In Windows Server 2022 lassen sich komplette Datenträger mit Bordmitteln replizieren. Dadurch können Unternehmen hochverfügbare Datenspeicherung oder Cluster einrichten, die sich über mehrere Standorte oder sogar Länder erstrecken. Wir zeigen in diesem Beitrag die Funktion.
Hochverfügbarer Storage über mehrere Standorte: So geht’s in Windows Server 2022.
Die Speicherreplikation in Windows Server 2022 ermöglicht das Einrichten einer Replikation kompletter Datenträger über das Netzwerk auf andere Datenträger. Sinnvolles Einsatzgebiet sind Geo-Cluster, bei denen Daten zwischen Rechenzentren oder Ländern repliziert werden müssen. Die Speicherreplikation lässt sich auch zu virtuellen Servern und über das Windows Admin Center auch zu virtuellen Computern in Azure einrichten. Die Verwaltung der Speicherreplikation lässt sich über das Windows Admin Center steuern. Einfach ausgedrückt, können Admins mit der Speicherreplikation zwei Server miteinander synchronisieren, sodass beide eine identische Kopie der Datenträger erhalten.
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Die Speicherreplikation kann zwischen Servern im selben Rechenzentrum ablaufen, aber auch zwischen Racks, Etagen, Gebäuden, Campusumgebungen, Bezirken, Städten und ganzen Ländern. Windows Server 2022 Standard kann nur eine Replikationspartnerschaft mit einem 2-TB-Volumen eingehen. Sollen mehrere Datenträger oder eine größere Datenmenge repliziert werden, ist die Windows Server 2022 Datacenter Edition notwendig. Windows Server 2022 erweitert die bereits bestehenden Funktionen der Speicherreplikation, die zuerst in Windows Server 2016 eingeführt wurden.
Voraussetzungen für die Speicherreplikation
Zwei Server mit Windows Server 2022,
Netzwerkverbindung zwischen den Servern,
geeignete Festplatten oder SSDs.
Einrichtung der Speicherreplikation
1. Installation der Rolle „Speicherreplikation“ über den Server-Manager oder das Windows Admin Center,
2. Konfiguration der Firewall-Regeln für die Replikation,
3. Auswahl der Volumes, die repliziert werden sollen.
Einrichtung der Replikationspartnerschaften mit der PowerShell oder über die grafische Benutzeroberfläche im Server-Manager oder dem Windows Admin Center.
Vorteile bei der Speicherreplikation
Die Speicherreplikation kann Daten auf Blockebene replizieren. Auf dieser Ebene lassen sich keine Dateien von der Synchronisierung ausschließen. Ein großer Vorteil ist die schnelle und einfache Konfiguration der Speicherreplikation. Generell brauchen Admins nur das Windows Admin Center, binden die beteiligten Server an und können danach die notwendigen Features für die Speicherreplikation über das Windows Admin Center installieren und anschließend auch gleich die Replikationseigenschaften anpassen.
Synchrone Replikation und asynchrone Replikation
Die Speicherreplikation lässt sich in Windows Server 2022 sehr flexibel steuern. Bei der synchronen Replikation spiegelt der Windows-Server die Daten so, dass bei einem Ausfall kein Datenverlust auftritt. Die Leitung zwischen den Servern sollte dazu leistungsstark sein, mit einer geringen Latenz. Bei der asynchronen Replikation kann die Leitung auch höhere Latenzen aufweisen. In diesem Fall ist es bei einem Ausfall aber durchaus denkbar, dass Daten verloren gehen.
Stretched-Cluster und Cluster-zu-Cluster-Replikation
Die Speicherreplikation kommt entweder bei einem Stretched-Cluster oder im Rahmen einer Cluster-zu-Cluster-Replikation zum Einsatz. Dabei können die beteiligten Cluster oder Knoten eines Stretched-Clusters auch regional getrennt sein.
Speicherreplikation einrichten: Replikation On-Premises und mit Microsoft Azure
Im Windows Admin Center erfolgt die Anpassung der Speicherreplikation über den Menüpunkt „Speicherreplikat“ im unteren Bereich. Wenn die notwendigen Erweiterungen auf dem Quell-Server fehlen, lassen sie sich an dieser Stelle mit „Installieren“ auch über das Netzwerk auf dem Server einrichten. Nach der Installation ist ein Neustart notwendig. Nach dem Neustart erfolgt die Einrichtung der Replikation über „Speicherreplikat“. Dieses zeigt die erfolgreiche Installation der notwendigen Erweiterungen in Windows Server 2022 an.
Über die Registerkarte „Partnerschaften“ wird die Replikation zwischen Servern und ihren Datenträgern eingerichtet. Mit der Schaltfläche „Neu“ erfolgt die Einrichtung der Partnerschaft. Hier besteht auch die Möglichkeit, die Replikation mit einem virtuellen Computer in Azure einzurichten. Im Rahmen der Einrichtung werden Quell- und Ziel-Server angegeben. Über das Windows Admin Center lässt sich auch auf dem Ziel-Server die Speicherreplikats-Erweiterung einrichten. Wenn auf dem Ziel-Server die Speicherreplikations-Erweiterung nicht installiert ist, bricht der Einrichtungsassistent mit einem Fehler ab.
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Bei der Einrichtung mit Azure muss zuvor das Windows Admin Center in den Einstellungen mit Azure registriert werden. Dadurch kann das Windows Admin Center neue Ressourcen in Azure erstellen und auch Ressourcen verwalten. Die Einrichtung erfolgt generell ähnlich, unabhängig davon, ob das Ziel in Azure oder auf einem anderen Server liegt. Wichtig ist, dass die Features für die Speicherreplikation installiert und die Volumes vorhanden und formatiert sind. Mit „Erstellen“ richtet der Assistent die Partnerschaft ein.
Nach der Einrichtung sind die Einstellungen und Details der Partnerschaft im unteren Bereich bei „Speicherreplikat“ zu finden. Im laufenden Betrieb ist über „Ereignisanzeige“ bei „Speicherreplikat“ zu sehen, wie die Replikation abläuft. Diese Informationen lassen sich auch über die Ereignisanzeige in Windows abrufen, die zum Beispiel mit „eventvwr.msc“ startet.
Stand: 08.12.2025
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Replikationspartnerschaft anpassen und pausieren
Sobald die Replikation gestartet ist, beginnt das System, die Daten von der Quelle zum Ziel zu senden. Über den Menüpunkt „Anhalten“ pausiert die Replikation und beginnt mit „Fortsetzen“ wieder mit dem Kopieren. Über den Menüpunkt „Richtung wechseln“ können die Daten vom Ziel zur Quelle repliziert werden, und bei „Einstellungen“ stehen die Optionen zur Verfügung, mit denen die Partnerschaft angepasst werden kann. Dadurch lassen sich alle Einstellungen überblicken. PowerShell-Cmdlets wie „Get-SRGroup“ und „Get-SRPartnership“ bieten Einblick in den Status der Replikation.
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