Orange Business Digital Services bietet seit gestern seine souveräne Cloud für Deutschland an.
Die souveräne Cloud für Deutschland von Orange Business Digital Services ist seit gestern im Angebot.
(Bild: frei lizenziert, tamanna_rumee / Pixabay)
Der französische IT-Experte Orange Business Digital Services ist seit 2008 (!) mit der souveränen Cloud vertraut, lange, bevor das Konzept unter anderem durch GaiaX populär wurde. Das liegt vor allem an der „The unbelievable Machine Company“414, die sich von der ersten Stunde an auf souveräne Cloud Services spezialisiert hat und seit 2018 zu Orange Business gehört. Orange plant nun sein Angebot auf ganz Europa auszudehnen und dabei Souveränität zu gewährleistet, indem die Kundendaten je nach Kundenwunsch und -anforderungen auf Servern in Deutschland, Schweden, den Niederlanden oder Norwegen gelegt werden.
Sverre Støkken, Sovereign Cloud Director von Orange.
(Bild: Sverre Støkken)
Echte Souveränität ohne Hyperscaler
„An einigen Standorten werden die Gebäude von einem Subunternehmer angemietet. Die Rechenzentren werden jedoch vollständig von den Mitarbeitern von OBS Digital Services vor Ort kontrolliert und betrieben“, erläutert Sverre Støkken, Sovereign Cloud Director bei Orange Business Digital Services. „Aus Sicherheitsgründen veröffentlichen wir die genauen Standorte der Datenzentren nicht. Wir können jedoch sagen, dass sich zwei Datenzentren in Norwegen, zwei in Schweden, eines in den Niederlanden und zwei in Deutschland befinden.“
Die Idee einer souveränen europäischen IT-Infrastruktur ist für uns konzernweit von größter Bedeutung und spiegelt sich in unseren zahlreichen Bemühungen in dieser Richtung wider. Støkken versichert, dass – anders als bei anderen so genannten souveränen Clouds – die Public Clouds von Hyperscalern wie AWS, GCP oder MS Azure in keiner Weise beteiligt sind, „dies würde auch unserem Verständnis von Datensouveränität widersprechen.“ Schließlich sei Orange eines der Gründungsmitglieder der GaiaX-Initiative gewesen.
Individuell abgestufte Souveränität
Seiner Erfahrung nach fragen europäische Unternehmen verschiedene Stufen von „Souveränität“ für Ihre Daten nach, das sei jeweils abhängig von verschiedenen Faktoren wie Branche, vorhandene Infrastruktur, Gesetzgebung, Corporate Governance und Datenschutzanforderungen. „Diese Parameter fließen dann in das Design für den spezifischen Anwendungsfall ein, das wir gemeinsam mit unseren Kunden entwickeln“, so der Director.
Grundsätzlich müsse man jeden Anwendungsfall individuell betrachten. Es bestehe dann auch die Möglichkeit, Daten dann im Prinzip über die verschiedenen Rechenzentren in Europa zu verteilen, ganz wie gewünscht. „Auch hier werden die spezifischen Bedürfnisse jedes Kunden berücksichtigt, um eine effiziente und kostengünstige Lösung zu finden.“
Orange Business Digital Services bietet großen mittelständischen Unternehmen nicht nur flexible Servicepakete und -modelle an, sondern verspricht durch eine „Managed Sovereign Cloud“ auch einen Rundum-Service. Dieser reiche von datenzentrierten Beratungsleistungen über die Lösungsentwicklung bis hin zur sicheren Cross-Cloud Data Operations und der eigenen Sovereign Cloud Plattform.
Flexibilit und Kundenwunsch
„Mit unserer souveränen Cloud-Plattform sind wir in der Lage, Lösungen je nach Anwendung auf die Anforderungen unserer Kunden zuzuschneiden“, so Støkken. „Das reicht von Umgebungen, die vollständig von unseren Spezialisten verwaltet werden, bis hin zu einer reinen Self-Service-Plattform, die komplett vom Kunden verwaltet wird.“
Das betreffe auch den Grad der Souveränität, den der Kunde für seine schützenswerten Daten benötige – er könne selbst entscheiden, welche Daten souverän gespeichert werden sollen und aus welcher Umgebung er Zugriff auf die Daten hat. Støkken: „Unserer Erfahrung nach treffen Kunden solche Entscheidungen sehr bewusst, abhängig vom Datenschutzniveau, den Anwendungsszenarien, lokalen gesetzlichen Bestimmungen, Unternehmensrichtlinien und vielen anderen Einflussfaktoren.“
Je nach Anwendungsszenario könne das erforderliche Maß an Souveränität variieren, was zum Einsatz von Multi-Cloud- und Hybrid-Cloud-Architekturen führe. „Unsere Experten entwickeln solche Konzepte gemeinsam mit den Experten auf Kundenseite. Das bedeute auch, dass bei Bedarf auch nur einzelne Komponenten bezogen werden können.“
Das Serviceteam ist dem Kunden namentlich bekannt
Zusätzlich werde jedem Kunden ein dediziertes Serviceteam zugeordnet, mit dem er regelmäßig in Kontakt steht. „Ein solches Team besteht immer aus einem Service Delivery Manager und einem Technical Account Manager“, berichtet Støkken. „Diese beiden Rollen werden je nach Anforderungen und Anwendungen durch Ingenieure ergänzt.“
Stand: 08.12.2025
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So könne sich das Team organisch an die jeweiligen Anforderungen und Anwendungen anpassen. Darüber hinaus würden Prozesse implementiert, die sicherstellten, dass die Servicequalität immer den höchsten Standards entspricht.
„Wo sich das Team für die Erbringung der Dienstleistung befindet, hängt weitgehend von dem vom Kunden gewählten Grad der Datensouveränität ab. Ist die europäische Souveränität ausreichend, kann das Team je nach Verfügbarkeit und erforderlicher Expertise von unseren europäischen Standorten aus besetzt werden“, erklärt der Director weiter. Habe sich der Kunde beispielsweise für eine lokale Souveränität von Deutschland aus entschieden, sei das gesamte Team für die Leistungserbringung ebenfalls in Deutschland ansässig.
Vertrauen und Kosten
Zentral für das Team seien die beiden Rollen des Service Delivery Managers und des Technical Account Managers, darum herum entwickle sich das Service Delivery Team. Es bestehe aus Experten, die dem Kunden namentlich bekannt seien und seinen Anforderungen in Bezug auf Souveränität, Anwendung, Servicelevel, Verfügbarkeit, erforderliche Fachkenntnisse usw. entsprächen. So esieht Støkken auch den öffentlichen Sektor in Deutschland als Kunden für die Sovereign Cloud Services von Orange. Je nach Anforderung würden die entsprechenden Zertifizierungen zur Verfügung gestellt.
Und wie viel wird das kosten? „Unser Ziel ist es, unseren Kunden ein sehr einfaches und leicht zu handhabendes Kostenmodell anzubieten. Wir bieten sehr wettbewerbsfähige Preise auf Komponentenebene, etwa bei vCPUs und Speicherprodukten.“ Zudem berechne Orange keine Verbrauchsprodukte, die für den Kunden schwer vorhersehbar seien, wie etwa für Egress oder Frequenz. „Dadurch bieten wir eine sehr wettbewerbsfähige TCO für stabile Workloads“, so Støkken abschließend. In anderen Worten: Es kommt darauf an.