Frei skalierbar, lantenzarm und leistungsstark Oracle kündigt die „Exascale“-Cloud an

Von Marvin Djondo-Pacham 2 min Lesedauer

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Oracle kündigt einen neuen Cloud-Speicher mit ihrer„Exascale“-Datenarchitektur an. Auf Basis der „Exadata“-Datenbankplattform soll die Cloud mit verkürzter Latenz, Pay-per-use-Prinzip und intelligentem Datenbank-Service die Anwender überzeugen.

Oracle kündigt einen Cloudspeicher an, der mit seiner Exascale-Datenarchitektur für niedrige Latenz im Mikrosekunden-Bereich und einem Durchsatz in Millionenhöhe sorgen soll.(Bild:  kras99 - stock.adobe.com)
Oracle kündigt einen Cloudspeicher an, der mit seiner Exascale-Datenarchitektur für niedrige Latenz im Mikrosekunden-Bereich und einem Durchsatz in Millionenhöhe sorgen soll.
(Bild: kras99 - stock.adobe.com)

Oracle will die Exadata-Datenbankplattform mithilfe seiner Exascale-Datenarchitektur als eine Multi-Tenant-Cloud, die frei nach den Bedürfnissen der Anwender skalierbar ist, neu konzipieren. Sie soll die gesamte Exadata-Intelligenz mit allen Vorteilen der Cloud zusammenbringen. Laut Oracle liefert man nicht nur den weltweit einzigen intelligenten, sondern auch den weltweit einzigen Remote-direct-memory-access (RDMA)-fähigen Cloud-Speicher.

Die intelligenten Funktionen beinhalten beispielsweise, sofortige Datenbankklone, die mit den Exadata-Fahigkeiten ausgestattet sind und automatische Verlagerung von datenintensiven Structured Query Language (SQL) in die Cloud. Zusätzlich bietet die Cloud folgende Vorteile:

  • Pay-per-use: nur bezahlen was benötigt wird,
  • Multitenant Resource Pool: Ressourcen erst nutzen, wenn sie benötigt werden,
  • Elastisch: Skalierbarkeit nach eigenen Bedürfnissen.

Abbildung 1: Beispiel für Performance-hemmende Ebenen: Der Speicher wird als LUNs innerhalb einer VM verfügbar gemacht. Es werden Standard-Block-IO-Protokolle verwendet. Die Load-Balancer-Ebene leitet LUN-IOs an Metadatenserver weiter. Die Storage-Metadatenebene verwaltet die LUN-Verteilung und -Spiegelung. Die Speicherebene enthält Daten. Oftmals gibt es sogar noch mehr Ebenen.(Bild:  Oracle)
Abbildung 1: Beispiel für Performance-hemmende Ebenen: Der Speicher wird als LUNs innerhalb einer VM verfügbar gemacht. Es werden Standard-Block-IO-Protokolle verwendet. Die Load-Balancer-Ebene leitet LUN-IOs an Metadatenserver weiter. Die Storage-Metadatenebene verwaltet die LUN-Verteilung und -Spiegelung. Die Speicherebene enthält Daten. Oftmals gibt es sogar noch mehr Ebenen.
(Bild: Oracle)

Ein großer, gemeinsam genutzter Pool an Servern, bündelt tausende CPUs und liefert so höhere Leistungen als die Exadata-Datenbanken zuvor. Bisher sind jedem Anwender dedizierte Server zugewiesen worden.

Um Latenzen und Datenengpässen entgegenzuwirken, verzichtet Exascale auf Performance-hemmende Ebenen in der Storage Architektur (siehe: Abbildung 1).

Die Kommunikation findet direkt zwischen der Datenbank und den Exasclale-Server statt. RDMAs sind direkt in der Hardware verbaut und sorgen so, laut Angaben von Oracle, für niedrige Latenzen im Mikrosekunden-Bereich und einen Durchsatz von mehreren Millionen IOs pro Sekunde. Das sorgt für eine bessere Performance im Vergleich zu der Konkurrenz AWS und Azure (siehe: Abbildung 2 und 3).

Abbildung 2: Latenz im Vergleich zu AWS und Azure.(Bild:  Oracle)
Abbildung 2: Latenz im Vergleich zu AWS und Azure.
(Bild: Oracle)

Abbildung 3: IO Performance im Vergleich zu AWS und Azure.(Bild:  Oracle)
Abbildung 3: IO Performance im Vergleich zu AWS und Azure.
(Bild: Oracle)

Optimierung der Storage-Kapazitäten

Die Exascale-Storage-Cloud verschiebt heiße Daten selbständig von Festplatten zu Memory- oder Flashspeicher-Speicher. Zudem liefert sie die Leistung für DRAM, IOPs von Flash und die Kapazität von Festplatten. Sie bietet außerdem:

  • Leistungsstarkes IO für Oracles Advanced Cluster File System (ACFS)- und Linux-Dateisysteme,
  • Die Speicherung von Images virtueller Maschinen auf intelligentem, gemeinsam genutztem Speicher,
  • Grundlage für die Live-Migration von RDMA-fähigen VMs,
  • leistungsstarke, platzsparende Volume-Snapshots,
  • Erstellung von Kopien für Daten in Dateisystemen.

Laut Anbieter Oracle, eignet sich die Exascale-Cloud durch ihre Architektur optimal für Künstliche Intelligenz (KI)-Anwendungen. Die KI-Vektorsuche von Oracle etwa kann für eine schnellere Suche auf den intelligenten Exascale-Storage verlagert werden. Vektorsuchanfragen werden automatisch in der gesamten Exascale-Speicher-Cloud parallelisiert, wie in Abbildung 4 dargestellt wird.

Abbildung 4: Parallelisierte Vektorsuchanfragen in der „Exascale“-Cloud.(Bild:  Oracle)
Abbildung 4: Parallelisierte Vektorsuchanfragen in der „Exascale“-Cloud.
(Bild: Oracle)

Jeder Speicherserver berechnet unabhängig die häufigsten Übereinstimmungen im Datenstrom und die Datenbank führt die Ergebnisse dann zusammen. So sind laut Oracle bis zu 30-mal schnellere KI-Vektorabfragen möglich. Außerdem werden Mehrbenutzerumgebungen unterstützt, die die Möglichkeit bieten, tausende gleichzeitige KI-Vektorsuchen auszulagern.

Exascale kann sofort Datenbank-Klone für Development- oder Testzwecke erstellen. Zudem bestehen keine Upstream-Abhängigkeiten. Klone nutzen die „Redirect-on-Write-Technologie“ von Exascale und sorgen so für eine drastische Reduzierung des Speicherkapazitätsbedarfs. Die Speichervirtualisierung wird durch die „Cloud Control Plane“ vollständig automatisiert.

Die Haupteigenschaften von Exascales Datenarchitektur für die Cloud

Exascale ist im Kern ein Exadata-System, das für eine mandantenfähige, frei skalierbare Cloud neu konzipiert wurde.

Es bietet die gesamte Exadata-Intelligenz sowie alle Vorteile der Cloud. Des Weiteren liefert es die weltweit einzige intelligente und RDMA-fähige Speicher-Cloud.

Neben extremer Leistung für intelligente Datenbankklone, bietet es einen gemeinsamen Cloud-Rechen- und Speicherpool an, der hunderte von CPUs für jede Datenbankabfrage einsetzt.

Exascale beschleunigt alle Datenbank-Workloads, egal ob geschäftskritisch, Analyse getrieben, KI-Vektoren oder Test beziehungsweise Entwicklung, zu extrem niedrigen Kosten.

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