Redundanz im Rechenzentrum

Poker Stars überlässt nur Zahlen dem Zufall

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Zufällige Zahlen mittels Quanten-Technologie

Das häufig eingesetzte atmosphärische Rauschen, welches beispielsweise von Zufallsgeneratoren wie random.org genutzt wird, basiert auf elektrischen Entladungen in Form von Blitzen. Obwohl weltweit bis zu 100 dieser Entladungen pro Sekunde stattfinden und diese Methode als zuverlässig für die Ermittlung von echten Zufallszahlen gilt, so sind diese Entladungen nicht 100-prozentig zufällig, auch wenn sie nur äußerst schwierig vorausgesagt werden können.

PokerStars setzt daher auf eine Methode mit Quanten-Technologie, die wirklich echte Zufallszahlen liefert. Bei diesem Prozess werden Photone auf einen halb-reflektierenden Spiegel abgefeuert. Die Quanten-Theorie besagt, dass es ein vollkommen zufälliges Ereignis ist, ob diese Photone reflektiert oder durchgelassen werden, wodurch letztlich die echten Zufallszahlen für die Online Spiele ermittelt werden.

Die dafür eingesetzte Technik stammt vom schweizerischen Unternehmen ID Quantique, das auch in der professionellen Kryptografie tätig ist. Poker Stars geht aber noch einen Schritt weiter und führt durch Benutzereingaben (Reaktionszeiten, Mausbewegungen und weitere Faktoren) noch ein zusätzliches Level zur Randomisierung des Spielablaufs ein.

Ständige Erreichbarkeit als Herausforderung

Für den Betrieb einer Poker-Plattform benötigt es jedoch neben zufälligen Zahlen auch ein großes Maß an Technik und entsprechend leistungsstarke Rechenzentren. PokerStars baute dafür ein eigenes Rechenzentrum in der Nähe des Unternehmenssitzes auf der Isle of Man. Die beschauliche Insel in Nordeuropa ist als autonomer Kronbesitz direkt der britischen Krone unterstellt.

Das Rechenzentrum wurde mit Blick auf ständige Erreichbarkeit erbaut. Die Server-Architektur sorgt jedoch nicht nur für den laufenden Betrieb der Plattform, sondern speichert mittlerweile auch bereits über 100 Milliarden verschiedener Pokerhände. Das moderne Rechenzentrum selbst wurde mit dem Ziel der Redundanz errichtet und konfiguriert

Um den Kunden ungetrübten Spielspaß rund um die Uhr und ohne Ausfälle zu ermöglichen, betreibt der Anbieter komplexen Aufwand. Die Server selbst sind durch vielfache Sicherheitsschleusen mit zum Teil biometrischen Scannern vor unbefugtem Zutritt geschützt. Eine umfassende Video-Überwachung sorgt dafür, dass jeder Winkel der Anlage stets im Blick ist.

Redundanz par excellence

Um die ständige Erreichbarkeit von PokerStars zu gewährleisten, wurde ein extrem redundantes System zur Stromversorgung installiert. Der enorme Stromverbrauch, der zu jeder Tages- und Nachtzeit zwischen 70 und 120 Häuser bei voller Beleuchtung versorgen könnte, ist durch ein völlig gedoppeltes System abgesichert.

Jedes Element innerhalb des Rechenzentrums existiert also zweifach: von den Klimaanlagen über die Server bis hin zu den Stromwandlern. Auch die Stromversorgung selbst ist durch zwei riesige Diesel-Motoren (und zwei weitere als Backup) abgesichert, die automatisch bei einem Verlust der Stromleistung aktiviert werden. Sicherheitshalber steht zur Überbrückung dieser Aktivierungszeit für die Dauer von 15 Minuten eine Vielzahl an Batterien zur Verfügung, die selbstverständlich auch noch mal abgesichert sind.

Die Diesel-Motoren verfügen über genügend Treibstoff, um die Server für 72 Stunden zu betreiben und können über eine eigene Pipeline auch darüber hinaus mit Treibstoff versorgt werden. Hochmoderne Inertgas-Löschanlagen sorgen für eine effektive Brandbekämpfung, um die ständige Erreichbarkeit auch während Krisenmomenten zu gewährleisten. An diesem Aufwand lassen sich die zukünftige Herausforderungen an moderne Unternehmen absehen – und wie diese mit neuesten technischen Möglichkeiten gemeistert werden können.

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