Energieeffizienz im Rechenzentrum Stromsparen vom Chip bis zur Steuerung der IT-Infrastruktur

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrich Roderer

Die steigenden Energiepreise erhöhen den Druck auf einen sparsamen Umgang mit der Ressource Energie. Die Hersteller der IT-Systeme begegnen diesem durch neue Systeme mit mehr Effizienz und einer besseren Verwaltung.

Anbieter zum Thema

Der Energieverbrauch der Rechenzentren rückt angesichts steigender Energiepreise in den Mittelpunkt. Um die Kosten im Zaum zu halten, drehen die Herstellen an allen Stellschauben. Das Portfolio zur Energieeffizienz reicht dabei vom Einsatz stromsparender Serversysteme bis hin zur Ausrichtung des gesamten Datacenters an den Prinzipien eines möglichst sorgsamen Umgangs mit Energie.

Durch das Zusammenspiel aller Komponenten lassen sich dabei erhebliche Einsparungen erzielen. Dies allerdings erfordert eine gute Abstimmung der einzelnen Bausteine untereinander und ein optimierte Verwaltung. Wie diese aussehen kann, soll anhand eines Beispiel verdeutlicht werden: Sinkt die durch die Benutzer abgeforderte Rechenlast, so kann beispielsweise die Taktung des Servers reduziert werden. Sind allerdings mehrere Server zur Bewältigung der Last im Einsatz, so wird man eher dazu übergehen, die Last der Benutzer auf einen oder wenige Server zu bündeln und die übrigen gänzlich abzuschalten.

Diese erfordert allerdings eine umfassende Integrationen aller Einzelteile sowie der Verwaltungswerkzeuge und deren Möglichkeiten. Was allerdings sind diese Baugruppen und wie sieht eine energiesparende Integration aus?

Von den Strukturbreiten der Chips

Zu den Baugruppen auf der untersten Ebene zählen alle Bausteine der Server, der Netzwerke und Speichersysteme. Dies betrifft vor allem die aktiven Prozessoren, den Arbeitsspeicher, die Schaltkreise der Switches, die Puffer und die I/O-Baugruppen. Der effizienteste Weg zur Verringerung des Energiebedarfs auf dieser elementaren Stufe der physikalischen Bausteine liegt in der Reduzierung der Strukturbreiten in den Chips. Die sorgt nicht nur für geringeren Energieverbrauch, sondern erhöht gleichzeitig die Packungsdichte der Bausteine. Das Prinzip kennt jeder Nutzer von elektronischen Geräten oder Bauteilen. Speicherkarten werden beständig kompakter, kleiner und damit auch stromsparender.

Eine Integrationsstufe höher stehen die Serversysteme in ihrer Gesamtheit und deren Zusammenspiel mit ihren Netzteilen sowie der Integration in die Racks oder Bladechassis. So haben beispielsweise Netzteile die den Strom für eine Gruppe von Server bereitstellen, immer eine bessere Energieeffizienz als individuelle Servernetzteile wie sie in Tower-Servern verwendet werden.

Der Wirkungsgrad der Netzteil ist in den vergangen Jahren beständig nach oben getrieben. Diese sorgen für eine bestmögliche Ausbeute der Energie durch niedrige Energieverluste bei der Wandlung des Wechselstrom in den für die Server benötigten Gleichstrom.

(ID:2043958)