Schutz per Zwei-Faktor-Authentifizierung Proton Authenticator kommt quelloffen daher

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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„Proton Authenticator“ kombiniert quelloffene Architektur, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und plattformübergreifende Verfügbarkeit. Die App arbeitet auf Mobil- und Desktop-Systemen, funktioniert offline und bleibt dabei unabhängig von großen Technologie-Anbietern.

„Proton Authenticator“ kommt aus der Schweiz und ist quelloffen. (Bild:  Thomas Joos (Proton Mail))
„Proton Authenticator“ kommt aus der Schweiz und ist quelloffen.
(Bild: Thomas Joos (Proton Mail))

Zwei-Faktor-Authentifizierung gilt als Standard, um den unbefugten Zugriff auf Konten selbst bei kompromittierten Passwörtern zu verhindern. Der Proton Authenticator erweitert diesen Ansatz mit einer technischen Umsetzung, die sowohl auf Transparenz als auch auf universelle Einsetzbarkeit ausgelegt ist.

Quelloffener Code und vollständige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bilden die Grundlage, ergänzt durch eine breite Plattformunterstützung. Neben Android und IOS werden Windows, MacOS und Linux unterstützt.

Die Nutzung ist ohne Proton-Konto möglich, was eine vollständige Offline-Betriebsweise erlaubt. Erst wer Codes zwischen Geräten synchronisieren möchte, bindet seinen Proton-Account ein, wobei alle übertragenen Daten verschlüsselt bleiben.

Einrichtung und Bedienung ohne technische Hürden

Der Einstieg erfolgt ohne komplizierte Konfiguration. Nach der Installation aus „App Store“, „Google Play“ oder als Desktop-Version lassen sich neue Konten per QR-Code-Scan oder durch Eingabe eines geheimen Schlüssels einbinden. Bestehende TOTP-Tokens aus anderen Authenticator-Apps wie „Google Authenticator“ oder „Microsoft Authenticator“ können direkt importiert werden, um den Wechsel ohne Unterbrechung der Kontosicherheit vorzunehmen. Der Authenticator erzeugt automatisch alle 30 Sekunden neue sechsstellige Codes.

Technische Sicherheit und Verschlüsselungskonzept

Proton Authenticator speichert alle sensiblen Daten ausschließlich verschlüsselt auf dem Endgerät oder bei optionaler Synchronisierung in der Proton-Cloud. Die verwendete Ende-zu-Ende-Verschlüsselung stellt sicher, dass selbst Proton keinen Zugriff auf die gespeicherten Tokens erhält.

Backups können verschlüsselt in der Cloud oder lokal abgelegt werden, so dass ein Geräteverlust oder Wechsel ohne Sicherheitskompromiss abgefangen wird. Eine biometrische Sperre per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung sowie die PIN-Option verhindern, dass unbefugte Personen die App nutzen können.

Datenschutzorientierte Entwicklung in der Schweiz

Proton hat seinen Sitz in Genf und unterliegt den Datenschutzbestimmungen der Schweiz. Das Unternehmen ist bekannt für Dienste wie „Proton Mail“, „Proton VPN“ und „Proton Pass“. Die Offenlegung des Quellcodes erlaubt eine unabhängige Überprüfung der Sicherheitsarchitektur und sorgt für Transparenz in der Funktionsweise. Im Vergleich zu konkurrierenden Applikationen wie „Authy“, Google Authenticator, Microsoft Authenticator und „Duo“ kombiniert Proton offene Architektur, verschlüsselte Synchronisierung und plattformübergreifende Unterstützung in einer einzigen Anwendung.

In Verbindung mit „Proton Pass“ entsteht ein erweitertes Sicherheits-Management, das nicht nur Zwei-Faktor-Codes, sondern auch Passwörter, E-Mail-Aliase und Darknet-Überwachung in einer konsistenten Umgebung bereitstellt. Diese Integration verringert die Abhängigkeit von Big-Tech-Anbietern und stärkt die Datensouveränität. Die Möglichkeit, alle Sicherheitskomponenten aus einer Hand zu nutzen, erleichtert die Administration und senkt das Risiko von Schwachstellen durch inkompatible Drittanwendungen.

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