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Kunststoff für Aggregate und Brennstoffzellen für das SDC von Microsoft

Neue Technik steigert die Effizienz im Rechenzentrum

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Modulares Messsystem

An einer anderen Stelle setzt Socomec an, um das Rechenzentrum effizienter zu machen: Der französische Hersteller hat mit „Diris Digiware“ ein neues Mess- und Monitoring-System im Angebot, um den Stromverbrauch im Rechenzentrum jederzeit und überall unkompliziert zu erfassen. Das System ist besonders leicht montierbar.

Die Elemente des Strom-Mess- und Monitoring-Systems Diris Digiwave" von Socomec.
Die Elemente des Strom-Mess- und Monitoring-Systems Diris Digiwave" von Socomec.
(Bild: Ariane Rüdiger)

Mehrere Sensoren und Messmodule für Strom oder Spannung, die sinnvollerweise nahe beieinander montiert sein sollten, lassen sich per Ethernet-Kabel so miteinander verbinden, dass ihre Ergebnisse auf einem einzigen Display zusammengefasst werden können. Sie lassen sich aber auch auf einer Adminsitrationsoberfläche im Web oder einem Tablet am Panel der Stromversorgung darstellen.

Zugriff per WLAN

Die Kommunikation mit der zentralen Administration kann auch über ein WLAN erfolgen. Um die Sensoren am Kabel anzubringen, ist kein spezielles Werkzeug nötig. Wegen der einfachen Montage und Autokonfigurationsmechanismen spart das zum Patent angemeldete System viel Zeit.

Erhältlich sind neben 24-V-Steuer- und Versorgungseinheiten mit und ohne Display ein Spannungsmessmodul sowie Strommessmodule für drei, vier und sechs Sensoren, dazu entsprechende Sonden, ein Kommunikationsgateway für Anbindung via RS485 oder WLAN sowie ein herstellerspezifisch angepasstes Tablet für die Darstellung der Ergebnisse. Nach Herstellerangaben kostet die Technik bis zu 30 Prozent weniger als konventionelle Messsysteme.

Microsoft im Rechenzentrumsdesign

Damit Messungen an der Stromversorgung von Servern im RZ möglichst ganz wegfallen, arbeitet Microsoft am rein softwaregesteuerten RZ. Dessen Komponenten sollen bei Versagen ohne Einfluss auf die Anwendungen einfach ausgetauscht werden.

Die Rechenlasten fehlerhafter Komponenten werden an andere Einheiten umverteilt. Die Energie möchte Christian Balady, bei Microsoft für die RZ-Infrastruktur verantwortlich, im Rack in Form einer gefüllten Brennstoffzelle bereitstellen. Dann wären Stromversorgung, Stromkabel, USVs und raumumgreifende Kühlsysteme weitgehend überflüssig.

Ein entsprechendes, zum Patent angemeldetes Design präsentierte Balady den staunenden Gästen der Datacloud Europe immerhin als Foto. Wann freilich solche Systeme in der RZ-Realität auftauchen werden, wollte er nicht sagen. Und auch die Frage, was mit einer geleerten Brennstoffzelle und den Servern, die sie versorgt, geschieht, blieb vorläufig unbeantwortet.

* Ariane Rüdiger ist freie Journalistin in München.

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Über den Autor

lic.rer.publ. Ariane Rüdiger

lic.rer.publ. Ariane Rüdiger

Freie Journalistin, Redaktionsbüro Rüdiger