China als Offshore-Anbieter kommt in Mode Outsourcingprojekte scheitern vorwiegend an Sprachbarrieren und kulturellen Differenzen
Die größten Stolpersteine beim Outsourcing von IT-Projekten sind sprachliche Barrieren und kulturelle Unterschiede. Laut einer Umfrage der Management-Berater von Corporate Quality ist das Auslagern von Produktionsschritten dennoch beliebt. In Zukunft kaufen Unternehmen Arbeitsleistungen bevorzugt in China, darauf folgen Indien und Osteuropa.
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Laut einer Umfrage von Corporate Quality Consulting hat Outsourcing bei der IT-Entwicklung Zukunft. Fast die Hälfte der Befragten mutmaßten, dass viele Unternehmen Arbeitsschritte auslagern. An ein geplantes Outsourcing bei zahlreichen Unternehmen glaubten immerhin noch 24 Prozent.
Als Markt für preiswerte Arbeitsleistungen sehen 45 Prozent der Experten China, mit 38 Prozent liegt Indien auf Platz zwei. Es folgen die osteuropäischen Staaten Russland mit 24 Prozent, Polen mit 17 Prozent sowie die Ukraine und das Baltikum mit jeweils 14 Prozent. Mehrfachnennungen waren möglich.
Nachlassendes Interesse an Indien
Corporate Quality bestätigt einen nachlassenden Hype auf das Outsourcing-Land Indien. Gründe hierfür seien steigende Preise und mangelhafte Ergebnisse. Ursache für das Scheitern von ausgelagerten IT-Projekten sehen 52 Prozent der befragten Top-Manager in sprachlichen Barrieren. Englisch sei zwar die anerkannte IT-Sprache, in kulturellen Unterschieden begründete Sprachfacetten können jedoch zu Missverständnissen führen.
Direkte Probleme in kulturellen Differenzen erkennt jeder dritte Befragte. Die eigentlich projektstützenden Prozesse trugen seltener zum Scheitern bei. Genannt wurden das Projektmanagement von 28 Prozent sowie Auftraggeberprozesse und Kommunikations-Overheads mit je 24 Prozent. Ein Fünftel der Befragten sah Stolpersteine in der Wahl des richtigen Suppliers, der Qualifikation des Lieferanten und in juristischen Problemen.
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