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Mittelständische Firmen schöpfen ihre IT-Investitionen nicht aus

Softwareschrott kostet 9,6 Milliarden

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Sage gab der Bekanntgabe der Untersuchung gleich noch sieben Tipps bei, wie sich IT-Investitionen auszahlen. Zusammengestellt hat diese Axel Schmied, Country Operations Manager DACH bei dem Softwareanbieter. Seine Tipps enthalten weitere Ergebnisse aus der Umfrage (im Folgenden bsi Textende zitiert):

Sage-Manager Axel Schmied
Sage-Manager Axel Schmied
(Bild: Sage)

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Tipp 1: Die User einbinden

Damit die gekauften Lösungen mit dem Geschäftsbedarf übereinstimmen und später auch genutzt werden, sollten Entscheider nicht nur interne oder externe IT-Experten bei der Entscheidungsfindung ins Boot holen. Sie sollten auch die Mitarbeiter einbinden, die später mit der Software arbeiten. Und zwar bereits dann, wenn die Prozesse definiert werden. Diese Empfehlung befolgt laut Studie nur gut die Hälfte der deutschen Betriebe (56 Prozent). Rund ein Drittel der Firmen (36 Prozent) beteiligen ihre End-User nur an einer oder zwei Phasen der Software-Auswahl. Und acht Prozent der Unternehmen fragen hierzulande ihre Mitarbeiter überhaupt nicht.

Tipp 2: Software schnell einführen und die User trainieren

Nur 39 Prozent der deutschen Firmen, die im vergangenen Jahr eine Software gekauft haben, wenden diese laut Sage Studie zu 75 Prozent und mehr an. Bis zu 25 Prozent der letztjährig eingekauften Software wird bei einem Großteil der Firmen (61 Prozent) dagegen noch nicht genutzt. Je eher Mitarbeiter jedoch mit der neuen Software arbeiten, desto schneller rentiert sich die Investition.

Daher sollten Firmen die Einführung einer neuen Software unbedingt mitbedenken und einplanen. Im Vorteil sind dabei jene Unternehmen, die ihre Anwendungsprogramme über die Cloud beziehen, weil hier der Betrieb schneller umgesetzt werden kann, ohne lange Installations-Zeiten. Aber auch dann müssen sie ihre Mitarbeiter zum Anwendungsstart unbedingt schulen.

Laut Sage Studie wird bei deutschen Firmen eine vollständige Software-Nutzung auch aufgrund fehlender Anwendertrainings (28 Prozent) und mangelnder IT-Kenntnisse (26 Prozent) verhindert. Unbedingt notwendig ist daher ein Einführungstraining durch Fachleute. Darüber hinaus sollte den Mitarbeitern ausreichend Zeit zum Lernen zur Verfügung stehen.

Tipp 3: Benutzerfreundlichkeit: Trends aus der Consumer-Software beachten

Immer mehr Menschen wollen Funktionen und Extras, die sie von Endverbraucher-nahen Anwendungen kennen, auch in ihrem beruflichen Alltag nutzen. Neben dem Wunsch, sich nicht umgewöhnen zu müssen, spielt dabei auch eine Rolle, dass die Consumer-IT in der Regel intuitiv und einfach zu bedienen ist.

Fest steht daher: Eine größtmögliche Einfachheit der Business-IT erhöht auf Anhieb die Akzeptanz der neuen Lösung bei den Nutzern und erleichtert den Einführungs- und Schulungsprozess. Moderne Software-Lösungen sollten zudem den internen Erfahrungsaustausch oder die Informationsweitergabe über Social-Media-Funktionen ermöglichen. Darüber hinaus sollten Unternehmen auch Lösungen bereitstellen, die mobil nutzbar und überall verfügbar sind.

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Über den Autor

 Ludger Schmitz

Ludger Schmitz

Freiberuflicher Journalist