KI-, Analyse- und Code-Tools im Bund mit Daten aus OT und IT Siemens präsentiert immersive Technik und KI für das industrielle Metaverse

Quelle: Pressemitteilung 6 min Lesedauer

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Neue Partner, neue Technik: So präsentiert sich Siemens aus der „CES“, der derzeit stattfindenen Computermesse in Las Vegas. Zum Beispiel wird eine Head Mounted Display von Sony mit der „Xcelerator“-Software von Siemens kombiniert und „AWS Bedrock“ mit der „Mendix“-Low-Code-Plattform kombiniert.

Siemens und Amazon Web Services (AWS) stärken ihre Partnerschaft, um generative KI für Anwendungsentwickler über das „Siemens Xcelerator“-Ökosystem leicht zugänglich zu machen.(Bild:  Siemens AG)
Siemens und Amazon Web Services (AWS) stärken ihre Partnerschaft, um generative KI für Anwendungsentwickler über das „Siemens Xcelerator“-Ökosystem leicht zugänglich zu machen.
(Bild: Siemens AG)

Eigentlich ist die „CES“ eine High-Tech-Consumer-Messe, aber die Technik-Avancen von Siemens zeigen überdeutlich wie operative Technik für Unternehmen mit Medien- und Informationstechnik verschmelzen. Und: Alles ist irgendwie KI.

So will das Unternehmen gemeinsam mit Kunden und Partnern wie Sony, Red Bull Racing, Unlimited Tomorrow und Blendhub zeigen, wie Technik den Alltag neu gestaltet. Und zusammnen mit AWS will der Hersteller KI für Anwendungsentwickler durch einfacher nutzbar machen. Siemens integriert dazu Amazon Bedrock in Mendix – die hauseigene Low-Code-Plattform und Teil des Siemens Xcelerator-Portfolios. Bedrock ist ein Service, der leistungsstarke KI-Basismodelle über eine einzige Schnittstelle anbietet, zusammen mit den Sicherheits- und Datenschutz-Anwendungen sowie integrierter ‚verantwortungsvoller KI‘ (responsible AI).

Experten aus Bereichen wie Entwicklung, Fertigung, Logistik, Versicherungs- oder Finanzwesen sollen so neue Software-Anwendungen entwickeln sowie bestehende mit generativer KI verbessern können. Bereits heute arbeiten weltweit mehr als 50 Millionen Nutzer mit mehr als 200.000 Anwendungen von Mendix, dessen Low-Code-Plattform im Siemens Xcelerator-Portfolios verfügbar ist. Doch wird für Low-Code-Plattformen auch in den kommenden Jahren ein erhebliches Wachstum erwartet.

Mithilfe der Integration von „Mendix“ und „Amazon Bedroc sollen Teams „intelligente, industrietaugliche Anwendungen erstellen können – ohne spezielle Programmierkenntnisse. Sie können mit einer grafischen Oberfläche und simplen Drag-and-Drop-Befehlen arbeiten. (Bild:  Siemens AG)
Mithilfe der Integration von „Mendix“ und „Amazon Bedroc sollen Teams „intelligente, industrietaugliche Anwendungen erstellen können – ohne spezielle Programmierkenntnisse. Sie können mit einer grafischen Oberfläche und simplen Drag-and-Drop-Befehlen arbeiten.
(Bild: Siemens AG)

Amazon Bedrock wiederum ist ein gemanagter Service, der Zugang zu einer Auswahl von großen Sprachmodellen und anderen Basismodellen bietet, etwa „AI21 Labs“, „Anthropic“, „Cohere“, „Meta“ und „Stability AI“. Die Plattform stellt eine breite Palette an Funktionen bereit, die Kunden für den Aufbau generativer KI-Anwendungen benötigen. Benutzer können „Guardrails“ von Amazon anwenden, um unerwünschte Inhalte zu filtern. Sie können zudem „responsible AI“-Richtlinien einhalten oder ihre Modelle mit Knowledge Bases für Amazon Bedrock optimieren, um kontextbezogene Informationen aus privaten Datenquellen zu erzeugen oder für sie relevantere, genauere und maßgeschneiderte Antworten zu bekommen.

Roland Busch, CEO von Siemens, erläutert: „Wir integrieren Amazon Bedrock in unsere Low-Code-Plattform und demokratisieren damit generative KI: Wir ermöglichen es allen unseren Kunden, genau die Anwendungen zu erzeugen, die sie brauchen, um wettbewerbsfähiger, widerstandsfähiger und nachhaltiger zu werden. Um genauer zu sein, geht es darum „Smarte Apps ohne Programmierkenntnisse erstellen zu können.“ Das beschleunige Innovationen und helfe Unternehmen, den Fachkräftemangel zu bewältigen.

Auch Adam Selipsky, CEO von AWS, schürt positive Erwartungen: „Gemeinsam ermöglichen AWS und Siemens Unternehmen weltweit, neue Möglichkeiten, Lösungen und Werte zu schaffen – mit generativer KI“, sagte. Die Partnerschaft bekräftige die bereits 10-jährige Beziehung zu Siemens.

Beispiele für erhöhte Produktvität

„Die Kombination ermöglicht es Kunden, das generative KI-Modell auszuwählen, das am besten zu ihrem spezifischen Anwendungsfall passt, und dieses schnell und sicher in ihre Software-Anwendungen zu integrieren. Dies macht die Entwicklung von Apps einfacher, schneller und effizienter“, setzt er hinzu. Früher hätten Entwickler, die generative KI-Modelle integrieren wollten, sich Zugang verschaffen und speziellen Programmcode schreiben müssen. „Mit der neuen Integration von Mendix und Amazon Bedrock können sie dies nun mit wenigen Klicks erledigen“, stellt er in Aussicht. Die Teams könnten intelligente, industrietaugliche Anwendungen erstellen – ohne spezielle Programmierkenntnisse – und könnten mit einer grafischen Oberfläche und simplen Drag-and-Drop-Befehlen arbeiten.

Trifft das zu könnte ein Fabrikarbeiter, eine -arbeiterin beispielsweise schneller auf Dokumentationen von Maschinen zugreifen und Abläufe verständlich grafisch darstellen, ohne selbst eine Datenbank, Handbücher und Aufzeichnungen durchsuchen zu müssen. Ein Ingenieur, eine Ingenieurin könnte generative KI verwenden, um Verbesserungen der betrieblichen Leistung vorzuschlagen oder Empfehlungen zu bekommen für Anpassungen der Anlage, für deren Wartung oder sogar für Ersatzteile, um insgesamt die Produktivität zu steigern. Kunden müssten keine eigene KI-Infrastruktur aufbauen. Sie könnten das Potenzial ihrer Unternehmensdaten mit höchstmöglicher Sicherheit und Datenschutz nutzen und behalten dabei die volle Kontrolle über ihre Daten.

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Apps können mit generativer KI neue leistungsfähige Funktionen erhalten, die etwa umfangreiche technische oder juristische Dokumente zusammenfassen oder analysieren sowie Übersetzungen in verschiedene Sprachen und Bilderkennung erledigen. Finanzunternehmen können automatische Betrugserkennung in ihre Software integrieren, während Arbeiter in einer Autofabrik die Qualität in der Fertigung mittels KI-Analyse von Millionen Datenpunkten verbessern können. Dafür wählen Anwender das für ihre Bedürfnisse am besten passende KI-Basismodell in Amazon Bedrock aus und integrieren es - „mit nur wenigen Klicks“, wie es heißt.

Die Integration von Mendix und Amazon Bedrock ergänzt andere generative KI-Dienste von AWS, wie „Amazon Codewhisperer“, ein von maschinellem Lernen (ML) gestützter Service, der die Produktivität von Entwicklern verbessert, indem er Code-Empfehlungen auf der Grundlage von Kommentaren in natürlicher Sprache und in ihrem Code erzeugt.

Partnerschaft zwischen Siemens und Sony ermöglicht immersives Engineering

Siemens und die Sony Corporation (Sony) stellen gemeinsam eine Technik vor, die das Siemens Xcelerator-Portfolio für Industriesoftware mit dem neuen System von Sony zur Erstellung räumlicher Inhalte kombiniert. Das „XR-Head-Mounted-Display“ verfügt über 4K-OLED-Mikrodisplays und Controller für die intuitive Interaktion mit 3D-Objekten und erzeugt quasi eine Mixed-Reality-Umgebung.

Auf der Messe zeigt Siemens in Zusammenarbeit mit Red Bull Racing ganz konkret, wie diese neue Technik Ingenieuren die Möglichkeit gibt, sich von traditionellen Beschränkungen zu befreien und die virtuelle und reale Welt miteinander zu verbinden, indem sie in das industrielle Metaverse eintauchen.

Die Technik ermöglicht es Designern und Ingenieuren, Designkonzepte in einem grenzenlosen, immersiven Arbeitsbereich zu erstellen und zu erforschen und könne, so die Partner, die Erstellung von Inhalten für das industrielle Metaverse vorantreiben. Der „NX Immersive Designer“ von Siemens, eine integrierte Anwendung, die die NX-Software von Siemens mit der Technologie von Sony kombiniert, wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2024 verfügbar sein.

Yoshinori Matsumoto, Executive Deputy President und Verantwortlicher für Technologie und Inkubation der Sony Corporation, sagt beispielsweise: „Durch die Kombination unserer Technologien mit dem Fachwissen von Siemens im Bereich Engineering freuen wir uns, ein immersives Engineering zu ermöglichen, das den täglichen Arbeitsablauf von Designern und Ingenieuren neu definiert. Das qualitativ hochwertige, realistische Rendering und die intuitive Interaktion werden den Entwicklern Werkzeuge an die Hand geben, um einen immersiven kreativen Prozess zu verfolgen, der weitere Innovationen im industriellen Metaverse vorantreibt.“

„Das industrielle Metaverse ist für uns eine virtuelle Welt – von der Realität kaum zu unterscheiden – in der Menschen in Echtzeit mit künstlicher Intelligenz zusammenarbeiten, um Probleme der realen Welt zu lösen“, sagte Siemens CEO Roland Busch. „Das ermöglicht unseren Kunden Innovationen zu beschleunigen, nachhaltiger zu werden und neue Technologien schneller und skalierbar einzusetzen. Das wird ganze Branchen und unseren Alltag tiefgreifend verändern. Siemens ist stolz darauf, gemeinsam mit Kunden und Partnern neue Produkte anzukündigen, die uns das industrielle Metaverse einen Schritt näherbringen.“

„The Siemens' Experience“ auf der CES zeigt, wie Innovatoren die Xcelerator-Plattform nutzen, um die Welt zu verändern. Unlimited Tomorrow leistet einen lebensverändernden Beitrag bei der Entwicklung erschwinglicher, anpassbarer und skalierbarer Prothesen und arbeitet gemeinsam mit Kunden an der Entwicklung sauberer und sicherer Verkehrsmittel für alle und überall.

Siemens und die Sony Corporation kombinieren das „Siemens Xcelerator“-Portfolio mit Sonys neuem System zur Erstellung räumlicher Inhalte.    (Bild:  Sony Corporation)
Siemens und die Sony Corporation kombinieren das „Siemens Xcelerator“-Portfolio mit Sonys neuem System zur Erstellung räumlicher Inhalte.
(Bild: Sony Corporation)

Mit dem „Smart-Home-Energie-Management-Portfolio „Inhab“ sollen Nutzer Kontrolle darüber haben, welche Quellen zu einem bestimmten Zeitpunkt Energie liefern und wie diese Energie im Haus verteilt wird. Funktionen wie Echtzeitwarnungen, 24/7-Überwachung und Energiezieleinstellungen bieten die notwendige Transparenz. Da immer mehr Geräte elektrisch betrieben werden und wir die Aufladung von Elektrofahrzeugen und Solaranlagen in Haushalten einführen, können solch präzisee Überwachungs- und Management-Anwendungen dazu beitragen, den Energieverbrauch und die Stromrechnungen zu senken und gleichzeitig die Sicherheit und Kapazität zu erhöhen.

Blendhub setzt Siemens-Technologie ein, um die Ernährungsunsicherheit zu bekämpfen und die Lebensmittelproduktion zu verändern. Durch den Aufbau und die Vernetzung eines multilokalen Netzwerks von Fabriken für Lebensmittel und personalisierte Ernährung, die näher an die Versorgung mit Zutaten und an die Endverbraucher heranrücken, will das Unternehmen einen technikgestützten Ansatz zur gemeinsamen Wertschöpfung im globalen Lebensmittelsystem ermöglichen.

Ausbau des Siemens Xcelerator-Ökosystems

Mit dem Start des „Siemens Xcelerator Developer“-Portals macht Siemens einen großen Schritt nach vorn. Es handelt sich um eine Plattform, die alle APIs und Entwicklerressourcen von Siemens zusammenfasst. Dieses Portal, das Teil von Siemens Xcelerator ist, basiert nach Anbieterangaben auf den Prinzipien der Offenheit und Zusammenarbeit.

Das Entwicklerportal führt zudem in Zusammenarbeit mit Microsoft einen Chatbot ein, der als KI-Begleiter die Entwicklungserfahrung verbessert. Durch die Integration mit API-Plattformen wie „Postman“ soll eine entwicklerfreundliche Reise von der Entdeckung bis zur Bereitstellung entstehen.

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