Energieeffizienz im Rechenzentrum

Stromsparen vom Chip bis zur Steuerung der IT-Infrastruktur

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Optimierung der Server

Die nächste Stufe der Integration betrifft die Zusammenfassungen der Server im Rechenzentrum. Die bisher erläuterten Prinzipien zur Energieoptimierung gelten auch hier analog und haben das Rechenzentrum oder genauer dessen Infrastruktur für die Server und weiteren IT-Baugruppen im Fokus.

Diese Infrastruktur des Rechenzentrums und dessen Energieeffizienz betrifft vor allem zwei Aspekte: die Bereitstellung des Strom zum Betrieb der Server und weiteren IT-Einheiten sowie die Kühlung, um die Geräte in der Betriebstemperatur zu halten. Intelligente Verfahren zur Energienutzung helfen dabei, den Energiebedarf der Rechenzentren niedrig zu halten. Die Verfahren sollen dabei eine Klammer über alle Baugruppen und Softwaresysteme spannen. Auch hierzu ein Beispiel:

Sinkt die Last der Benutzer, so lassen sich, wie oben erwähnt, Server deaktivieren. Dies senkt aber auch den Bedarf für die Kühlung. Und folglich sollte auch die Kühlleistung reduziert werden, was abermals den Energiebedarf senkt.

Solch umfassende Steuerungen verlangen aber nach den passenden Verwaltungs- und Regelungsmöglichkeiten, die vorhandenen Rechnerressourcen optimal auf die anfordernden Benutzer und Geschäftsprozesse abstimmen.

Serverprovisionierung anhand von SLAs

Der übergreifende Ansatz der Energienutzung muss also die gesamte Kette des Energieflusses, ausgehend vom einzelnen Chip bis hin zur intelligenten Steuerung der Kühlung, überstreichen. Dies schließt die Provisionierungskonzepten mit einer dynamischen Bereitstellung der Rechenleistung für die Applikationen ein. Die gesamte Kette der Optimierungen muss immer im Einklang mit der benötigten Leistung stehen.

Folglich können alle Maßnahmen zur Energieeinsparung auch nur im Verbund mit den Betriebssystemen, den Applikationen und der Verwaltungssoftware greifen. Die Vorteile einer solch umfassenden Regelung haben dann aber wiederum positive Rückschlüsse auf weitere Bereiche: Werden beispielsweise die Server durch intelligente Regelungen besser gesteuert, so entfällt die Notwendigkeit, Reserven für Lastspitzen bereitzuhalten. Dies senkt die Anzahl der benötigten Server abermals.

In der Vergangenheit wurde die Leistung der Server meist an den erwarteten Lastspitzen ausgelegt. Die meiste Zeit allerdings waren diese Geräte nur zu einem Bruchteil ausgelastete. Dieser Umstand führt letztendlich zu den Konzepten der Servervirtualisierung wie wir sie derzeit kennen.

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