Die Weichen für den Erfolg SAP-Daten-Management-Planung: 8 Best Practices

Von Robert Reuben* 3 min Lesedauer

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Man sagt, dass Daten das neue Öl sind, aber sie sind so wichtig für die Wirtschaft geworden, dass man sie eher mit Sauerstoff vergleichen sollte. Mit der rasanten Vermehrung von Daten steigt auch die Komplexität der Datenverwaltung. Aus diesem Grund hat die Planung des SAP-Daten-Managements an Bedeutung gewonnen.

In ihrem Bestreben, einen Mehrwert aus ihren Daten zu ziehen, könnten Unternehmen versucht sein, sich in Bereiche zu stürzen, die auf lange Sicht  zu viel  Zeit und Geld kosten. Der Datenverwaltungsplan sollte sich an acht bewährten Verfahren ausrichten.(Bild:  Depositphotos: maxkabakov)
In ihrem Bestreben, einen Mehrwert aus ihren Daten zu ziehen, könnten Unternehmen versucht sein, sich in Bereiche zu stürzen, die auf lange Sicht zu viel Zeit und Geld kosten. Der Datenverwaltungsplan sollte sich an acht bewährten Verfahren ausrichten.
(Bild: Depositphotos: maxkabakov)

Die Datenmenge, die Unternehmen jedes Jahr generieren, wächst mit halsbrecherischer Geschwindigkeit. IDC prognostizierte, dass die weltweite Datenmenge bis 2025 um 61 Prozent auf 175 Zettabyte ansteigen wird - gegenüber 33 im Jahr 2018. Das ist eine große Datenmenge, mit der sich Unternehmen auseinandersetzen müssen und die eine kohärente Strategie erfordert. Andernfalls sind all diese Daten nur Rauschen und bringen Ihr Unternehmen nicht weiter.

Wir sehen diese Herausforderung vor allem bei ERP-Systemen und der Planung des SAP-Daten-Managements. Dies ist nichts, was man einfach so nebenbei erledigen kann. Um die Planung des Daten-Managements und den Projekterfolg sicherzustellen, finden Sie hier acht wichtige Tipps, die Sie auf dem Weg in Ihr Unternehmen berücksichtigen sollten.

1. Beginnen, bevor es zu spät ist

Generell gilt, dass nie zu früh mit den Vorbereitungen für das Daten-Management in SAP-Systemen begonnen werden kann, aber man sollte auch nicht zu spät damit anfangen. Im letzteren Fall haben Unternehmen möglicherweise nicht genug Zeit oder andere Ressourcen, um das Projekt innerhalb der vorgeschriebenen Frist abzuschließen, wenn gemerkt wird, dass es ein Problem gibt. In diesem Fall müssen sie eine Lösung finden, indem sie entweder Kompromisse beim Projektumfang eingehen oder den Zeitrahmen anpassen, was mit erheblichen Kosten verbunden sein kann.

2. Validierung des Entwurfs

Vor Beginn des Projekts sollten die Verantwortlichen vergewissern, dass der gesamte Entwurf und die Anforderungen für jeden Aspekt des Unternehmens festgelegt und validiert wurden. Manche Geschäftsbereiche wissen nicht genau, wie und wann ihre eigenen Daten verwendet werden. Unerwartete Nebeneffekte, die einen direkten Einfluss auf die Geschäftsfähigkeit des Unternehmens haben, können auftreten, wenn der Entwurf nicht in der gesamten Organisation getestet wird.

3. Ein angemessener Zeitplan

Unternehmen sollten mit der Durchführung eines Projekts nicht bis zur letzten Minute warten oder wie eine nachträgliche Überlegung behandeln; denn es wird wahrscheinlich länger dauern als sie erwarten. Das Projekt sollte als so geplant sein, dass sicher gestellt ist, dass genügend Zeit und Ressourcen für die Durchführung zur Verfügung stehen. Wenn die handelnden Personen das Projekt parallel zu anderen Projekten verwalten oder wenn Schlüsselpersonen für mehrere Aufgaben verantwortlich sind, ist der Zeitplan so zu planen, dass sie genügend Zeit haben, um alle ihre Aufgaben zu erledigen.

4. Berücksichtigung benutzerdefinierte Berichte und Prozesse

Mithilfe der Standardwerkzeuge von SAP lassen sich auch nur Standarddatenobjekte verarbeiten, nicht aber kundenspezifische. Das bedeutet, dass vor dem Einsatz einer Anwendung alle kundenspezifischen Datenbanktabellen, Berichte oder Abfragen zu berücksichtigen sind. Dies kann ein zeitaufwändiger manueller Prozess sein. Aber es gibt Lösungsbeschleuniger auf dem Markt.

5. Müssen die Daten bereinigt werden?

Die routinemäßigen Geschäftsvorgänge enden möglicherweise nicht mit den Geschäftsdaten in einem 'vollständigen' Zustand - zum Beispiel mit nicht gesetzten Abschlusskennzeichen oder mit nicht abgeschlossenen Geschäftsvorgängen. Dies muss bei Ihrem Entwurf berücksichtigt werden, und die Projektverantwortlichen müssen bestimmen, ob sie die Daten bereinigen müssen, bevor sie aus der Datenbank entnommen werden.

6. Schrittweise Inbetriebnahme

Wenn der Entwurf umfassenden Tests unterzogen wurde und die Lösung die Zustimmung der erforderlichen Interessengruppen erhalten hat, planen sind mehrere kleinere 'Drops' oder Releases zu planen, um die Auswirkungen auf den Gesamtbetrieb zu verringern.

7. Verständnis für die Rentabilität des Aufwands

Es gilt die 80-zu-20-Regel. Mit nur 20 Prozent des Aufwands sind wahrscheinlich 80 Prozent des gewünschten Ergebnisses zu erzielen. Es ist nicht kosteneffizient, sich auf den letzten Teil der Daten zu konzentrieren, da dies die Kosten und den Aufwand beträchtlich erhöhen könnte, es sei denn, es gibt eine rechtliche Rechtfertigung für ein anderes Vorgehen.

8. Wiederholtes Testen

Im Gegensatz zu anderen Initiativen besteht ein erhebliches Risiko für das Unternehmen in Bezug auf Kosten und/oder Geschäftsprozesse, wenn die Lösung nicht ordnungsgemäß getestet wird. Es gilt immer daran zu denken, dass Daten, die einmal aus einer Transaktionsdatenbank des Unternehmens entfernt wurden, nicht ohne die Hilfe von SAP-Experten wieder in die Datenbank geladen werden können.

*Der Autor, Robert Reuben, ist Geschäftsführer der Proceed Group. Er verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Unternehmens-IT, mit erfolgreichen Positionen bei SAP und IBM, zuletzt im SAP Platform and Technologies Team, einschließlich Führungs- und Management-Positionen mit europäischer und weltweiter Verantwortung.

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