Mit ARM Neoverse als Grundlage und erste Fertigung in Taiwan Sipearl kündigt neuen HPC-Prozessor für Security-sensible Applikationen an

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Sipearl hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Energie-effizienten Hochleistungsprozessoren für HPC, KI und Rechenzentren spezialisiert. In der vergangenen Woche hat der europäische Fabless-Entwickler die Einführung seines „Athena1“-Prozessors für Dual-Use-Anwendungen angekündigt.

Noch gibt es nur Andeutungen über die technische Spezifikation für den europäischen HPC-Chip „Athene1“ von Sipearl. (Bild:  Sipearls)
Noch gibt es nur Andeutungen über die technische Spezifikation für den europäischen HPC-Chip „Athene1“ von Sipearl.
(Bild: Sipearls)

Nach Herstellerangaben basiert die neue Recheneinheit auf dem Know-how, das in Europa für die Entwicklung des „Rhea1“, die erste Prozessorgeneration für HPC von Siearl, entwickelt wurde. Nach Unternehmensagaben ist Rhea1 einer der komplexesten Prozessoren, die jemals in Europa entwickelt wurden.

Der mit 80 „ARM Neoverse V1“-Kernen und 61 Milliarden Transistoren ausgestattete Prozessor wird derzeit bei TSMC in Taïwan produziert und wird Anfang 2026 zur Bemusterung verfügbar sein. Rhea1-Prozessoren werden unter anderem „Jupiter“ ausstatten, den ersten europäischen Exascale-Supercomputer, der EuroHPC JU gehört und vom Forschungszentrum Jülich betrieben wird.

Allerdings bietet der Athena1 Funktionen, die speziell auf die Arbeitslasten von Regierungs-, Verteidigungs- und Raumfahrtanwendungen zugeschnitten sind. Dazu gehören beispielsweise sichere Kommunikation und Aufklärung, Kryptografie und Verschlüsselung, nachrichtendienstliche Verarbeitung, taktische Netzwerke, elektronische Erkennung oder lokale Datenverarbeitung in Fahrzeugen.

Somit soll sich Athena1 außer durch Rechenleistung durch Sicherheit und Integrität auszeichnen. Die Athena1-Familie wird SKUs (Variante des Prozessormodells) mit 16, 32, 48, 64 oder 80 „ARM Neoverse V1“-Kernen anbieten, je nach der für die jeweilige Anwendung erforderlichen Leistung und den thermischen Beschränkungen, neben anderen Faktoren. Die detaillierten technischen Spezifikationen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Mit der Herstellung des Athena1-Chips wird TSMC betraut, die weltweit führende unabhängige Foundry für Halbleiter. Das Packaging wird zunächst in Taiwan erfolgen, soll aber nach Europa verlagert werden, um das Wachstum dieses industriellen Ökosystems in Europa zu fördern. Die Markteinführung von Athena1 ist für die zweite Hälfte des Jahres 2027 geplant.

Philippe Notton, CEO und Gründer von Sipearl, wirbt mit technischer Unabhängigkeit für die Neuentwicklung: „In einer Zeit der geopolitischen Ungewissheit, in der Cybersecurity-Probleme und bewaffnete Konflikte zunehmen, ist die technologische Souveränität Europas mehr und mehr untrennbar mit souveräner Hardware verbunden, sei es für zivile Anwendungen oder, was noch wichtiger ist, für die Verteidigung. Daher war es für Sipearl nur natürlich, das von seinen Forschungs- und Entwicklungsteams im HPC-Bereich aufgebaute Fachwissen zu nutzen, um eine neue Version unseres ersten Prozessors zu entwickeln, die perfekt auf die Bedürfnisse von Dual-Use-Zwecken zugeschnitten ist.“

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