Interview mit Jürgen Beyer, Geschäftsführer technischer Bereich Neues Hochsicherheitsrechenzentrum in Mutterstadt
Pfalzkom / Manet realisiert mit dem Datacenter Rhein-Neckar eines der modernsten Rechenzentren Deutschlands.
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Der Telekommunikationskonzern Pfalzkom / Manet, ein Tochterunternehmen der Pfalzwerke Aktiengesellschaft, wird ein hochmodernes Hochsicherheits-Rechenzentrum in der Metropolregion Rhein-Neckar-Pfalz realisieren.
Bis zum Herbst 2010 wird das so genannte Datacenter Rhein-Neckar fertig gestellt sein, um mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit zur Auslagerung ihrer IT zu bieten. Geschäftskritische Systeme und Anwendungen können dabei jederzeit und mit optimaler Energieeffizienz genutzt werden.
DataCenter-Insider: Ihr neues Rechenzentrum stellt eine hochmoderne Umgebung für IT-Infrastruktur zur Verfügung. In welchem Umfang wird diese zur Verfügung gestellt?
Jürgen Beyer: Das Datacenter Rhein-Neckar wird eine Gesamtfläche von etwa 1000 Quadratmetern haben. Es besteht aus zwei voneinander getrennten und autarken Serverräumen gemäß TIER-III-Klassifizierung, mit je 350 Quadratmeter Fläche. In der Mitte, zwischen den beiden Gebäudeteilen, wird sich der Technikraum befinden. Von hier aus können die wichtigsten Anwendungen geregelt werden. Die Serverräume werden dabei permanent video- und sicherheitsüberwacht. Alles in allem bietet das Rechenzentrum Platz für 300 Serverschränke. Die Leistungsaufnahme pro Rack beträgt 2 kW und ist nach oben beliebig skalierbar. Unsere Sicherheitsräume sind darüber hinaus optimal vor Wasser, Feuer und Einbruch geschützt.
DataCenter-Insider: Wie wichtig war die Umgebung des neuen Rechenzentrums für Ihre Planung?
Die Umgebung für das Datacenter Rhein-Neckar ist ideal: Der Standort wurde unter anderem aufgrund der optimalen Möglichkeit der Stromversorgung gewählt. Da wir ein Tochterunternehmen der Pfalzwerke Aktiengesellschaft sind, kann hier eine optimale Stromversorgung sichergestellt werden, die aus zwei verschiedenen Spannungsebenen bezogen wird. Eine höchstmögliche Ausfallsicherheit wird somit absolut gewährleistet, natürlich kommt zusätzlich auch eine Netzersatzanlage zum Einsatz. Auch die vorhandene Glasfaseranbindung und unsere moderne TK-Infrastruktur ist besonders für die Kunden aus der Region von Vorteil.
DataCenter-Insider: Wie wird die Kühlung der Server geregelt?
Bei der Klimatisierung wird ganz auf energiesparende Technik gesetzt und somit das Konzept der freien Kühlung konsequent umgesetzt. Das heißt, dass wir die kühle Außentemperatur zur Klimatisierung des Rechenzentrums nutzen.
Auf dem Dach werden sich Hybrid-Kühler befinden, die für die Rückkühlung sorgen. Die Kaltwasserversorgung im RZ erfolgt mittels eines Kaltwassersatzes mit zusätzlichen Kühlregistern.
Die Klimatisierung der Racks im Serverraum erfolgt nach einem Kalt- und Warmgangprinzip, zudem gewährleisten 6 Klimageräte pro Raum mit insgesamt 850 kW eine optimale Temperierung.
DataCenter-Insider: Ist in Ihrem Sicherheitskonzept auch der Zutritt geregelt?
Selbstverständlich. Alle Kunden werden einen separaten Zugang zu Ihrer IT haben. Sämtliche Zutritte werden dabei rund um die Uhr dokumentiert. Das Sicherheitssystem besteht aus mehreren Zutrittsstufen, wobei die die Personen sogar identifiziert werden. So kann jederzeit die notwendige Sicherheit gewährleistet werden und unbefugte Zutritte werden ausgeschlossen.
DataCenter-Insider: Wie ist die Energiebilanz des neuen Rechenzentrums?
Die grundlegenden Komponenten wie Energieversorgung, Klimatechnik und Löschanlagen werden ausfallsicher und kompatibel aufeinander abgestimmt. Das sorgt für hohe Energieeffizienz. Den Unternehmen wird somit nicht nur die Möglichkeit geboten, IT-Bereiche und Prozesse auszulagern, sondern gleichzeitig ihre Kosten erheblich zu senken.
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