Die Welt der künstlichen Intelligenz verzeichnet deutliche Fortschritte, birgt aber Herausforderungen: Von unkoordinierter Nutzung generativer KI über neue Cyber-Bedrohungen bis hin zur Chancengleichheit am Arbeitsplatz. Wie können Unternehmen angesichts dessen eine kluge Strategie entwerfen?
In seinen Prognosen für das Jahr 2024 wagt Grammarly einen Ausblick auf die Zukunft des KI-vernetzten Arbeitsplatzes.
Der weltweite Umsatz im Bereich Künstliche Intelligenz in den Anwendungsfeldern Hardware, Software und IT-Services könnte sich im Jahr 2024 auf über 550 Milliarden US-Dollar belaufen. Der Markt rund um die KI boomt und wird Unternehmen wie Privatpersonen viel bieten, der Hype kommt nach und nach im Alltag an.
Nun rücken die Herausforderungen, wie der Bedarf an strategischen Entscheidungen, die den ROI von Investitionen in die KI-Tools maximieren und die Sicherheitsrisiken minimieren können, in den Vordergrund. Auch im Umgang mit KI werden Probleme deutlich: 40 Prozent der Angestellten wissen nicht, wie sie generative KI am Arbeitsplatz effizient nutzen können.
Welche konkreten Herausforderungen – aber auch Chancen – hinsichtlich der Technologie 2024 kommen, möchte Grammarly, führender Anbieter von KI-Schreibassistenz, genauer beleuchten. Die Prognosen des Unternehmens bieten einen Ausblick auf die Zukunft des KI-vernetzten Arbeitsplatzes.
Auf unkoordinierten Einsatz von Gen AI am Arbeitsplatz folgt „große KI-Abrechnung“
Die willkürliche Einführung generativer KI hat zu massiven Diskrepanzen bei der Nutzung der Technologie durch Arbeitnehmer und -geber geführt. Laut einer Studie gaben 15 Prozent der Befragten in Deutschland an, dass ihr Unternehmen KI einsetzt. Weitere 28 Prozent der befragten Unternehmen planten oder diskutierten den Einsatz von KI in diesem Jahr.
Nur eine von hundert Organisationen hat jedoch Regeln für den Einsatz von generativer KI durch einzelne Mitarbeiter festgelegt. Dies deutet darauf hin, dass der kompetente Einsatz von KI noch nicht weit verbreitet ist. Gleichzeitig sind Angestellte oft ihren Arbeitgebern voraus, indem sie ihre persönlich bevorzugten KI-Tools bei der Arbeit verwenden. Eine von Grammarly beauftragte Forrester-Studie ergab: 80 Prozent derer, die generative KI am Arbeitsplatz eigenständig einsetzen, berichten wiederum, dass ihre Arbeitgeber die Technologie noch nicht koordiniert im Unternehmen eingeführt haben.
All diese Entwicklungen werden sich 2024 zuspitzen und Unternehmen dazu zwingen, ihre Ansätze sowie Tools aufeinander abzustimmen und einen effektiven Plan für den KI-Einsatz zu entwickeln. Es wird auch entscheidend sein, Mitarbeiter einzubeziehen, um ihre Anwendungsfälle und Bedürfnisse besser zu verstehen. Darüber hinaus trägt dies dazu bei, das Risiko von „Schatten-KI“ zu mindern, indem vermieden wird, dass Mitarbeiter Technologien nutzen, die nicht von der IT-Abteilung genehmigt wurden.
Diejenigen, die von Anfang an eine koordinierte Strategie entwickelt haben, werden einen großen Vorsprung haben und einen höheren ROI aus der Anwendung der Technologie erzielen. Im Gegensatz dazu werden diejenigen, die es versäumt haben, sich vorzubereiten, auf ein kostspieliges Chaos zusteuern. Sie werden viele nicht miteinander verbundene Tools in ein verwaltbares und nachvollziehbares Ökosystem integrieren müssen, was enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand bedeutet.
Priorisierung der Sicherheit in der Implementierung generativer KI wird zentral sein
Generative KI scheint überall zu sein, weil sie tatsächlich allgegenwärtig ist. Ob es den Arbeitgebern gefällt oder nicht – generative KI wird nicht verschwinden. Mit dem zunehmenden Einsatz dieser Technologie entstehen jedoch neue Bedrohungen für die Cybersicherheit.
Vier ernsthafte Bedrohungen werden die Verantwortlichen zu Recht in Atem halten: Sicherheitsschwachstellen in großen Sprachmodellen (eine umfassende Liste findet man in den OWASP LLM Top 10), Datenschutz- und Urheberrechtsfragen, Risiken bei der Verwendung unausgereifter LLM-Drittanbieter sowie die Qualität und Genauigkeit der erzeugten Ergebnisse.
Als Reaktion auf diese Gefahren werden Unternehmen künftig einen Rahmen für die sichere Implementierung der Technologie brauchen. Als einer der Vorreiter auf diesem Gebiet hat Grammarly ein solches Framework entwickelt, das Unternehmen als Vorlage für ihre eigenen Vorhaben benutzen können. Damit werden die Vorteile der generativen KI effektiv eingesetzt und gleichzeitig ihre Risiken minimiert.
Zusätzlich werden Unternehmen ihre internen KI-Sicherheitsteams verstärken und ihre Experten für das Red-Team trainieren, um sie vor lauernden Bedrohungen zu rüsten. Bei der Einführung der generativen KI wird der Bedarf an Vorbereitung aller Mitarbeiter als zweite Verteidigungslinie gegen die beschriebenen Sicherheitsbedrohungen also 2024 wachsen. So unter anderem durch regelmäßige Sicherheitstrainings.
Die Bereitstellung klarer Richtlinien für den sicheren und verantwortungsbewussten Einsatz der generativen KI am Arbeitsplatz wird auch hoch auf der Agenda stehen. Zwei Drittel der Angestellten, die bereits von generativen KI-Systemen gehört haben, gaben in aktuellen Studien an, dass es an ihrem Arbeitsplatz noch keine Vorgaben oder Leitlinien für deren Einsatz gibt.
Stand: 08.12.2025
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KI-Kompetenz wird für Gleichberechtigung am Arbeitsplatz an Bedeutung gewinnen
Die Demokratisierung der künstlichen Intelligenz eröffnet ungeahnte Möglichkeiten auf Chancengleichheit. Seit dem Aufkommen des Internets hat keine andere Erfindung solche Gelegenheiten für den Zugang zu Informationen und somit zur Verbesserung von Fähigkeiten und Wissensgenerierung geboten.
Viele Angestellte wissen allerdings noch immer nicht, wie sie KI effektiv nutzen können. Damit besteht die Gefahr, dass solche Tools zu einer massiven Ungleichheit führen können. Sie treiben möglicherweise einen Keil zwischen KI-kompetente Arbeitnehmer und ihre Kollegen mit geringerer KI-Versiertheit. Unternehmen, die den Bedarf an der Recherche dieser Kluft erkennen und effektive Weiterbildungsangebote für Teammitglieder bieten, werden einen deutlichen Vorteil haben.
Die zielgerichtete Nutzung von KI-Tools wird zu einem Unterscheidungsmerkmal innerhalb der Belegschaft werden. Letztlich wird es an den Führungskräften liegen, bestehende sowie zukünftige Lücken zu schließen, um sicherzustellen, dass KI zu einer Triebfeder für Gerechtigkeit wird.
Über Grammarly
Das Software-Unternehmen Grammarly entwickelt einen KI-basierten Schreibassistenten, der Menschen dabei hilft, effizienter auf Englisch zu kommunizieren. Jeden Tag verlassen sich über 30 Millionen Menschen und 70.000 Business-Teams auf Grammarly’s KI- und menschliche Expertise, um Ideen zu generieren, Texte zu verfassen, zu verbessern und zu interpretieren. Mit einer intuitiven Benutzeroberfläche und Echtzeit-Feedback funktioniert Grammarly in mehr als 500.000 Anwendungen und Websites. Grammarly nutzt eine Vielzahl moderner Ansätze, darunter maschinelles Lernen, Deep Learning und generative KI, um Unterstützung in seinen Produkten zu bieten.