Die große Datacenter-Expansionswoche im United Kingdom Nvidia, Microsoft und Google investieren Milliarden in Großbritannien

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Im Vorfeld von Donald Trumps Staatsbesuch haben Microsoft, Nvidia und Google Investitionen von zusammen fast 50 Milliarden US-Dollar in Großbritannien angekündigt. Damit wächst der größte Rechenzentrumsmarkt Europas weiter mit Signalwirkung für die Konkurrenz.

London entwickelt sich mit Milliardeninvestitionen von Microsoft, Nvidia und Google zum führenden Standort für KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur in Europa, während Deutschland Gefahr läuft, den Anschluss zu verlieren.(Bild:  Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)
London entwickelt sich mit Milliardeninvestitionen von Microsoft, Nvidia und Google zum führenden Standort für KI- und Rechenzentrumsinfrastruktur in Europa, während Deutschland Gefahr läuft, den Anschluss zu verlieren.
(Bild: Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)

Microsoft kündigte mit einem Investitionsvolumen von rund 30 Milliarden Dollar die bislang größte Summe an, die das Unternehmen für Projekte in Großbritannien bereitstellt. Der Fokus liegt auf Infrastrukturen für Cloud und Künstliche-Intelligenz (KI). Ein zentraler Bestandteil ist der Aufbau des größten britischen Supercomputers mit mehr als 23 000 Nvidia-GPUs, umgesetzt in Kooperation mit dem britischen Anbieter Nscale.

Laut Microsoft-CEO Satya Nadella beschäftigt das Unternehmen in Großbritannien rund 6.000 Mitarbeiter und betreibt mehrere Rechenzentrumsregionen. Premierminister Keir Starmer sprach von einem „kraftvollen Vertrauensbeweis“ in den britischen Technologiesektor.

Nvidia plant Europas größten GPU-Cluster

Parallel dazu schnürt Nvidia ein Investitionspaket von umgerechnet 11 Milliarden Pfund. Bis Ende 2026 sollen 120.000 „Blackwell“-GPUs in britischen Rechenzentren installiert werden, womit das Land den größten GPU-Cluster Europas erhalten würde. Partner wie CoreWeave und Nscale übernehmen den Ausbau, allein Nscale will 60.000 Chips installieren.

Ziel sei der Aufbau sogenannter KI-Fabriken, die Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Start-ups leistungsfähige Rechenkapazitäten zur Verfügung stellen sollen. Die britische Regierung flankiert diese Entwicklung mit „AI Growth Zones“, in denen neue Rechenzentren bevorzugt an das Stromnetz angeschlossen werden.

Google eröffnet erstes eigenes Rechenzentrum im Land

Google eröffnete in Waltham Cross bei London sein erstes britisches Rechenzentrum. Es ist Teil eines Gesamtinvestments von fünf Milliarden Pfund, das auch Forschung und Entwicklung sowie Kapazitäten bei Google DeepMind umfasst. Technisch setzt Google auf Luftkühlung, um den Wasserverbrauch zu reduzieren, und prüft Wärmerückgewinnung, um umliegende Gebäude mit Abwärme zu versorgen. Zudem wurden Partnerschaften mit Energieversorgern vereinbart, um einen Anteil von 95 Prozent erneuerbarer Energie bis 2026 zu erreichen.

Großbritannien baut Vorsprung aus

Mit den nahezu zeitgleich verkündeten Milliardenprogrammen von Microsoft, Nvidia und Google positioniert sich Großbritannien als führender Standort für Rechenzentren und KI-Infrastruktur in Europa. Der Markt, der schon heute der größte auf dem Kontinent ist, dürfte damit seinen Vorsprung weiter ausbauen und den Reaktionsruck auf die europäische Konkurrenz weiter verstärken, gerade auch auf den zweitgrößten Markt Deutschland.

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