Lastabhängiger IT-Betrieb spart Energie Sensoren und Management-Funktionen machen HP-Server stromeffizient
Um den Energieverbrauch der Rechner einzuschränken, werden die Architekturen der Server angepasst. Dabei messen Sensoren die Serverlast, den Stromverbrauch und weitere wichtige Kriterien. Mittels PowerCapping erfolgt dann eine Optimierung der Energienutzung.
Anbieter zum Thema
Der Bedarf für Rechenleistung ist unterschiedlich. Meist wird tagsüber mehr Last abgefordert als nachts. Ein Server, der darauf keine Rücksicht nimmt und permanent unter Volllast läuft, trägt sicher kaum zu einem sparsamen Umgang mit Energie bei.
Das muss nicht so sein. Ein intelligenter Bewegungsmelder mit Dämmerungsschalter schaltet das Licht eben nur dann ein, wenn sich eine Person im Einzugsbereich des Sensors befindet und es dunkel genug ist. Die IT hat diese simplen Konzepte, die für wenige Euro in jedem Baumarkt zu erstehen sind, bis dato größtenteils ignoriert.
Die heute betriebenen Server entsprechen einer Beleuchtung, die, außer zum Wechseln der Glühbirne, nie wieder abgeschaltet wird. Gleichzeitig muss man aber auch einräumen, dass der IT-Betrieb und die Server mit ihren Applikationsdiensten sicherlich um Faktoren komplexer sind, als eine einfache Beleuchtung. Dennoch weist auch die IT genügend Erfahrung und Konzepte für eine intelligente und angepasste Steuerung des Rechenzentrums auf. Werkzeuge zur Ermittlung der Last eines Netzwerks, der Auslastung von Platten, der konsumierten CPU-Zyklen oder anstehenden Prozesse gehören längst zum Umfang jedes Betriebssystems.
Zusatztools liefern darüber hinaus viele hilfreiche Überwachungsfunktionen. Auch in den Großrechnern der frühen Jahre waren bereits Mechanismen zur Lastanalyse und deren aufwandsgerechter Verrechnung auf die Fachbereiche enthalten. Warum sollten diese Techniken und deren Weiterentwicklungen also nicht auch heute für die Steuerung der IT selbst herangezogen werden?
Sensoren ermitteln Last und Bedarf
Moderne Server sind mit Vorkehrungen zur Drosselung der Energienutzung ausgestattet. Sie sind in Hinblick auf die Steuerung und den Verbrauch der Energie weitaus intelligenter und passen sich der aktuellen Situation und der Last an.
Zu diesen Neuerungen gehören unter anderem eine Reihe an Sensoren auf den Boards (der sog. Sea of Sensors in HP ProLiant Servern). Diese Sensoren liefern immer einen aktuellen Status zur Energienutzung und dem Bedarf. Dies umfasst beispielsweise Sensoren die die Rechenlast, den Stromverbrauch oder die Temperatur im Inneren des Servers messen. Sinkt beispielsweise die Rechenlast so wird auch der Primärenergiebedarf, den die Serverbaugruppen und Prozessoren benötigen, sinken.
Ein geringerer Stromfluss allerdings reduziert die Wärmeentwicklung in den Bauteilen. Diese wiederum senkt den Bedarf für die Kühlung der Geräte. Infolgedessen lassen sich auch die Lüfter in den Server in ihrer Geschwindigkeit reduzieren oder einzelne Lüfter gänzlich abschalten. Da nun weniger Wärme generiert wird und durch die Lüfter in das Rechenzentrum abgegeben wird, sinkt auch der Bedarf für die Kühlung des Rechenzentrums. An diesem einfachen Regelkreis zeigen sich bereits die Möglichkeiten zur Energiesenkung deutlich auf.
(ID:2044991)