaufene oder widerrufene Zertifikate gibt.

Mit dem Befehl "certutil -ca.cert <Zertifikatsdatei>" können Administratoren:innen die Zertifizierungsstelle ermitteln, die das Zertifikat ausgestellt hat. Das kann Ihnen dabei helfen, Probleme mit einer bestimmten Zertifizierungsstelle zu identifizieren. Hilfreich kann das insbesondere bei der Verwendung mehrerer Zertifizierungsdienste sein.

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