High-Availability-Cluster von Red Hat für geschäftskritische Anwendung

Renault Deutschland hostet CRM-System bei Europe online

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Abstimmung notwendig

Die gesamte Kommunikation, die für den Betrieb des Clusters notwendig ist, wird über ein zusätzliches, redundantes internes Netzwerk abgewickelt. Um zu vermeiden, dass z. B. durch eine unterbrochene Netzwerkverbindung auf beiden Servern der gleiche Dienst aktiv ist, wird ein Abstimmungssystem (Quorum) eingesetzt.

Nur wenn die Mehrheit der Server bestätigt, dass ein System erreichbar ist, erhält dieser den Dienst zugewiesen. Um immer eine Eindeutigkeit beim eingesetzten Zwei-Node-Cluster zu erhalten, wird zusätzlich ein Quorum-Server installiert, der an dieser Abstimmung teilnimmt. Sollte sich bei einem Quorum herausstellen, dass ein Server nicht mehr reagiert, wird dieses System automatisch ausgeschaltet.

Hierbei wird entweder die Remote Management-Karte der Server verwendet oder die beim Cluster eingesetzten Power-Switches genutzt. Diese intelligenten Stromleisten können über das Netzwerk angesprochen werden und den Server vom Netz trennen.

Die Schnittstelle zur Außenwelt übernimmt eine Cisco ASA Firewall. Diese sorgt dafür, dass nicht-autorisierte Zugriffe auf den Renault-Cluster verhindert werden. Die Serverkomponenten sind über Managed Switches von Cisco mit der Firewall und über eine 100 Mbit/s-Flatrate mit dem Internet verbunden.

Reibungsloser Umzug

Die Bereitstellung des Clusters benötigte ab Beauftragung insgesamt etwa sechs Wochen. Da Renault für seine Händlerapplikation PostgreSQL als Datenbank einsetzt, wurde diese vor dem Umzug der Applikation von den Host Europe-Technikern ebenso vorinstalliert wie Tomcat als Applikationsserver für die entsprechende Java-Anwendung.

Nach knapp vier Wochen konnte Renault seine Applikation schon testweise auf das neue System übertragen. Nachdem auch dieser Test erfolgreich war, wurde eine Clusterabnahme durchgeführt: Hierbei wird unter anderem ein Failover durch verschiedene Ereignisse ausgelöst. Es werden z. B. Dienste beendet, Netzwerk- und Fibrechannel-Kabel gezogen und Systeme neu gestartet, um sicherzustellen, dass im Ernstfall ein Failover aller Dienste fehlerfrei funktioniert.

Mit der Übergabe des Clusters erhielt Renault eine ausführliche Dokumentation. „In der Tat war die Verlagerung des Systems ein problemloses Projekt”, bestätigt Renault-Mann Jorissen. “Die Zusammenarbeit mit Host Europe war effektiv und unkompliziert. Die vereinbarten Termine und die Qualität wurden ohne Abstriche eingehalten.”

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